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Urlaub vom Urlaub

Hallo ihr Lieben,

wir hoffen, Ihr hattet einen schönen Sommer- oder, wie in Ba-Wü, einen schönen Start in die Sommerferien. Wir sind nach knapp zwei Wochen Ferien bei Paulchens Oma, Opa und Tante jetzt auch wieder zurück an der schönen Ostsee- pünktlich zum Sommer-Sonnen-Wetter:)
Insgesamt war es ein wirklich schöner Urlaub. Ein bisschen stressig vielleicht, weil natürlich jeder Zeit mit uns/Paulchen verbringen wollte und auch, weil die Hochzeit von Paules Tante anstand, für die noch einiges organisiert werden musste. Der kleine Mann hat aber alles wirklich prima mitgemacht, zu Anfang war er ein wenig irritiert von den vielen fremden Menschen, die ihn alle auf den Arm nehmen wollten, aber am zweiten Tag hatte er sich schon an sie gewöhnt und in seiner charmanten Art mit allen geflirtet.
Wir wohnten alle bei Paules Tante, ihrem Mann und ihrem Söhnchen. Die beiden Jungs fanden sich abwechselnd total lustig bis absolut uninteressant. Manchmal konnte Paul sich gegen die grobmotorischen Angriffe seines Cousins nicht recht wehren und beschwerte sich lautstark- allerdings fand er dessen Spielsachen dann doch ziemlich interessant. Bei seinem Cousin durfte er auch schonmal im Hochstuhl Probe sitzen- und war stolz wie Oskar 🙂 Aber bis er darin sicher und gut sitzen kann, vergeht noch ein bisschen Zeit.
Zur Hochzeit seiner Tante und der gleichzeitigen Taufe seines Cousins war Paulchen sehr schick angezogen- mit Hemdchen und Schlips- was ihn aber nicht davon abhielt, am Abend sabbernd auf hasenpapa’s Brust einzuschlafen 🙂 Insgesamt war dieser Tag zwar sehr stressig, der hasenmann hat es aber gemeinsam mit Paule super gemeistert, da die hasenfrau als Trauzeugin zur freien Verfügung der braut stand und recht wenig zeit für ihre Männer hatte.

Als dann das große Fest vorbei war, gönnte sich die hasenfrau einen Tag im Tattoo-Studio, um den Namen des hasenkindes auf ihrem Bein zu verewigen- es ist noch nicht ganz abgeheilt, aber sieht super aus 🙂 An diesem Tag war es knapp 35 Grad heiß und das machte dem kleinen Mann schon ziemlich schwer zu schaffen- die Quittung kam auch prompt am folgenden Tag: schlecht geschlafen, maulig aufgewacht und Fieber :/ Das ging im Laufe des Tages auch ein bisschen runter, aber da wir gegen Abend schon wieder zurück nach Hause fahren wollten, waren wir natürlich verunsichert. Kurz vor der eigentlichen Abfahrt stieg das Fieber wieder, der Kleine spuckte seine ganze Milchmahlzeit wieder aus und sah garnicht gut aus- also hieß es Sachen packen, alle ins Auto, ab ins Krankenhaus. Dort schickten sie uns weiter zum kinderärztlichen Notdienst- der schaute sich Paule einmal kurz an, meinte “ist wohl ein viraler Infekt” und gab grünes Licht für die Heimfahrt. Da es Paule nach einem Zäpfchen auch wieder recht gut ging, hörten wir auf den Arzt und machten uns auf den Heimweg. Leider bekam der Kleine nochmals Fieber, konnte aber glücklicherweise fast die gesamten neun Stunden Fahrtzeit schlafen- trotzdem waren wir heilfroh, am frühen Morgen endlich wieder in unseren eigenen vier Wänden zu sein. Nach weiteren sechs Stunden Schlaf war dann auch endlich das Fieber weg und Paulchen ging es wieder besser- pünktlich zum wärmsten Tag des Jahres an der Ostsee. Der kleine Mann schwitze schrecklich und war damit garnicht glücklich, aber Gott sei Dank kühlte das Wetter ein bisschen ab und ist jetzt angenehm für das hasenkind und seine Eltern 🙂

