Erklärung

Hallo ihr Lieben!

Damit ihr euch nicht wundern müsst, dass es hier in den nächsten Tagen eher ruhig ist- auch wenn man mit dem ganzen Thema Organspende momentan wirklich viel zu schreiben hätte….- aber die hasenfamilie zieht kurzfristig um 🙂 Wir freuen uns schon auf unser neues Zuhause, der kleine Paul kriegt dann auch sein eigenes Zimmer und einen Balkon zum chillen haben wir dann auch.

Wir fahren momentan schon die gepackten Kisten und kleine Möbel in den neuen Keller, dass wir am Umzugstag auch wirklich alles schaffen. Ich melde mich wieder, wenn ich den Überblick über die ganzen Kartons wieder gefunden habe 🙂

die hasenfrau

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Göttingen ist doch so weit weg

Wirklich? Ist Göttingen mit seinem Organspendeskandal wirklich so weit weg, nur weil die Stadt nicht in unserer Nachbarschaft liegt? Ich denke nicht. Das Thema ist allgegenwärtig- in den Medien, im Internet, zu Hause bei den Menschen. Durch das unethische und unmoralische Handeln einiger weniger Ärzte überlegen jetzt viele Menschen, ihren Organspendeausweis abzuschaffen oder sich eben keinen zu besorgen. Und das alles jetzt, jetzt wo die Politik reagiert und die Menschen vermehrt auf den Organmangel aufmerksam machen will, in der Hoffnung auf steigende Spenderzahlen. Ohne diesen Skandal wäre diese Mission vielleicht auch geglückt- aber jetzt? Was bedeutet das für uns?
Für mich als Ärztin bedeutet es Aufklärung zu leisten, mit den Betroffenen zu sprechen und Ängste zu nehmen- noch mehr als zuvor, in einer sowieso schon unsagbar schwierigen Situation. Es bedeutet, vielleicht öfter als vor diesem Ereignis auf Ablehnung und Unverständnis zu stoßen, obwohl man selbst nur ethisch und moralisch richtig handeln möchte. Es bedeutet, manche Menschen nicht retten zu können, weil das Misstrauen der anderen durch solche Skandale immer weiter wächst.
Für mich als Mama eines Kindes, das vielleicht in naher Zukunft auf ein Spenderorgan angewiesen sein könnte bedeutet es Angst. Die Ungewissheit über die gesundheitliche Zukunft unseres Sohnes ist schon zermürbend genug- allerdings habe ich immer an das Gute im Menschen geglaubt und da wir in unserer Familie auch alle zu einer Organspende bereit wären, war ich immer guter Dinge, dass auch Paulchen ein Organ bekommen kann, wenn er eines braucht. Aber jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher. Wer möchte schon im schwierigsten Moment seines Lebens den gerade verlorenen, geliebten Menschen in die Hände einer Berufsgruppe geben, in die man kein Vertrauen mehr hat? Kann ich das verstehen? Ja, ich kann. Ich wäre auch keinem böse, der sich dann doch gegen eine Organspende entscheidet, aber als Mutter eines Kindes, das vielleicht darauf angewiesen ist, macht mir das Angst. Leider weiß ich auch nicht, wie man diesen Vertrauensverlust auffangen kann. Persönlich  kann ich das in Gesprächen mit meiner Familie leisten- ihnen versichern, dass die Sache in Göttingen ein Einzelfall ist und wir in Deutschland ein sehr sicheres und vertrauenswürdiges System zur Organvergabe haben- aber ich kann auch verstehen, dass viele Menschen sich jetzt einfach “zur Sicherheit” gegen eine Organspenden entscheiden werden, da die wenigsten durch ihre Umstände dazu gezwungen sind, sich mit der Thematik eingehend zu beschäftigen.

