Monthly Archives: February 2012

Nicht der Versuch….

… allein das Durchhalten wird belohnt.

– alte Hebammenweisheit-

Jaja, ziemlich wahr… das sag ich mir momentan so um die acht mal am Tag. Stillen ist zwar wunderschön, aber auch sehr anstrengend und manchmal durchaus schmerzhaft. Hätte ich ein gesundes Kind bekommen, bin ich mir nicht sicher, ob ich das durchgezogen hätte. Ja, steinigt mich ruhig- ich dachte auch immer nach einer Geburt ist das bisschen Schmerzen beim Stillen gut auszuhalten- aber ganz ehrlich: wenn der Sohnemann vor lauter Hunger mal deine halbe Brustwarze abgebissen hat, überlegst du dir das wirklich nochmal.
Inzwischen sind wir aber ein ziemlich gutes Team, es klappt sogar fern ab vom heimischen Sofa und die Schmerzen werden auch erträglicher- der kleine Mann lernt dazu 🙂 Nachts schläft er schon zwischen vier und fünf Stunden durch, also nur einmal aufstehen pro Nacht, das ist wirklich schön! Tagsüber heißt es dann aber schonmal nach zwei Stunden: HUNGER!!!

Heute waren wir zum ersten Mal in der Mensa essen. Dazu muss man sagen, dass der hasenmann Ehrenmitglied im Studentenclub ist, der sich im Keller der Mensa befindet, also essen wir meist in den Clubräumen und nicht im großen Mensasaal. Dort wurde Paulchen dann auch gleich bestaunt und bekam eine sehr schöne Biene-Maja-Garderobe und einen Sigikid Frosch geschenkt 🙂 Danach gings ab zum Windel- und Wocheneinkauf- also ein sehr ausgefüllter Tag, aber Paulchen hat es gefallen und er hat schön brav den ganzen Nachmittag verschlafen. (PS: Einkaufswagen mit Platz für die Babyschale sind total unpraktisch- musste mal gesagt werden….)
Morgen kommt unsere Hebamme und wiegt den kleinen Kerl nochmal- ich bin ja schon sehr gespannt… Hoffentlich ist er bald schwer genug für die Babytrage, denn die hasenfrau allein mit Kinderwagen und Hund klappt nicht wirklich. Am Donnerstag steht dann der erste Termin bei der Kinderärztin an und am Freitag die wöchentliche Kontrolle im Klinikum.

der hasenmann muss heute nicht so lange arbeiten, also werden wir heut Abend noch Gipsabdrücke von den Händen und Füßchen unseres kleinen Pauls machen, denn leider haben wir keinen Fußabdruck von ihm, weil die Neonatologen ihn ja gleich mit auf die Intensivstation genommen hatten… Das wird sicherlich witzig- und das Baden danach lohnt sich wenigstens 🙂
In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend

die hasenfrau 

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Zu Hause

Heute ist also unser dritter Tag zu Hause.
Am Mittwoch gegen halb fünf nachmittags war der große Moment gekommen- ein dick eingepackter Winzling verließ mit seinen stolzen Eltern die Neo-Intensiv und machte sich auf, die große weite Welt zu entdecken. Leider war ihm diese Welt zu kalt und viel zu leise, so ganz ohne Intensivstationsgeräusche…. Daher konnte der kleine Krieger in der ersten Nacht auch keinen Schlaf finden und musste alle zwei Stunden zu Mama an die Brust- eher kuscheln und beruhigen als trinken.
Am Donnerstag stand dann der erste Besuch der Hebamme an und danach gings zu den Großeltern und ganz kurzfristig noch ins Fotostudio. Es sind tolle Bilder entstanden und Oma und Opa waren überglücklich, ihren Enkel endlich auf dem Arm halten zu können, aber anstrengend war auch dieser Tag. Der Kleine konnte seine Augen nicht mehr aufhalten und so schlief er doch tatsächlich ganze vier Stunden in der Nacht durch- welche eine Wohltat nach der ersten Nacht 🙂
Gestern mussten wir dann zum Kinderarzt und zur Ultraschallkontrolle in die Klinik. Die Kontrolle ergab keine Verschlechterung, allerdings auch keine Verbesserung. Jetzt müssen wir jeden Freitag zum Ultraschall und falls alles so bleibt, muss Paulchen im Alter von 6-8 Wochen doch noch die Kontrastmitteluntersuchung bekommen, die dann darüber entscheidet, ob er nochmal operiert werden muss oder nicht. Glücklicherweise kann man diese Untersuchung ambulant durchführen lassen und wir hoffen ja noch immer, dass sich seine Nieren im Laufe der Zeit erholen und keine weiteren OPs nötig werden. Pullern kann er gut (Bilanz der ersten drei Tage: vier vollgepullerte Bodies und zwei Strampler :)) Stillen klappt auch super, heute war die Hebamme da und hat ihn gewogen: stolze 2820g! Leider macht ihm sein Antibiotikum die Darmflora kaputt und er hat schlimme Blähungen. Manchmal sogar so schlimm, dass er zwischen den Mahlzeiten garnicht zum Schlafen kommt :/ Unsere Hebamme hat uns jetzt probiotische Tropfen empfohlen- wir werdens mal ausprobieren, schaden kann es ja nicht.