So, das war unser Urlaubsbericht, vielleicht finden wir ja noch ein paar schöne Urlaubsbilder. Wir wünschen euch noch einen schönen Tag,

die hasenfamilie

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Geduld, Geduld

Am Freitag rief uns früh morgens das Krankenhaus an- sie hatten wohl schon vor einiger Zeit eine Karte mit einer Terminänderung fürs Paulchens Kontrolluntersuchung geschickt. Eigentlich sollten wir ja am 13.7., also kommenden Freitag einen Termin haben, aber aus irgendwelchen Gründen wurden alle Termine dieses Tages eine Woche vorverlegt- leider kam die Karte mit der entsprechenden Meldung nie bei uns an und daher konnten wir natürlich auch nicht letzten Freitag im Krankenhaus auftauchen. Jetzt haben wir einen Termin für Mitte August bekommen- dadurch verschiebt sich natürlich auch der Termin für die Funktionsuntersuchung der Nieren nach hinten…. So langsam kann ich einfach nicht mehr geduldig und ruhig abwarten- ich  möchte endlich wissen, wie es um unseren Sohn steht. Wieder ein Monat länger ohne ein Ergebnis. Ich war so froh, dass wir vor unserem Urlaub nochmal in die Klinik kommen sollten, um einen weiteren Ultraschall zu machen- irgendwie hätte mich das beruhigt. Jetzt muss ich mich wieder gedulden- darin bin ich ja auch wahnsinnig gut *grml*

Die letzten Tage hier zu Hause waren leider auch nicht besonders nett. Der kleine Mann mag momentan einfach nicht alleine sein- also trage ich ihn den ganzen Tag mit mir herum, habe ihn neben mir auf dem Sofa liegen und komme so zu nichts. Aber sobald ich ihn in seinen Laufstall legen möchte, schreit er herzzerreissend. Und das auch ziemlich ausdauernd. Irgendwann kann ich ihn dann einfach nicht mehr weinen lassen- selbst wenn ich weiß, dass er eigentlich nichts haben kann, weil die Hose frisch gemacht ist und er gefüttert wurde. Also nehm ich ihn eben raus und dann ist auch alles wieder gut. Wahrscheinlich verwöhne ich ihn zu sehr, aber vielleicht gibt es auch manchmal Phasen, in denen die Kleinen eben nicht gut alleine sein können. Ich sage mir dann immer: “Das ist nur eine Phase, das geht vorbei”- aber auf Dauer ist es eben leider doch ziemlich anstrengend.

Ende der Woche fahren wir nach Süddeutschland zu meinen Eltern. Hoffentlich übersteht Paulchen die Fahrt und die ganzen Veränderungen gut- wir werden leider nicht viel Zeit zum Entspannen haben, da meine Schwester heiratet und wir noch einiges zu organisieren haben. Momentan wünsche ich mir manchmal wirklich meinen Unialltag zurück- da hatte ich Abends wenigstens das gute Gefühl, etwas geleistet zu haben….

eine etwas traurige hasenfrau

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Morgen kommt’s drauf an

Morgen ist es also soweit: das kleine hasenkind geht zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder zur Ultraschallkontrolle ins Krankenhaus. Die hasenfrau und der hasenmann sind ganz schön aufgeregt deswegen- hoffentlich bekommen wir keine schlechten Nachrichten, jetzt wo sich das Familienleben zu Hause so schön eingespielt hat….