Ihr dürft das nicht falsch verstehen- natürlich ist die Entscheidung für oder gegen eine Organspende eine sehr private und intime Sache und da darf und soll man sich nicht reinreden lassen- ich habe auch den größten Respekt vor jedem, der sich darüber Gedanken gemacht und eine Entscheidung getroffen hat- ganz egal, wie sie lautet. Hoffentlich führen die Ereignisse in Göttingen nicht einfach zu weiter sinkenden Spenderzahlen, sondern dazu, dass die Menschen über dieses wichtige Thema nachdenken und eine wohlüberlegte Entscheidung treffen- als Paulchens Mama kann ich mir das nur wünschen.

die hasenfrau

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Plitsch Platsch

Ich hatte euch doch noch Urlaubsfotos versprochen- hier sind die Bilder von Paulchens erstem Schwimmbadbesuch 🙂

 

vor dem Baden

erschöpft nach 10 Minuten im Wasser

Mama und Sohn gönnen sich ein Nickerchen

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Urlaub vom Urlaub

Hallo ihr Lieben,

wir hoffen, Ihr hattet einen schönen Sommer- oder, wie in Ba-Wü, einen schönen Start in die Sommerferien. Wir sind nach knapp zwei Wochen Ferien bei Paulchens Oma, Opa und Tante jetzt auch wieder zurück an der schönen Ostsee- pünktlich zum Sommer-Sonnen-Wetter:)
Insgesamt war es ein wirklich schöner Urlaub. Ein bisschen stressig vielleicht, weil natürlich jeder Zeit mit uns/Paulchen verbringen wollte und auch, weil die Hochzeit von Paules Tante anstand, für die noch einiges organisiert werden musste. Der kleine Mann hat aber alles wirklich prima mitgemacht, zu Anfang war er ein wenig irritiert von den vielen fremden Menschen, die ihn alle auf den Arm nehmen wollten, aber am zweiten Tag hatte er sich schon an sie gewöhnt und in seiner charmanten Art mit allen geflirtet.
Wir wohnten alle bei Paules Tante, ihrem Mann und ihrem Söhnchen. Die beiden Jungs fanden sich abwechselnd total lustig bis absolut uninteressant. Manchmal konnte Paul sich gegen die grobmotorischen Angriffe seines Cousins nicht recht wehren und beschwerte sich lautstark- allerdings fand er dessen Spielsachen dann doch ziemlich interessant. Bei seinem Cousin durfte er auch schonmal im Hochstuhl Probe sitzen- und war stolz wie Oskar 🙂 Aber bis er darin sicher und gut sitzen kann, vergeht noch ein bisschen Zeit.
Zur Hochzeit seiner Tante und der gleichzeitigen Taufe seines Cousins war Paulchen sehr schick angezogen- mit Hemdchen und Schlips- was ihn aber nicht davon abhielt, am Abend sabbernd auf hasenpapa’s Brust einzuschlafen 🙂 Insgesamt war dieser Tag zwar sehr stressig, der hasenmann hat es aber gemeinsam mit Paule super gemeistert, da die hasenfrau als Trauzeugin zur freien Verfügung der braut stand und recht wenig zeit für ihre Männer hatte.

