Monthly Archives: August 2012

Endlich angekommen

Hallo ihr Lieben!

Erstmal vielen Danke, dass ihr uns trotz längerer Abwesenheit die Treue gehalten habt. Wir sind jetzt auch endlich in unserer neuen Wohnung angekommen- die Kisten sind ausgepackt, die Zimmer eingerichtet, die alte Wohnung abgegeben und wir fühlen uns hier richtig wohl. Das hasenkind hat sein eigenes, schönes Zimmerchen und wir alle einen ruhigeren Nachtschlaf 🙂

Der Umzug selbst war sehr stressig- leider waren wir nur zu viert, hatten nebenbei auch noch einen Hund und ein Baby zu versorgen und einen Transporter nur für 8 Stunden gemietet. Das war eine Schlepperei kann ich euch sagen. So oft bin ich bei einem Umzug noch nie die Treppen rauf und wieder runter gerannt…. Paulchen war natürlich auch nicht sehr gut drauf, sodass die Oma sich zu einem Spaziergang mit ihm aufmachte- und so waren es nur noch drei. Sowas mach ich echt nie wieder,  das könnt ihr mir glauben! Der nächste Umzug wird besser geplant und vor allem werden mehr Leute rekrutiert! Aber egal, wir sind nach dem Umzug und der Renovierung der alten Wohnung zwar total erledigt, aber nach einer Woche sind wir jetzt auch mit allem durch 🙂

Paule hatte einen Tag nach dem großen Umzug auch seinen verschobenen Krankenhaustermin. Ich war ziemlich aufgeregt, da wir ja seit zwei Monaten keine Kontrolle mehr hatten und ich wirklich gespannt war, wie sich die Sache entwickelt hatte. Außerdem sollten wir ja bei diesem Termin auch gleich einen Termin für die Nierenfunktionsdiagnostik bekommen. Also gings gleich morgens ins Krankenhaus, das jetzt nur noch fünf Minuten Fußweg von uns entfernt liegt. Nach einer guten Stunde Wartezeit lag das hasenkind dann auf der Untersuchungsliege, fand alles sehr spannend und ließ sich ohne weinen oder strampeln untersuchen. Nach der ersten Niere meinte der Oberarzt: “Na, da war das Problem wohl auf der anderen Seite…”- nein, eigentlich waren beide Nieren ziemlich gestaut gewesen- aber jetzt sah die erste Seite super aus! Keine Spur mehr von Nierenbeckenerweiterung, eine gesunde, kleine Niere war da auf dem Ultraschall zu sehen. Die andere Seite war zwar nicht ganz so gut, aber trotzdem weitaus besser, als bei der letzten Kontrolle! Wegen dieser tollen Ergebnisse haben wir uns auch erstmal entschlossen, keine Nierenfunktionsdiagnostik zu machen und in sechs Monaten zur weiteren Kontrolle zu kommen. Die Harnleiter sind immernoch sehr erweitert, deshalb bekommt der kleine Mann auch weiterhin Antibiotikum zur Vorsorge, aber selbst der Oberarzt denkt nicht wirklich, dass es damit noch Probleme geben wird. Also drückt uns die Daumen fürs Frühjahr!

die hasenfrau

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Erklärung

Hallo ihr Lieben!

Damit ihr euch nicht wundern müsst, dass es hier in den nächsten Tagen eher ruhig ist- auch wenn man mit dem ganzen Thema Organspende momentan wirklich viel zu schreiben hätte….- aber die hasenfamilie zieht kurzfristig um 🙂 Wir freuen uns schon auf unser neues Zuhause, der kleine Paul kriegt dann auch sein eigenes Zimmer und einen Balkon zum chillen haben wir dann auch.

