Monthly Archives: May 2012

Plötzlich…

… kann man an beiden Fäustchen lutschen
… klappt das mit dem Daumen lutschen richtig gut (zum Leidwesen der haseneltern)
… sind die Augen nicht mehr blau oder blau-braun sondern richtig schön braun
… kann man sich schon selbst Spielsachen nehmen und
… kann man manche Spielsachen auch schon selbst richtig festhalten
… ist das Kichern ein richtiges “hihi” geworden
… passt kein einziger Schlafanzug mehr
… ist man groß genug, im Schlafsack zu schlafen (anstatt wie bisher gepuckt zu werden)

… sehe ich schon richtig groß aus:

 

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Das Ergebnis

Hallo ihr Lieben!

Vielen Dank für eure gedrückten Daumen und lieben Gedanken für unseren kleinen Mann. Tut mir auch leid, dass ich euch eine ganze Woche auf das Ergebnis warten lasse, aber mit dem Besuch von Paulchens (Ur)Großeltern, dem Garten und Kinderarztterminen war alles ziemlich stressig…

Letzten Freitag war also der große Tag. wir gingen gegen halb zehn mit (Ur)Oma, Paulchen und hasenmann in die Kinderklinik. Leider mussten wir wieder ziemlich lange warten, aber der kleine Mann hat das auf meinem Arm sitzend ziemlich gut gemeistert- eine Stunde Wartezeit ist für ein drei Monate altes Baby ziemlich lang. Als wir dann endlich dran waren, benahm Paul sich vorbildlich. Er lachte mit mir und ließ sich ganz problemlos schallen. Der erste Kommentar des Arztes: “jetzt sieht es ja aus, als seien die Harnleiter ziemlich erweitert”….. wtf???? Ich konnte nicht anders als zu erwidern: “Ja, das waren sie ja auch schon von Anfang an”. Jedenfalls hat sich an ihrem Durchmesser nicht wirklich was geändert- weder besser noch schlechter also. Die Nieren sind auf beiden Seiten gewachsen- das ist schonmal ein sehr gutes Zeichen- und die Nierenbeckenerweiterung ist auf beiden Seiten von 8mm auf 4 und 5mm zurück gegangen! Als ich diese Werte gehört habe, ist mir ein riesen Stein vom Herzen gefallen! Und der doofe Arzt konnte sich nicht einfach mal mit uns freuen! Natürlich ist damit noch nichts überstanden, aber immerhin geht die Entwicklung in die richtige Richtung-  die Nieren wachsen, die Nierenbeckenerweiterung nimmt ab und die Harnleiter werden auch nicht weiter und bewegen den Urin immer noch in die richtige Richtung. Jedenfalls müssen wir jetzt in zwei Monaten wieder zur Ultraschallkontrolle und dann kriegen wir einen Termin zur MAG3-Clearence. Das ist eine Nierenszintigraphie, die die Nierenfunktion darstellt und mit der man sehen kann, wie sehr dieser Defekt Pauls Nieren geschädigt hat. Außerdem braucht man diese Untersuchung, um den Verlauf der nächsten Jahre objektiv beurteilen zu können. Leider bedeutet das wieder Sedierung und Strahlenbelastung mit radioaktiv markierter Infusion- aber ich sehe ja ein, dass man endlich mal eine verbindliche Aussage braucht. Wir bekamen dann auch noch ein neues Antibiotikum verschrieben, leider verträgt der kleine hase das garnicht, man muss es in der Milch auflösen und jede Mahlzeit mit diesem Medikament spuckt er restlos wieder aus…. da müssen wir uns noch was Schlaues einfallen lassen.
Am Ende des Gesprächs meinte der Arzt auf drängendes Nachfragen meiner Oma noch, dass die Chance besteht, dass wir das Ganze einfach nur beobachten müssen und Paulchen keine weitere OP braucht und auch keinen gravierenden Nierenschaden davon getragen hat. Das war einfach das tollste Geburtstagsgeschenk, das eine hasenmama bekommen konnte!

Mein Geburtstag war dann auch noch richtig toll- ich hab eine Hängematte für unseren Garten, Gartenstühle, Blumen und eine Leder-Laptoptasche bekommen 🙂 Abends waren wir dann noch in einem sehr guten Restaurant essen und Paule war das liebste Baby auf der ganzen Welt!

Am Dienstag standen dann die zweiten Impfungen an- mein armer hase hat schon angefangen zu schreien, als die Arzthelferin ihn festgehalten hat. Er ließ sich danach auch kaum beruhigen und bekam natürlich auch gleich am Nachmittag Fieber. Viel war da also nicht mehr mit ihm anzufangen. Aber schon am Mittwoch war wieder alles in Ordnung. Gestern und heute hatten wir dann wunderschöne Sonnentage in unserem Garten. Der kleine Mann genießt die Sonne an den nackten Füßchen, seine bunte Gardine die zum Schutz vor Insekten an seinem Kinderwagen baumelt und Spuckebläschen machen- das ist nämlich neben lachen gerade seine absolute Lieblingsbeschäftigung!