Als dann das große Fest vorbei war, gönnte sich die hasenfrau einen Tag im Tattoo-Studio, um den Namen des hasenkindes auf ihrem Bein zu verewigen- es ist noch nicht ganz abgeheilt, aber sieht super aus 🙂 An diesem Tag war es knapp 35 Grad heiß und das machte dem kleinen Mann schon ziemlich schwer zu schaffen- die Quittung kam auch prompt am folgenden Tag: schlecht geschlafen, maulig aufgewacht und Fieber :/ Das ging im Laufe des Tages auch ein bisschen runter, aber da wir gegen Abend schon wieder zurück nach Hause fahren wollten, waren wir natürlich verunsichert. Kurz vor der eigentlichen Abfahrt stieg das Fieber wieder, der Kleine spuckte seine ganze Milchmahlzeit wieder aus und sah garnicht gut aus- also hieß es Sachen packen, alle ins Auto, ab ins Krankenhaus. Dort schickten sie uns weiter zum kinderärztlichen Notdienst- der schaute sich Paule einmal kurz an, meinte “ist wohl ein viraler Infekt” und gab grünes Licht für die Heimfahrt. Da es Paule nach einem Zäpfchen auch wieder recht gut ging, hörten wir auf den Arzt und machten uns auf den Heimweg. Leider bekam der Kleine nochmals Fieber, konnte aber glücklicherweise fast die gesamten neun Stunden Fahrtzeit schlafen- trotzdem waren wir heilfroh, am frühen Morgen endlich wieder in unseren eigenen vier Wänden zu sein. Nach weiteren sechs Stunden Schlaf war dann auch endlich das Fieber weg und Paulchen ging es wieder besser- pünktlich zum wärmsten Tag des Jahres an der Ostsee. Der kleine Mann schwitze schrecklich und war damit garnicht glücklich, aber Gott sei Dank kühlte das Wetter ein bisschen ab und ist jetzt angenehm für das hasenkind und seine Eltern 🙂

So, das war unser Urlaubsbericht, vielleicht finden wir ja noch ein paar schöne Urlaubsbilder. Wir wünschen euch noch einen schönen Tag,

die hasenfamilie

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Sonnige Sommergrüße!

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We are going on a summer holiday!

Ja, ihr habt richtig gelesen- morgen Abend geht Paulchen auf seine erste große Reise nach Süddeutschland, seine Oma, Opa, Tante und Co. besuchen. Wir wünschen euch allen einen schönen Sommer mit hoffentlich viel Sonne, Eis und ganz wenig Sonnenbrand, bis bald,

die hasenfamilie

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Geduld, Geduld

Am Freitag rief uns früh morgens das Krankenhaus an- sie hatten wohl schon vor einiger Zeit eine Karte mit einer Terminänderung fürs Paulchens Kontrolluntersuchung geschickt. Eigentlich sollten wir ja am 13.7., also kommenden Freitag einen Termin haben, aber aus irgendwelchen Gründen wurden alle Termine dieses Tages eine Woche vorverlegt- leider kam die Karte mit der entsprechenden Meldung nie bei uns an und daher konnten wir natürlich auch nicht letzten Freitag im Krankenhaus auftauchen. Jetzt haben wir einen Termin für Mitte August bekommen- dadurch verschiebt sich natürlich auch der Termin für die Funktionsuntersuchung der Nieren nach hinten…. So langsam kann ich einfach nicht mehr geduldig und ruhig abwarten- ich  möchte endlich wissen, wie es um unseren Sohn steht. Wieder ein Monat länger ohne ein Ergebnis. Ich war so froh, dass wir vor unserem Urlaub nochmal in die Klinik kommen sollten, um einen weiteren Ultraschall zu machen- irgendwie hätte mich das beruhigt. Jetzt muss ich mich wieder gedulden- darin bin ich ja auch wahnsinnig gut *grml*

Die letzten Tage hier zu Hause waren leider auch nicht besonders nett. Der kleine Mann mag momentan einfach nicht alleine sein- also trage ich ihn den ganzen Tag mit mir herum, habe ihn neben mir auf dem Sofa liegen und komme so zu nichts. Aber sobald ich ihn in seinen Laufstall legen möchte, schreit er herzzerreissend. Und das auch ziemlich ausdauernd. Irgendwann kann ich ihn dann einfach nicht mehr weinen lassen- selbst wenn ich weiß, dass er eigentlich nichts haben kann, weil die Hose frisch gemacht ist und er gefüttert wurde. Also nehm ich ihn eben raus und dann ist auch alles wieder gut. Wahrscheinlich verwöhne ich ihn zu sehr, aber vielleicht gibt es auch manchmal Phasen, in denen die Kleinen eben nicht gut alleine sein können. Ich sage mir dann immer: “Das ist nur eine Phase, das geht vorbei”- aber auf Dauer ist es eben leider doch ziemlich anstrengend.