Seit zwei Tagen sind Paulchens Urgroßeltern zu Besuch. Denen musste ich gestern Abend erstmal sehr anschaulich und mit vielen Bildern aus dem Prometheus erklären, was ihr kleiner Urenkel denn eigentlich hat. Dabei ist es mir auch nochmal richtig bewusst geworden. Im Alltag verdrängt man das gerne, da man ja ein munteres und augenscheinlich gesundes Kind vor sich sieht- aber als ich gestern nochmal den Arztbrief gelesen und meinen Großeltern den Sachverhalt erklärt habe, wurde mir wieder schlagartig bewusst, dass mein Paulchen eben doch kein gesundes Kind ist. Natürlich wollten die Großeltern auch wissen, was das denn nun für ihn bedeutet und wie seine Prognose aussieht- es ist wirklich nicht schön, wenn man erklären muss, dass das eigene Kind vielleicht nur 30 Jahre alt wird und wenn es schlecht läuft bis dahin noch viele Operationen und Krankenhausaufenthalte vor sich hat…

Hoffentlich können wir heute Nacht gut schlafen- der hasenmann wird nach dem heutigen Vatertagsausflug damit eher keine Probleme mehr haben 😉 – und ich glaube einfach ganz fest daran, dass man einer Mama an ihrem Geburtstag keine schlechten Nachrichten überbringen darf 🙂

Also drückt uns die Daumen, ich werde berichten

die hasenfrau

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Zu viel Besuch für den kleinen Paul

In der letzten Zeit ist für unseren kleinen Mann alles ein bisschen zu viel.
Erst die Woche Besuch von den Großeltern- das war zwar schön, aber mit einem Säugling lässt sich eben doch nicht alles so entspannt gestalten wie sonst. Und für Paulchen selbst war es auch ziemlich stressig: rein ins Bettchen, raus aus dem Bettchen, rein in die Babyschale, rein ins Auto, raus aus dem Auto, anziehen, ausziehen und, und, und…. Da war nicht mehr viel von seinem gewohnten Tagesablauf übrig. Gleich im Anschluss kam meine Schwester mit Mann und kleinem Sohn. Das ist etwas entspannter auf der einen Seite, weil wir nicht so viel unternehmen- aber andererseits ist es in unserer Wohnung mit zwei kleinen, oftmals abwechselnd oder gleichzeitig weinenden Jungs einfach zu eng. Wenn der eine grade ruhig ist, heult der andere- und die Situation ist so überladen, dass keiner von beiden schlafen kann…. Aber es ist trotzdem schön, die drei um sich zu haben 🙂

Den schlimmsten Besuch macht uns aber leider schon seit Tagen das Bauchweh-Monster. Es hat sich in Paulchens Bauch häuslich eingerichtet- der ist jetzt ganz dick und gebläht von dem dummen Ding. Jedes Mal wenn der kleine Mann schlafen will, wacht das Bauchweh-Monster auf und macht ordentlich Rabatz… also ist auch für Paulchen nicht an Schlaf zu denken. Wenn die müden Augen dann doch mal gewonnen haben, regt sich das Bauchweh-Monster so sehr darüber auf, dass man sogar noch im anderen Zimmer das böse Gegrummel hören kann. Sollte das den kleinen Paul noch immer nicht aufgeweckt haben, geht das Monster zur nächsten Phase über- es lässt richtig die Hose knattern. Das tut weh und ist zudem auch noch nicht angenehm- davon wird Paulchen dann auch sicher wieder wach. Also Windel wechseln, auf den Arm nehmen und versuchen zu schlafen- nur damit das Bauchweh-Monster wieder von vorne anfangen kann mit seinen Spielchen :/
Eingeladen hat den unangenehmen Zeitgenossen sein Kumpel, das giftig-rote Antibiotikum mit Erdbeergeschmack. Das mag Paul zwar sehr gerne, wenn er aber wüsste, dass das klebrig süße Zeug mit dem Monster Hand in Hand arbeitet, würde er es auch nicht mehr nehmen wollen…. wir hoffen einfach auf die Kontrastmitteluntersuchung. Wenn die nämlich zeigt, dass es keinen Rückfluss von der Blase in die Nieren gibt, muss er das Antibiotikum nur noch nehmen, bis er ein halbes Jahr alt ist. Das ist leider auch noch eine lange Zeit, aber immerhin absehbar.