Insgesamt sind wir überglücklich, endlich zu Hause zu sein- auch wenn man jede Woche wieder die Angst hat, dass man ohne Kind wieder aus der Klinik zurück kommt, weil sich die Werte verschlechtert haben und man doch gleich eingreifen muss…. Jetzt genießen wir unser erstes Wochenende zu dritt- und pünktlich dazu lässt sich auch die Sonne blicken 🙂

Ein schönes Wochenende wünscht euch
die hasenfamilie

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Hin und Her

Heute hatte unser kleiner Paul seine Kontroll-Blasenspiegelung. Dabei sah alles gut aus, es musste nicht mehr gelasert werden und seinen dummen Blasenkatheter ist er auch los- pullern klappt trotzdem super 🙂
Wir erleben hier momentan eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle- gestern durften wir zum ersten Mal mit dem Kinderwagen im Klinikum spazieren fahren. Dick eingepackt und mit allen wichtigen Gerätschaften versehen gings dann auch auf Wanderschaft durch die langen Gänge- das war so schön! Endlich mal raus aus diesem Zimmer, runter von der Station, weg von den Geräten und der Piepserei- und zum ersten Mal Kinderwagen schieben 🙂 Wir haben dann auch unsere Freundin die Kinderchirurgin besucht- leider war danach die Laune nicht mehr zu retten…. Nachdem wir sie im Laufe der Woche mehrfach gefragt hatten, ob nach der zweiten Blasenspiegelung denn noch auch Katheter erforderlich ist und sie das immer verneint hat kam sie gestern damit um die Ecke, dass er ja vielleicht doch nochmal einen Blasenkatheter haben muss und der dann auch mehrere Tage liegen muss. Für uns brach eine Welt zusammen- bisher waren wir immer davon ausgegangen, dass wir nach der Kontrolle bei gutem Ausgang bald nach Hause dürfen, da war nie die Rede von mehreren Tagen Blasenkatheter….. Nach diesem Schreck hab ich mich entschlossen, die letzte Abendrunde nicht mehr zu bleiben- ich war so niedergeschlagen und traurig, ich wollte mich nur noch in mein Bett verkriechen. Da unser kleiner Mann dann auch das ganze Wochenende über super alle Mahlzeiten an der Brust getrunken hatte, überließ ich ihn den lieben Schwestern zum füttern und fuhr mit dem hasenmann nach Hause. Dort angekommen verzog ich mich heulend aufs Sofa und ließ mich vom Fernseher berieseln- aber nur ein paar Minuten, denn ich war von der Stillerei und 12 Stunden Krankenhaus so müde, dass mir einfach die Augen zugefallen sind.
Heute morgen war dann auch die erste bange Frage: “Wie geht es Paul-Benett?” Wir mussten bis kurz vor elf warten, dann konnten wir endlich auf der Station anrufen und bekamen die tolle Nachricht dass es unserem Kleinen gut geht, er alles super überstanden hat und auch keinen Blasenkatheter gebraucht hat- wir waren so erleichtert! Das hieß, dass wir hoffentlich bald nach Hause durften! Wir nutzten den seeligen Nach-Narkoseschlaf unseres Sohnes und eledigten organisatorische Dinge wie Krankenversicherung und Amtsgänge. Mittags waren wir dann wieder bei unserem Schatz- der war inzwischen wach und hatte auch gleich seine erste Mahlzeit komplett verputzt- ich konnte mein Grinsen garnicht aus dem Gesicht bekommen, so glücklich war ich! Unsere Tage hier waren gezählt! Der Kleine machte sich super und ich schmiedete Entlassungspläne. Bis der Oberarzt der Kinderchirurgie kam- der eröffnete uns dann nämlich, dass sie gern noch eine Kontrastuntersuchung machen wollen, bei der geschaut wird, ob ein Rückfluss aus der Blase in die Harnleiter besteht. Aus meiner Zeit in der Kinderchirurgie weiß ich, dass Termine für eine solche Untersuchung schwer zu