Wir fahren momentan schon die gepackten Kisten und kleine Möbel in den neuen Keller, dass wir am Umzugstag auch wirklich alles schaffen. Ich melde mich wieder, wenn ich den Überblick über die ganzen Kartons wieder gefunden habe 🙂

die hasenfrau

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Göttingen ist doch so weit weg

Wirklich? Ist Göttingen mit seinem Organspendeskandal wirklich so weit weg, nur weil die Stadt nicht in unserer Nachbarschaft liegt? Ich denke nicht. Das Thema ist allgegenwärtig- in den Medien, im Internet, zu Hause bei den Menschen. Durch das unethische und unmoralische Handeln einiger weniger Ärzte überlegen jetzt viele Menschen, ihren Organspendeausweis abzuschaffen oder sich eben keinen zu besorgen. Und das alles jetzt, jetzt wo die Politik reagiert und die Menschen vermehrt auf den Organmangel aufmerksam machen will, in der Hoffnung auf steigende Spenderzahlen. Ohne diesen Skandal wäre diese Mission vielleicht auch geglückt- aber jetzt? Was bedeutet das für uns?
Für mich als Ärztin bedeutet es Aufklärung zu leisten, mit den Betroffenen zu sprechen und Ängste zu nehmen- noch mehr als zuvor, in einer sowieso schon unsagbar schwierigen Situation. Es bedeutet, vielleicht öfter als vor diesem Ereignis auf Ablehnung und Unverständnis zu stoßen, obwohl man selbst nur ethisch und moralisch richtig handeln möchte. Es bedeutet, manche Menschen nicht retten zu können, weil das Misstrauen der anderen durch solche Skandale immer weiter wächst.
Für mich als Mama eines Kindes, das vielleicht in naher Zukunft auf ein Spenderorgan angewiesen sein könnte bedeutet es Angst. Die Ungewissheit über die gesundheitliche Zukunft unseres Sohnes ist schon zermürbend genug- allerdings habe ich immer an das Gute im Menschen geglaubt und da wir in unserer Familie auch alle zu einer Organspende bereit wären, war ich immer guter Dinge, dass auch Paulchen ein Organ bekommen kann, wenn er eines braucht. Aber jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher. Wer möchte schon im schwierigsten Moment seines Lebens den gerade verlorenen, geliebten Menschen in die Hände einer Berufsgruppe geben, in die man kein Vertrauen mehr hat? Kann ich das verstehen? Ja, ich kann. Ich wäre auch keinem böse, der sich dann doch gegen eine Organspende entscheidet, aber als Mutter eines Kindes, das vielleicht darauf angewiesen ist, macht mir das Angst. Leider weiß ich auch nicht, wie man diesen Vertrauensverlust auffangen kann. Persönlich  kann ich das in Gesprächen mit meiner Familie leisten- ihnen versichern, dass die Sache in Göttingen ein Einzelfall ist und wir in Deutschland ein sehr sicheres und vertrauenswürdiges System zur Organvergabe haben- aber ich kann auch verstehen, dass viele Menschen sich jetzt einfach “zur Sicherheit” gegen eine Organspenden entscheiden werden, da die wenigsten durch ihre Umstände dazu gezwungen sind, sich mit der Thematik eingehend zu beschäftigen.

Ihr dürft das nicht falsch verstehen- natürlich ist die Entscheidung für oder gegen eine Organspende eine sehr private und intime Sache und da darf und soll man sich nicht reinreden lassen- ich habe auch den größten Respekt vor jedem, der sich darüber Gedanken gemacht und eine Entscheidung getroffen hat- ganz egal, wie sie lautet. Hoffentlich führen die Ereignisse in Göttingen nicht einfach zu weiter sinkenden Spenderzahlen, sondern dazu, dass die Menschen über dieses wichtige Thema nachdenken und eine wohlüberlegte Entscheidung treffen- als Paulchens Mama kann ich mir das nur wünschen.

die hasenfrau

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Plitsch Platsch

Ich hatte euch doch noch Urlaubsfotos versprochen- hier sind die Bilder von Paulchens erstem Schwimmbadbesuch 🙂

 

vor dem Baden

erschöpft nach 10 Minuten im Wasser

Mama und Sohn gönnen sich ein Nickerchen

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