Am Donnerstag haben wir einen Termin bei unserer neuen Kinderärztin, vielleicht hat sie ja noch einen schlauen Einfall, wie wir die blöden Bauchschmerzen losbekommen oder wenigstens ein bisschen erträglicher machen können (wenn ihr noch schlaue Ideen habt, immer her damit :)) Am Freitag steht dann wieder die Kontrolle in der Klinik an- hoffentlich mit ähnlich guten Nachrichten wie beim letzten Mal.

eine leicht gestresste hasenfrau

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Bilanz

… nach einer Woche (Groß)Elternbesuch:

das hasenkind ist doch kleiner, als alle dachten
– es weint nicht nur bei seinen Eltern
– es weint auch bei seinen Eltern
– eine ganze Woche ohne Mittagsschlaf ist für die haseneltern ziemlich anstrengend
das hasenkind steht auf Mittelalterrock
– die Oma sieht im hasenkind den hasenmann
– der Opa sagt, er schaut keinem von uns ähnlich (besser wärs aber…)
– zwei Stunden Kino ohne Kind kann die hasenfrau noch nicht wirklich genießen- die Sehnsucht ist zu groß 🙂

Heute Vormittag haben wir die Großeltern dann zum Bahnhof gebracht, nur um heute Nachmittag meine Schwester mit Mann und Kind abzuholen. Gegen Paulchen ist mein Neffe wirklich ein Riese- obwohl er auch erst fünf Monate alt ist. Seine Tante hat sich auch gleich in unseren kleinen Mann verliebt und wollte ihn garnicht mehr hergeben. Jetzt läuft die Waschmaschine und summt Paule in den Schlaf- war ein ziemlich anstrengender Tag für ihn heute. Für uns auch- denn so schön Familienbesuch auch ist, so anstrengend kann er auch sein….

die hasenfrau

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Gute Nachrichten für ein wunderschönes Wochenende

Gestern war es wieder soweit: die wöchentliche Kontrolle im Krankenhaus stand an. Also machten wir uns früh morgens auf den Weg. In der Klinik angekommen, wollten wir am liebsten gleich wieder gehen- es war eben ein typischer Freitag Morgen: jedes Kind, bei dem sich der Kinderarzt nicht ganz sicher war, stand jetzt mit seiner ganzen Familie und einem Einweisungsschein an der Anmeldung. Was an sich ja nicht schlimm gewesen wäre, wenn nicht zwei ganz neue, ungelernte Kräfte hinter dieser Anmeldung gesessen hätten. Also war warten angesagt- ganze 20 Minuten, bis wir uns überhaupt erst anmelden konnten. Im Nachhinein auch kein Problem, denn leider war in der Nacht ein schwer krankes Baby geboren worden und der Oberarzt konnte nicht weg von der Station. Also konnten wir noch in aller Ruhe im Stillzimmer stillen und mit einem satten und halbwegs zufriedenen Kind zum Ultraschall gehen. Das Ergebnis gab Anlass zur Freude: die Harnleiter sind zwar noch immer sehr weit (von ehemals 8mm auf 7mm Durchmesser), haben aber eine gute Peristaltik- das heißt, die Muskulatur in den Harnleitern arbeitet gut und transportiert den Urin immer schön von der Niere in Richtung Harnblase- so soll es sein 🙂 Das wirklich Schöne ist aber, dass die Nierenbeckenerweiterung auf beiden Seiten zurückgegangen ist. Ehemals waren wir bei guten 8mm auf beiden Seiten und gestern waren es nur noch 6mm auf beiden Seiten. Außerdem wachsen die Nieren gut, was bedeutet, dass es jetzt prozentual mehr Nierengewebe als aufgestautes Nierenbecken gibt. Der Oberarzt war sehr zufrieden- um die Kontrastmitteluntersuchung werden wir wohl trotzdem nicht rumkommen, aber gestern wurde die leise Vermutung geäußert, dass wir vielleicht doch keine Nierenbeckenplastik brauchen- also keine OP mehr! Wenn das mal keine guten Nachrichten sind 😀 So gut, dass wir jetzt nur noch alle zwei Wochen zur Kontrolle kommen müssen- wir freuen uns so!