kriegen sind und der Kinderchirurg wollte, dass Paulchen solange unter Antibiotikaschutz in der Klinik bleibt. Weg war die gute Laune mal wieder…. Ich sehe ja ein, dass wir eine solche Untersuchung brauchen, aber muss man dem kleinen Mann denn innerhalb kürzester Zeit drei Vollnarkosen zumuten, wenn das Ergebnis dieser Kontrastmitteluntersuchung wahrscheinlich zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich so wenig aussagekräftig ist, dass wir sie in drei bis vier Wochen eh nochmal wiederholen müssen? Ich finde nicht. Außerdem hab ich jetzt auch einfach die Nase voll von der Klinik, von dieser Station, dem Gepiepse, dem 12 Stunden hier sitzen und außer Stillen nichts machen können. Antibiotika kann ich ihm auch zu Hause geben und zu Ultraschallkontrollen fahr ich jeden Tag gern in die Klinik- aber deshalb noch ewig hier zu bleiben, seh ich nicht so ganz ein. Glücklicherweise war der Neonatologe auch meiner Meinung- er will die Untersuchung auch erst in ein paar Wochen, da sich das Gewebe erstmal von dem hohen Druck, der die ganze Zeit geherrscht hat erholen muss. Außerdem ändere sich in den ersten Wochen noch so viel, dass man eine definitive Aussage erst bekommen kann, wenn der Kleine ca. 6 Wochen alt ist. Er möchte ab morgen nochmal Ultraschallkontrollen machen und wenn die sich nicht verschlechtern, dürfen wir so schnell wie möglich nach Hause- mit Antibiotika zum Schlucken 🙂 Ende gut, alles gut- hoffentlich können wir uns jetzt auf diese Aussage verlassen…

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Ohne Worte

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The day after

Gestern hatte unser Paulchen also seinen großen Tag.
Gegen halb acht gings los in den OP, wir sollten dann um halb zehn anrufen um zu erfahren, wie alles gelaufen war. Natürlich war ich ab halb acht glockenhellewach und konnte an nichts anderes mehr denken- als es dann endlich halb zehn war, rief der hasenmann auf der Station an, leider ging niemand ans Telefon. Kurz darauf wurde uns nur gesagt, dass der Kleine noch nicht wieder zurück sei- weiter nichts. Kein Grund, keine weitere Auskunft, ob es vielleicht Probleme gegeben hatte…. einfach nichts. Also mussten wir noch ne ganze Stunde warten, bis endlich die erleichternde Nachricht kam: Paulchen ist wieder auf der Station und es geht ihm ganz gut. Dann hieß es natürlich schnell Sachen packen und los Richtung Klinik. Inzwischen hatte ich auch eine SMS von der Kinderchirurgin bekommen, die Paulchen mit operiert hatte- auch sie gab Entwarnung, die OP sei gut verlaufen und er habe einen Blasenkatheter liegen.
Auf der Station angekommen konnte uns leider niemand sagen, ob die Chirurgen eine Klappe gefunden hatten oder nicht. Aber die Erleichterung war riesengroß als wir sahen, dass der Kleine alleine atmete, zwar ein bisschen blass um die Nase war, aber ansonsten wirklich gut aussah. Den Vormittag hat er dann noch schön mit Hilfe eines leichten Schmerzmittels verpennt- ich war so erleichtert, ich konnte keine Minute von seinem Bettchen weg. Als ich dann doch mal Milch abpumpen musste, kam die Oberärztin zum hasenmann und erklärte ihm, dass die Chirurgen eine Klappe gefunden und auch gelasert hatten- der Blasenkatheter müsste zur Schienung liegen bleiben, bis die Chirurgen Anfang nächster Woche nochmal eine Blasenspiegelung zur Kontrolle gemacht hatten- wenn da dann alles ok ist, die Klappe komplett weggelasert ist und der Kleine gut pullern kann, dürfen wir vielleicht auch schon im Laufe der nächsten Woche nach Hause!