Ende der Woche fahren wir nach Süddeutschland zu meinen Eltern. Hoffentlich übersteht Paulchen die Fahrt und die ganzen Veränderungen gut- wir werden leider nicht viel Zeit zum Entspannen haben, da meine Schwester heiratet und wir noch einiges zu organisieren haben. Momentan wünsche ich mir manchmal wirklich meinen Unialltag zurück- da hatte ich Abends wenigstens das gute Gefühl, etwas geleistet zu haben….

eine etwas traurige hasenfrau

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Paulchen in Bewegung

Hallo ihr Lieben,

tut mir wirklich leid, dass ich es noch immer nicht geschafft habe, die Diagnoseerklärungen online zu stellen, aber ich muss sagen, ich hab grad ziemlich viel anderes zu tun. Meine Schwester heiratet in zwei Wochen und ich muss noch die Hochzeitszeitung fertig stellen, alles zehn Sekunden das hasenkind vom Bauch zurück auf den Rücken drehen und nebenbei das Jamie Oliver Kochbuch rauf und runter kochen. Ihr seht- einiges los hier. Aber eins nach dem anderen.
Das hasenkind dreht sich inzwischen alleine auf seinen Bauch, leider geht das noch nicht rückwärts, was bedeutet dass ich alle Nase lang mein auf dem Bauch liegendes, wimmerndes Baby zurück in eine angenehme Körperhaltung bringen muss- das nervt auf Dauer ziemlich, vor allem da er es besonders gerne macht wenn
a) gerade Essen auf dem Herd steht
b) jemand an der Tür klingelt
c) der hasenmann mich anruft oder
d) alles zusammen passiert

Aber ich liebe den kleinen Mann natürlich und daher komme ich jedes Mal wieder und drehe ihn auf den Rücken. Leider hindert ihn seine neue Bewegungsfreiheit auch an so manchem Schläfchen, da er sich in der Einschlafphase immer wieder hin und her wälzt und früher oder später doch wieder weinend auf dem Bauch landet. Also nicht viel Schlaf für das hasenkind tagsüber.  Dementsprechend sehen unsere Tage aus. Der hasenmann verkrümelt sich auf die Arbeit und macht sich damit keinen Stress…. Männer!
Erfreuliches gibt es aber auch zu berichten: mittags gibt es keine Flasche mehr, sondern nur noch Brei 🙂 Und das Beste: Mama’s selbst gekochter Brei schmeckt viel besser als der aus dem Gläschen *stolzbin*

Und trotz all der Fortschritte, die Paule so macht, mache ich mir doch immer wieder Sorgen um seinen Gesundheitszustand: manchmal überlege ich, wie ich denn bemerken soll, ob der kleine Mann nicht doch einen Harnwegsinfekt ausbrütet…. Er bekommt zwar seine Prophylaxe, aber sagen dass es beim pullern brennt kann er ja nicht. An manchen Tagen hat er auch mal erhöhte Temperatur, aber das kann ja auch am Zahnen liegen- manchmal schreit er  ohne Grund, aber vielleicht hatte er da grad nen schlechten Traum oder es zwickt grad was anderes? Wenn ich eine andere Mama wäre, und meinen Paule sehen würde, würde ich wahrscheinlich nie auf die Idee kommen, dass dieses Kind vielleicht grad nen Harnwegsinfekt hat, aber ich bin in der Hinsicht eben ziemlich vorsichtig und weiß, wie sehr wir auf seine Nierchen aufpassen müssen. Jedenfalls mach ich ab und an nen Urinstix (Papierstreifen, den man in den Urin hält und der die ersten Entzündungszeichen im Urin erkennt), aber der ist im Windelmilieu natürlich auch nicht sehr aussagekräftig- aber wenn der nicht gut aussieht und der kleine Mann dazu noch erhöhte Temperatur hat, geh ich in die Klinik- das ist mein momentaner Kompromiss.