Mit diesen guten Ergebnissen im Gepäck gingen wir im Anschluss auf die Neonatologie, den versprochenen Besuch machen. Eigentlich dachten wir, dass die Stimmung wegen des schwer kranken Neugeborenen nicht sehr gut sei- aber alle haben sich wirklich gefreut, uns wieder zu sehen. Der Kleine war noch wach und so wurde er gleich von unserer Lieblingsschwester auf den Arm genommen und geknuddelt- sie kam aus dem Schwärmen nicht mehr raus 🙂 Ich konnte meine Muffins und Cookies abgeben und eine schöne Dankeskarte mit Foto von Paulchen hatten wir auch noch dabei. Trotz der vielen Arbeit hatten wir wirklich das Gefühl, dass die Damen sich über unseren Besuch sehr gefreut haben- wir verabschiedeten uns mit dem Versprechen, bald mal wieder vorbei zu schauen. Insgesamt war es nach dem anfänglichen Stress doch ein sehr schöner Vormittag im Klinikum 🙂

Heute kommen Paul-Benetts Großeltern aus Süddeutschland. Ich freu mich schon auf sie und sie können es garnicht erwarten, ihren zweiten Enkel auch endlich live und in Farbe zu sehen. Deshalb muss ich jetzt noch kurz durch die Wohnung wischen und aufräumen, der kleine Mann bekommt sicherlich auch gleich wieder Hunger…

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, genießt die Sonne und den Hauch von Frühling

eine sehr glückliche hasenfrau

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Unbeschreiblich

Erstmal vielen lieben Dank euch da draußen für eure lieben Glückwünsche und gedrückten Daumen! Wir haben uns sehr über jeden neuen Besucher und Kommentar hier gefreut.

Jetzt hat sich alles ein bisschen eingespielt und ich hab auch wieder Zeit, euch auf dem Laufenden zu halten. Die harten Fakten zu Paul kennt ihr ja jetzt schon- aber ihr könnt euch nicht vorstellen, wie süß er ist! Er ist zwar klein und zart, aber es sieht alles so perfekt aus- es passt einfach alles zusammen!

Aber eins nach dem anderen: eigentlich sollte ich am Donnerstag ja schon wieder entlassen werden, weil meine beiden Einleitungen am Montag und Mittwoch keinerlei Wirkung gezeigt hatten. Mental war ich schon in meinem Wohnzimmer, mit dem Hund auf dem Sofa kuschelnd. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag überlegte es sich der junge Mann dann aber doch anders und es ging langsam los. Nach sechs Stunden Wehen ohne viel Wirkung bekam ich dann einen Wehentropf- der hatte auch sofort durchschlagenden Erfolg. Ich war schon von den beiden Einleitungen davor so erschöpft, dann noch die sechs Stunden Wehen und der Wehentropf- irgendwann hab ich dann nur noch um eine PDA (Schmerzmittel, die mit einem Katheter direkt in Rückenmarksnähe gespritzt werden) gebettelt. Die hab ich dann auch bekommen und 2,5 Stunden später hatte ich unseren kleinen Paul im Arm. Er war ziemlich blass und das Atmen ging auch noch nicht so richtig gut- aber immerhin durften wir erstmal noch ne Stunde kuscheln, bevor die Kinderärzte und Kinderchirurgen vorbei kamen und den ersten Ultraschall seiner Nieren machten. Der Kinderchirurg gab erstmal Entwarnung- es hat sich nicht wirklich verschlechtert und sei noch nicht im kritischen Bereich, weswegen die Blasenspiegelung auf Dienstag angesetzt wurde. Trotzdem nahmen die Neonatologen ihn mit auf ihre Station. Und so war die erste Stunde mit unserem Kind auch schon vorbei. Die Zeit danach fand ich garnicht so schlimm, ich wurde auf die Wöchnerinnenstation gebracht, war alleine in meinem Zimmer und durfte erstmal entspannen. Dank der geballten Ladung Glückshormone konnte ich auch tatsächlich ein Stündchen entspannen und einschlafen, der hasenmann fuhr auch kurz nach Hause und als er dann abends wieder kam, stand der erste Besuch bei unserem Sohnemann auf der Neonatologie an. Zwischenzeitlich hatte ich den bericht bekommen, dass er bei Ankunft auf der Station erstmal ordentlich gepullert hatte, also waren wir fürs Erste beruhigt. In seinem Zimmerchen angekommen, hörte ich aber schon das vertraute Blubbern eines CPAPs- er hatte also zur Unterstützung seiner eigenen Atmung eine Atemhilfe bekommen, die seine Lungenbläschen offen hält und ihm das Atmen erleichtert. Zusätzlich gabs auch noch gleich ne Magensonde und ein Wärmebett. Als ich ihn so da liegen sah, musste ich fast heulen- natürlich weiß ich, dass weder die Atemunterstützung, noch die Sonde oder das Wärmebett wirklich Anlass zur Sorge geben- aber er hatte einfach keinen so schwachen Eindruck auf mich gemacht…… Wir blieben dann auch nur kurz, brachten ihm seinen Schutzengel und sein Schmusetuch und sagten Gute Nacht. Die Stimmung nach diesem Besuch war sehr komisch, der hasenmann war sehr geschockt, seinen kleinen Mann mit so vielen Schläuchen zu sehen und ich konnte ihn in dem Moment auch nicht wirklich trösten, ich hatte genug mit mir selbst zu tun.
Wieder auf meiner Station angekommen, gings ans Abpumpen, was auch gleich super geklappt hat. Danach hab ich den hasenmann endgültig nach Hause geschickt und bin selbst nur noch total erschöpft ins Bett gefallen.

