Flaschen-Fiasko und Still-Scherereien

Hallo ihr Lieben,
ich habe mich eine ganze Weile schon nicht mehr gemeldet- zum einen gab es vom kleinen Paule-Mann nierentechnisch nichts Neues, zum anderen war es hier auch ziemlich stressig.
Eigentlich hatte ich mich ja entschieden, weiter so gut es geht voll zu stillen, leider ist das nicht so einfach wie erhofft. Der kleine Mann ist zwar glücklich, wenn er an die Brust darf, aber mindestens genauso unglücklich, wenn da nicht so viel rauskommt, wie er gerne hätte. Zwischendurch müssen wir also doch immer mal wieder zur Flasche greifen. Manchmal nimmt er sie ohne Probleme, trinkt und grinst dabei und wirkt auch ziemlich glücklich- aber manchmal schreit er wie am Spieß, sobald die Flasche nur seine Lippen berührt. Dann ist es auch fast unmöglich, ihn zum trinken zu überreden. Durch die ganze Aufregung und das Schreien spuckt er dann meist auch die paar Milliliter, die er dann vielleicht doch getrunken hat auch wieder aus. Das ist natürlich weder für ihn noch für mich schön. Dummerweise ist er ja eh schon zu leicht und zu klein, das heißt, er braucht seine Kalorien und natürlich vor allem auch die Flüssigkeit für seine Nieren. Ich bin manchmal wirklich verzweifelt. Jetzt trinke ich wie blöd Stilltee, in der Hoffnung, dass sich die Milchproduktion wieder etwas steigert und wir die Flasche weniger häufig brauchen.
Diese ganze Situation macht mir sehr zu schaffen…. ich fühle mich schuldig, weil ich nicht mehr genug Milch für meinen kleinen Jungen habe und er deshalb aus der Flasche trinken muss. An der Brust ist er glücklich und die Flasche ist manchmal für ihn einfach nur der Horror- wenn ich noch genug Milch hätte, könnte ich das vermeiden. Das tut einfach weh und baut natürlich noch mehr Druck auf, was sicherlich auch nicht förderlich für die ganze Situation ist.

Insgesamt bin ich momentan ziemlich nah am Wasser gebaut. Wenn ich morgens aufstehe und an Paulchens Bett stehe und dieser kleine Kerl mich zahnlos angrinst und sich freut, dass ich da bin, zerreist es mir fast das Herz. Ich liebe ihn so sehr, dass es weh tut. Der Kontrolltermin im Krankenhaus rückt näher und näher und ich mag mir garnicht ausmalen was passiert, wenn wir schlechte Nachrichten bekommen. Ich würde alles tun, um alle diese Probleme von meinem kleinen Sohn fern zu halten, aber das kann ich nicht und das macht mich wirklich fertig. Manchmal mehr, manchmal weniger- im Moment ist es einfach unerträglich…

die hasenfrau 

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Categories: Paulchen in der großen Welt | Tags: , , , , , | Leave a comment

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