Am 13.7. haben wir auch den nächsten Kontrolltermin. Hoffentlich hat sich alles weiter gut entwickelt und wir bekommen endlich den Szinti-Termin. Ich möchte schon gern wissen, wie sehr diese blöde Klappe die Nieren geschädigt hat und was so in den nächsten Jahren auf uns zukommt- außerdem braucht man ja auch endlich mal ein handfestes Ergebnis um den Verlauf über die Jahre zu vergleichen. Er tut mir nur so leid, der kleine Kämpfer- schon wieder Krankenhaus, schon wieder pieksen und schon wieder Medikamentendröhnung. Ich würd ihm das so gerne abnehmen. Warum ist mein Baby krank? Warum sind Babies überhaupt krank? Aber darüber darf ich nicht nachdenken, sonst werd ich noch ganz traurig. Und alles in allem hatten wir ja noch Glück- man hat früh genug erkannt, das Paulchen ein Problem hat und behandelt es jetzt- es wird schon alles gut werden, das ist unsere Devise!

So, jetzt schau ich mir noch an, wer Europameister wird und dann genieße ich meinen Nachtschlaf, den ich dank des hasenmanns (er kann jetzt auch Flaschen machen und füttern) und des hasenkindes (er schläft im Schnitt 10 Stunden durch) jetzt wieder zurück habe 🙂

In diesem Sinne wünsche ich euch noch nen schönen Abend, man liest sich,

die hasenfrau

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3/3

Gestern waren wir mal wieder beim Kinderarzt. Es stand der dritte Impftermin an und wie jedes Mal die bange Frage, ob Paulchen auch genügend zugenommen hat. Die Impfungen waren dieses Mal wohl besonders schlimm, jedenfalls war er garnicht wieder zu beruhigen- aber immerhin hat er jetzt bis zu seinem ersten Geburtstag Pause mit impfen.
Auf die Waage brachte er 5780g und inzwischen ist er stolze 66cm lang 🙂 Die Länge ist super- vielleicht wird er ja mal Basketballer, groß genug wird er bestimmt- Mama und Papa sind ja auch eher hoch gewachsen. Was uns noch immer ein wenig Sorgen macht ist sein Gewicht. Er liegt unter der 3. Perzentile, d.h. dass 97% aller Kinder in seinem Alter bei seiner Größe schwerer sind als er. Leider fällt er damit auch ziemlich deutlich aus dem Normbereich. Schon im Krankenhaus wurde uns gesagt, dass Nierenkinder schlecht wachsen und zunehmen- nur verstehe ich nicht, dass Paule mit dem Wachsen keine Probleme hat, dafür umso mehr mit dem Zunehmen. Inzwischen bekommt er auch die Flasche- ich war mir am Ende einfach viel zu unsicher, ob er wirklich genug an der Brust trinkt und vor dem Hintergrund seines extremen Untergewichts habe ich mich dann doch schweren Herzens für die Flaschenfütterung entschieden. Seit einigen Tagen versuchen wir uns auch am Brei essen- das ist dem kleinen Mann aber noch sehr ungeheuerlich. Vor allem Karotte muss scheußlich schmecken :/ Kürbis und Kartoffel hingegen scheint genießbar. Die Kinderärztin meinte außerdem, er solle mit 5 Mahlzeiten klar kommen- wenn ich mir die Portionen anschaue, die Paule so isst, bin ich mir da aber noch nicht so sicher. Seit zwei Tagen wecken wir ihn nicht mehr um Mitternacht für seine sechste Flasche auf- er schläft dann von 21 Uhr bis 7 Uhr am nächsten Morgen. In einer Woche werd ich mir nochmal sein Gewicht anschauen und wenn er bis dahin nicht genug zugenommen hat, müssen wir wohl oder übel die sechste Flasche wieder einführen.
Ansonsten gibt es gute Nachrichten: das neue Medikament verträgt er wirklich super! Beim letzten Klinikbesuch bekamen wir ja Nifurantin zur Prophylaxe verschrieben, leider vertrug das der kleine Mann überhaupt nicht. Nach dem Fläschchen mit dem Zeugs drin kam alles wieder raus- im Schwall und ziemlich heftig. Paule war jedes Mal danach total erschöpft…. Seit einiger Zeit bekommen wir jetzt Cotrim, welches er wirklich super verträgt und dank dem Antibiotika-Schutz darf er auch mal kurz ins Planschbecken- was wäre denn auch ein Sommer ohne planschen?