10.02.2012

Als wir Paulchen an diesem Morgen besuchten, sahen wir ein ganz anderes Kind als noch am Abend zuvor. Auf Atemunterstützung hatte er keine Lust mehr, die hatte er sich im Laufe der Nacht immer wieder abgebaut und auch die Magensonde war nicht sein Geschmack- die wurde durchgekaut. Also lag er total friedlich in seinem Wärmebettchen, mit Schutzengel und Schmusetuch ausgerüstet und war nur noch am Monitor und zwei Infusiomaten angeschlossen. So sah er gleich viel weniger schwach und erschreckend aus. Wir durften dann auch gleich einen Stillversuch machen, der auch ziemlich gut geklappt hat- der Rest wurde in einem großen Schluck aus der Flasche genommen 🙂  Ich durfte gleich die komplette Pflegerunde bei ihm machen und von da an kam ich alle drei Stunden zum wickeln und stillen. Am Nachmittag kamen die Großeltern mit den Urgroßeltern von Paul zu Besuch, um den kleinen Mann zu begutachten. Sie waren alle total entzückt und gleichzeitig erstaunt, wie klein er doch wirklich ist. Abends kamen noch zwei meiner Kommilitonen vorbei, die bekamen Paul aber nur auf Fotos zu sehen. Insgesamt war es ein sehr schöner Tag mit ganz vielen normalen Abläufen, wie stillen und wickeln- das hat uns wirklich viel geholfen.

11.02.2012

Heute stillen wir schon 20 Gramm pro Mahlzeit und der kleine Mann macht es einfach super. Er ist zwar etwas schläfrig, aber das steht ihm bei der Stillerei ja auch zu. Jetzt hoffen wir, dass er nicht noch eine Neugeborenengelbsucht bekommt und unter die Fotolampe muss, denn grade klappt es so gut mit dem Stillen. Atemunterstützung wurde heute auch offiziell abgebaut, eine Infusion ist auch schon raus und pullern tut er noch immer. Jetzt hoffen wir natürlich, dass das bis Dienstag alles so super bleibt und die bei der Blasenspiegelung auch wirklich Klappen finden und sie weglasern- dann dürften wir nämlich auch schon ziemlich bald nach Hause 🙂

So, ganz schön viel geworden- aber jetzt seid ihr auf dem neuesten Stand. ich geh jetzt mal wieder Paulchen füttern, einen schönen Abend wünscht euch

eine glückliche hasenfamilie

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Glück

Manchmal hat das Glück einen Namen:
Paul-Benett, geboren am 09.02.2012 um 11:39 Uhr
2540g, 47 cm.