Inzwischen ist der Kleine auch schon wieder fast der Alte. Natürlich ist er noch ein bisschen müde, aber er trinkt wieder fleißig an der Brust und liebt es, auf meinem Arm zu kuscheln. Heute soll eine weitere Ultraschallkontrolle seiner Nieren erfolgen und man verspricht sich, dass man 24 Stunden nach der OP vielleicht schon einen Effekt auf die Stauung sehen kann. Zur letzten Abendrunde um halb neun bin ich ja wieder in der Klinik, ich bin mal gespannt, was die Ärzte dann sagen- ich halte euch auf dem Laufenden 🙂

die hasenfrau

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Unbeschreiblich

Erstmal vielen lieben Dank euch da draußen für eure lieben Glückwünsche und gedrückten Daumen! Wir haben uns sehr über jeden neuen Besucher und Kommentar hier gefreut.

Jetzt hat sich alles ein bisschen eingespielt und ich hab auch wieder Zeit, euch auf dem Laufenden zu halten. Die harten Fakten zu Paul kennt ihr ja jetzt schon- aber ihr könnt euch nicht vorstellen, wie süß er ist! Er ist zwar klein und zart, aber es sieht alles so perfekt aus- es passt einfach alles zusammen!

Aber eins nach dem anderen: eigentlich sollte ich am Donnerstag ja schon wieder entlassen werden, weil meine beiden Einleitungen am Montag und Mittwoch keinerlei Wirkung gezeigt hatten. Mental war ich schon in meinem Wohnzimmer, mit dem Hund auf dem Sofa kuschelnd. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag überlegte es sich der junge Mann dann aber doch anders und es ging langsam los. Nach sechs Stunden Wehen ohne viel Wirkung bekam ich dann einen Wehentropf- der hatte auch sofort durchschlagenden Erfolg. Ich war schon von den beiden Einleitungen davor so erschöpft, dann noch die sechs Stunden Wehen und der Wehentropf- irgendwann hab ich dann nur noch um eine PDA (Schmerzmittel, die mit einem Katheter direkt in Rückenmarksnähe gespritzt werden) gebettelt. Die hab ich dann auch bekommen und 2,5 Stunden später hatte ich unseren kleinen Paul im Arm. Er war ziemlich blass und das Atmen ging auch noch nicht so richtig gut- aber immerhin durften wir erstmal noch ne Stunde kuscheln, bevor die Kinderärzte und Kinderchirurgen vorbei kamen und den ersten Ultraschall seiner Nieren machten. Der Kinderchirurg gab erstmal Entwarnung- es hat sich nicht wirklich verschlechtert und sei noch nicht im kritischen Bereich, weswegen die Blasenspiegelung auf Dienstag angesetzt wurde. Trotzdem nahmen die Neonatologen ihn mit auf ihre Station. Und so war die erste Stunde mit unserem Kind auch schon vorbei. Die Zeit danach fand ich garnicht so schlimm, ich wurde auf die Wöchnerinnenstation gebracht, war alleine in meinem Zimmer und durfte erstmal entspannen. Dank der geballten Ladung Glückshormone konnte ich auch tatsächlich ein Stündchen entspannen und einschlafen, der hasenmann fuhr auch kurz nach Hause und als er dann abends wieder kam, stand der erste Besuch bei unserem Sohnemann auf der Neonatologie an. Zwischenzeitlich hatte ich den bericht bekommen, dass er bei Ankunft auf der Station erstmal ordentlich gepullert hatte, also waren wir fürs Erste beruhigt. In seinem Zimmerchen angekommen, hörte ich aber schon das vertraute Blubbern eines CPAPs- er hatte also zur Unterstützung seiner eigenen Atmung eine Atemhilfe bekommen, die seine Lungenbläschen offen hält und ihm das Atmen erleichtert. Zusätzlich gabs auch noch gleich ne Magensonde und ein Wärmebett. Als ich ihn so da liegen sah, musste ich fast heulen- natürlich weiß ich, dass weder die Atemunterstützung, noch die Sonde oder das Wärmebett wirklich Anlass zur Sorge geben- aber er hatte einfach keinen so schwachen Eindruck auf mich gemacht…… Wir blieben dann auch nur kurz, brachten ihm seinen Schutzengel und sein Schmusetuch und sagten Gute Nacht. Die Stimmung nach diesem Besuch war sehr komisch, der hasenmann war sehr geschockt, seinen kleinen Mann mit so vielen Schläuchen zu sehen und ich konnte ihn in dem Moment auch nicht wirklich trösten, ich hatte genug mit mir selbst zu tun.
Wieder auf meiner Station angekommen, gings ans Abpumpen, was auch gleich super geklappt hat. Danach hab ich den hasenmann endgültig nach Hause geschickt und bin selbst nur noch total erschöpft ins Bett gefallen.