In diesem Sinne wünschen wir euch einen hoffentlich nicht allzu verregneten Sommertag,

die hasenfrau

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Teil eins von…. vielen?

Ich hatte beim letzten Post ja so einige Veränderungen hier versprochen- leider muss ich sagen, dass es selbst für eine angehende Ärztin ziemlich schwierig ist, mehr als drei fundierte Sätze zum Thema Urethralklappe zu finden… Und da ich nichts falsches erzählen oder einfach einen Wikipedia-Artikel kopieren möchte, muss ich mich erstmal in einige Urologiebücher einlesen um diesen Teil meines Versprechens einlösen zu können.

Allerdings habe ich auch schon heute ein bisschen was mitgebracht:
es wird eine neue Seite mit Links geben- nennt sich “Lesenswert”. Dort findet ihr alle Quellen, die ich als Mama mit einem nierenkranken Kind wichtig und interessant finde, aber auch tolle Blogs oder einfach schöne Seiten zu Kind und Kegel. Die blogroll auf der Home-Seite bleibt natürlich erhalten- sie wird die Blogs zeigen, die wir gerade regelmäßig verfolgen.
Um der neuen Seite den Einstieg zu erleichtern, stelle ich euch mal die ersten Vertreter darauf vor:

Medizin für Kids: Eine sehr schöne Seite, die Kinder einfach und verständlich in die Welt der Medizin einführen soll- sicherlich hilfreich für größere Kinder, aber auch toll zum Nachschauen für Eltern.

Rehakids: Ein Forum für besondere Kinder und deren Eltern. Es richtet sich an Eltern von Kindern mit körperlichen Beeinträchtigungen, Fehlbildungen oder geistigen Behinderungen. Sehr nette Menschen dort und selbst wenn man sich nicht aktiv beteiligt, hat das Forum so viele Mitglieder, dass man in den älteren Beiträgen oftmals Antworten zu seinen Fragen findet- und falls nicht, einfach anmelden und schreiben 🙂

Honest Toddler: Seit einiger Zeit meine absolute Lieblingsseite 🙂 Leider nur auf englisch, aber einfach großartig. Hier beschreibt ein Toddler, also ein Kleinkind (wohl eher Mama oder Papa :)) seine Sicht der Dinge. Jeder Post brilliant und mit ein paar Englischkenntnissen ist euch ein Schmunzeln beim Lesen garantiert.

Kinderdoc: Wer kennt ihn nicht? Inzwischen bin ich auch schon jahrelang treue Leserin und finde es noch immer amüsant- weiter so!

Frl. Krise: So hätten wir uns in der Schule unsere Lehrerinnen gewünscht! Sehr unterhaltsames Blog zum täglichen Wahnsinn in deutschen Schulen.

DaWanda: Tolle Seite auf der Suche nach ausgefallenen Geschenken, schönen Kinderkleidern oder einfach nur zum Stöbern bei einer Tasse Tee 🙂

Einiges war euch sicherlich nicht neu, aber vielleicht konnte ich ja doch das eine oder andere Lesenswerte beisteuern 🙂

die hasenfrau

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