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we are family

So kleiner Paul, jetzt kannst du kommen 🙂
Am Freitag war also unser großer Tag und es war wunderschön. Der kleine Mann hat auch seinen Senf dazu gegeben und kräftig Beifall gestrampelt nachdem wir die Ringe getauscht hatten. Trotz der Sorgen um ihn hatten wir einen tollen Tag mit unserer Familie und unseren Freunden und ganz vielen kleinen Überraschungen. Jetzt sind wir also unsere eigene kleine Familie und ich kann endlich das Stammbuch der Familie in meine Kliniktasche packen 🙂

Ein kleines Update zu Paule:
Wir treffen uns am Dienstag Nachmittag mit dem Chefarzt der Kinderchirurgie. Am Tag der Fetalkonferenz war er auf Geschäftsreise und wieder in der Klinik angekommen, konnte er überhaupt nicht verstehen, warum kein Kinderchirurg  dort anwesend war und warum man uns so zwischen Tür und Angel abgespeist hatte. Jedenfalls konnte er sich noch sehr gut an mich erinnern und hat versprochen, sich nochmals mit den Gynäkologen und Neonatologen zu unterhalten und bot uns dann einen Termin zu einem persönlichen Gespräch mit ihm an. Er sei dann auch für alles Weitere unser Ansprechpartner. Da fiel uns schon ein riesiger Stein vom Herzen, wenigstens wissen wir dann, an wen wir uns bei Fragen und Problemen wenden können und vielleicht erfahren wir dann ja auch endlich, was nach der Geburt so auf uns zukommt.
Vormittags hab ich noch nen normalen Vorsorgetermin bei meiner Gynäkologin, sie hat schon einen abschließenden Befund von der Klinik geschickt bekommen- da werd ich dann mal einen Blick drauf werfen. Hoffen wir also auf ein bisschen mehr Klarheit ab Dienstag.

P.S.: Werft mal nen Blick auf die Blogroll, wir begrüßen neonatalie ganz herzlich als ersten Link!

die hasenfrau

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Ein kleiner Schutzengel für Paul

Das kam heute mit der Post:

“Er ist an deiner Seite, du kannst ihn nicht sehen.
Er hört dir zu und kann dich verstehen.
Bist du mutlos und traurig steht er dir bei,
ganz still und leise, denn Engel sind frei!
Hab’ keine Angst und hab Vertrauen,
auf Engel kannst du immer bauen.
Er wird immer bei dir sein und du bist niemals mehr allein.
Und wenn du ihn siehst, in deinen Träumen bei Nacht
denk immer daran: Er gibt auf dich Acht!” 

Paulchen, das ist dein ganz eigener kleiner Schutzengel von deiner Tante, deinem Onkel und deinem kleinen Cousin. Den nehmen wir ab jetzt immer mit, damit er auch wirklich gut auf dich aufpassen kann! Für morgen können wir alle Schutzengel und guten Gedanken gebrauchen, die wir bekommen können.

Heute war aber ein eher bescheidener Tag. Der Vorsorgetermin bei der Frauenärztin fand nicht wirklich statt, da sie krank ist und die Vertretung die Befunde anschauen sollte. Leider war diese mit der Situation völlig überfordert und fragte mich dann, was sie denn jetzt machen solle…. Als ob ich ihr das sagen könnte- eigentlich hätte ich mir in unserer momentanen Situation wirklich ein bisschen mehr Hilfe erwartet. Den Termin hätten wir uns auch schenken können… Fast hätte ich deswegen noch den Geburtsvorbereitungskurs verpasst- aber der hasenmann hat uns ganz fix mit dem Auto gebracht und so hat es doch noch geklappt und so haben wir schön brav “in den Bauch geatmet”- dabei konnten wir beide uns richtig gut entspannen 🙂
Jetzt hoffen wir für morgen einfach das Beste- so langsam können wir nicht mehr warten, diese Ungewissheit ist wirklich das Schlimmste …..

die hasenfrau

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