10.02.2012

Als wir Paulchen an diesem Morgen besuchten, sahen wir ein ganz anderes Kind als noch am Abend zuvor. Auf Atemunterstützung hatte er keine Lust mehr, die hatte er sich im Laufe der Nacht immer wieder abgebaut und auch die Magensonde war nicht sein Geschmack- die wurde durchgekaut. Also lag er total friedlich in seinem Wärmebettchen, mit Schutzengel und Schmusetuch ausgerüstet und war nur noch am Monitor und zwei Infusiomaten angeschlossen. So sah er gleich viel weniger schwach und erschreckend aus. Wir durften dann auch gleich einen Stillversuch machen, der auch ziemlich gut geklappt hat- der Rest wurde in einem großen Schluck aus der Flasche genommen 🙂  Ich durfte gleich die komplette Pflegerunde bei ihm machen und von da an kam ich alle drei Stunden zum wickeln und stillen. Am Nachmittag kamen die Großeltern mit den Urgroßeltern von Paul zu Besuch, um den kleinen Mann zu begutachten. Sie waren alle total entzückt und gleichzeitig erstaunt, wie klein er doch wirklich ist. Abends kamen noch zwei meiner Kommilitonen vorbei, die bekamen Paul aber nur auf Fotos zu sehen. Insgesamt war es ein sehr schöner Tag mit ganz vielen normalen Abläufen, wie stillen und wickeln- das hat uns wirklich viel geholfen.

11.02.2012

Heute stillen wir schon 20 Gramm pro Mahlzeit und der kleine Mann macht es einfach super. Er ist zwar etwas schläfrig, aber das steht ihm bei der Stillerei ja auch zu. Jetzt hoffen wir, dass er nicht noch eine Neugeborenengelbsucht bekommt und unter die Fotolampe muss, denn grade klappt es so gut mit dem Stillen. Atemunterstützung wurde heute auch offiziell abgebaut, eine Infusion ist auch schon raus und pullern tut er noch immer. Jetzt hoffen wir natürlich, dass das bis Dienstag alles so super bleibt und die bei der Blasenspiegelung auch wirklich Klappen finden und sie weglasern- dann dürften wir nämlich auch schon ziemlich bald nach Hause 🙂

So, ganz schön viel geworden- aber jetzt seid ihr auf dem neuesten Stand. ich geh jetzt mal wieder Paulchen füttern, einen schönen Abend wünscht euch

eine glückliche hasenfamilie

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Glück

Manchmal hat das Glück einen Namen:
Paul-Benett, geboren am 09.02.2012 um 11:39 Uhr
2540g, 47 cm.