Wir wünschen euch ein schönes, sonniges Wochenende,

die glückliche hasenfamilie

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Morgen kommt’s drauf an

Morgen ist es also soweit: das kleine hasenkind geht zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder zur Ultraschallkontrolle ins Krankenhaus. Die hasenfrau und der hasenmann sind ganz schön aufgeregt deswegen- hoffentlich bekommen wir keine schlechten Nachrichten, jetzt wo sich das Familienleben zu Hause so schön eingespielt hat….

Seit zwei Tagen sind Paulchens Urgroßeltern zu Besuch. Denen musste ich gestern Abend erstmal sehr anschaulich und mit vielen Bildern aus dem Prometheus erklären, was ihr kleiner Urenkel denn eigentlich hat. Dabei ist es mir auch nochmal richtig bewusst geworden. Im Alltag verdrängt man das gerne, da man ja ein munteres und augenscheinlich gesundes Kind vor sich sieht- aber als ich gestern nochmal den Arztbrief gelesen und meinen Großeltern den Sachverhalt erklärt habe, wurde mir wieder schlagartig bewusst, dass mein Paulchen eben doch kein gesundes Kind ist. Natürlich wollten die Großeltern auch wissen, was das denn nun für ihn bedeutet und wie seine Prognose aussieht- es ist wirklich nicht schön, wenn man erklären muss, dass das eigene Kind vielleicht nur 30 Jahre alt wird und wenn es schlecht läuft bis dahin noch viele Operationen und Krankenhausaufenthalte vor sich hat…

Hoffentlich können wir heute Nacht gut schlafen- der hasenmann wird nach dem heutigen Vatertagsausflug damit eher keine Probleme mehr haben 😉 – und ich glaube einfach ganz fest daran, dass man einer Mama an ihrem Geburtstag keine schlechten Nachrichten überbringen darf 🙂

Also drückt uns die Daumen, ich werde berichten

die hasenfrau

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Flaschen-Fiasko und Still-Scherereien

Hallo ihr Lieben,
ich habe mich eine ganze Weile schon nicht mehr gemeldet- zum einen gab es vom kleinen Paule-Mann nierentechnisch nichts Neues, zum anderen war es hier auch ziemlich stressig.
Eigentlich hatte ich mich ja entschieden, weiter so gut es geht voll zu stillen, leider ist das nicht so einfach wie erhofft. Der kleine Mann ist zwar glücklich, wenn er an die Brust darf, aber mindestens genauso unglücklich, wenn da nicht so viel rauskommt, wie er gerne hätte. Zwischendurch müssen wir also doch immer mal wieder zur Flasche greifen. Manchmal nimmt er sie ohne Probleme, trinkt und grinst dabei und wirkt auch ziemlich glücklich- aber manchmal schreit er wie am Spieß, sobald die Flasche nur seine Lippen berührt. Dann ist es auch fast unmöglich, ihn zum trinken zu überreden. Durch die ganze Aufregung und das Schreien spuckt er dann meist auch die paar Milliliter, die er dann vielleicht doch getrunken hat auch wieder aus. Das ist natürlich weder für ihn noch für mich schön. Dummerweise ist er ja eh schon zu leicht und zu klein, das heißt, er braucht seine Kalorien und natürlich vor allem auch die Flüssigkeit für seine Nieren. Ich bin manchmal wirklich verzweifelt. Jetzt trinke ich wie blöd Stilltee, in der Hoffnung, dass sich die Milchproduktion wieder etwas steigert und wir die Flasche weniger häufig brauchen.
Diese ganze Situation macht mir sehr zu schaffen…. ich fühle mich schuldig, weil ich nicht mehr genug Milch für meinen kleinen Jungen habe und er deshalb aus der Flasche trinken muss. An der Brust ist er glücklich und die Flasche ist manchmal für ihn einfach nur der Horror- wenn ich noch genug Milch hätte, könnte ich das vermeiden. Das tut einfach weh und baut natürlich noch mehr Druck auf, was sicherlich auch nicht förderlich für die ganze Situation ist.

Insgesamt bin ich momentan ziemlich nah am Wasser gebaut. Wenn ich morgens aufstehe und an Paulchens Bett stehe und dieser kleine Kerl mich zahnlos angrinst und sich freut, dass ich da bin, zerreist es mir fast das Herz. Ich liebe ihn so sehr, dass es weh tut. Der Kontrolltermin im Krankenhaus rückt näher und näher und ich mag mir garnicht ausmalen was passiert, wenn wir schlechte Nachrichten bekommen. Ich würde alles tun, um alle diese Probleme von meinem kleinen Sohn fern zu halten, aber das kann ich nicht und das macht mich wirklich fertig. Manchmal mehr, manchmal weniger- im Moment ist es einfach unerträglich…

die hasenfrau 

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