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Sicher ist sicher

Nach meinem Kontrolltermin in der Klinik vorhin steht nun fest: wir haben morgen um neun Uhr einen Termin zur Einleitung. Aber eins nach dem anderen. Erstmal musste ich fast drei Stunden warten, dann war meine Akte verschwunden und zu guter Letzt konnten sich die diensthabenden Ärzte nicht auf die Verteilung der Patienten einigen. Als dann endlich alles geklärt war, empfing mich eine sehr nette Ärztin, die ich noch aus dem Blockpraktikum kannte. Wir unterhielten uns kurz, sie konnte sich auch an die Fetalkonferenz erinnern und da das CTG gut aussah, wollte sie nur nochmal kurz die Fruchtwassermenge kontrollieren. Die war weiter gesunken. Daraufhin packte sie die Neugier und sie schallte unseren kleinen Mann nochmal von Kopf bis Fuß. Am Ende der Untersuchung kam sie zu dem Schluss, dass es sicherer wäre, die Geburt schon morgen einzuleiten, denn es gibt eben einige Befunde, die nicht so gut sind- allerdings handelt es sich auch nicht um einen bedrohlichen Zustand für den Kleinen. In der Gesamtheit der Befunde möchte sie aber lieber auf Nummer sicher gehen- daher schon der morgige Termin. Ich kann damit leben. So ganz begriffen hab ichs aber wohl noch nicht…. jedenfalls mach ich heut Abend nochmal leckeres Abendessen für den hasenmann und mich und wir werden zumindest die erste Halbzeit Superbowl gucken- schlafen kann ich bestimmt eh nicht gut….

die hasenfrau

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Das andere Leben

Heute zählt mein anderes Leben.

Das Leben mit Fragen, auf die ich die Antworten weiß.

Das Leben mit einer unerschütterlichen Bestehensgrenze.

Das Leben mit Leistungsnachweisen und Terminen.

Das Leben ohne Platz für Sorgen um meinen Sohn.

Heute muss ich zurück in dieses Leben- zumindest für zwei Stunden.

Manchmal ist das schwer- heute scheint es fast unmöglich….

die hasenfrau

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Noch zehn Tage

Endlich haben wir einen definitiven Termin, bzw. eine klare Aussage.
Nach dem Termin bei der Frauenärztin heute morgen schickte sie uns in die Klinik um ein Gespräch zwecks Einleitung der Geburt zu führen.Nach CTG und Gespräch mit dem diensthabenden Gynäkologen wissen wir jetzt, dass Pauls Geburt am 13.02. eingeleitet wird. Bis dahin soll ich alle drei Tage zur CTG- und Dopplerkontrolle- wenn sich an seinen Werten bei diesen Kontrollen nichts verschlechtert, dann bleibt es beim 13.02., und falls es doch noch vorher Probleme geben sollte, bin ich ja jetzt in engmaschiger Kontrolle. Die Fruchtwassermenge war heute auch grenzwertig, weniger sollte es nicht werden- aber Paulchen ist weiterhin auf 2400g geschätzt- ein Riese wird es also nicht werden, aber immerhin nicht mehr ganz so klein und leicht wie in den letzten Wochen 🙂

Ach, wir sind wirklich froh, dass wir eine klare Ansage haben und wissen, worauf wir uns einstellen können- jetzt haben wir also noch zehn babyfreie Tage, in denen wir noch die letzten wichtigen Dinge erledigen können- beispielsweise unser Auto aus der Werkstatt abholen, die Basis für die Babyschale im Auto kaufen und die Institute informieren, zu deren Klausuren ich nicht mehr kommen kann. Glücklicherweise sind das nur zwei, die restlichen Scheine schaffe ich hoffentlich noch vor der Geburt 🙂

Endlich mal eine befriedigende Auskunft und noch dazu der erste Schnee in diesem Jahr- was will man mehr?

die hasenfrau

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