Posts Tagged With: Flasche

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Gestern waren wir mal wieder beim Kinderarzt. Es stand der dritte Impftermin an und wie jedes Mal die bange Frage, ob Paulchen auch genügend zugenommen hat. Die Impfungen waren dieses Mal wohl besonders schlimm, jedenfalls war er garnicht wieder zu beruhigen- aber immerhin hat er jetzt bis zu seinem ersten Geburtstag Pause mit impfen.
Auf die Waage brachte er 5780g und inzwischen ist er stolze 66cm lang 🙂 Die Länge ist super- vielleicht wird er ja mal Basketballer, groß genug wird er bestimmt- Mama und Papa sind ja auch eher hoch gewachsen. Was uns noch immer ein wenig Sorgen macht ist sein Gewicht. Er liegt unter der 3. Perzentile, d.h. dass 97% aller Kinder in seinem Alter bei seiner Größe schwerer sind als er. Leider fällt er damit auch ziemlich deutlich aus dem Normbereich. Schon im Krankenhaus wurde uns gesagt, dass Nierenkinder schlecht wachsen und zunehmen- nur verstehe ich nicht, dass Paule mit dem Wachsen keine Probleme hat, dafür umso mehr mit dem Zunehmen. Inzwischen bekommt er auch die Flasche- ich war mir am Ende einfach viel zu unsicher, ob er wirklich genug an der Brust trinkt und vor dem Hintergrund seines extremen Untergewichts habe ich mich dann doch schweren Herzens für die Flaschenfütterung entschieden. Seit einigen Tagen versuchen wir uns auch am Brei essen- das ist dem kleinen Mann aber noch sehr ungeheuerlich. Vor allem Karotte muss scheußlich schmecken :/ Kürbis und Kartoffel hingegen scheint genießbar. Die Kinderärztin meinte außerdem, er solle mit 5 Mahlzeiten klar kommen- wenn ich mir die Portionen anschaue, die Paule so isst, bin ich mir da aber noch nicht so sicher. Seit zwei Tagen wecken wir ihn nicht mehr um Mitternacht für seine sechste Flasche auf- er schläft dann von 21 Uhr bis 7 Uhr am nächsten Morgen. In einer Woche werd ich mir nochmal sein Gewicht anschauen und wenn er bis dahin nicht genug zugenommen hat, müssen wir wohl oder übel die sechste Flasche wieder einführen.
Ansonsten gibt es gute Nachrichten: das neue Medikament verträgt er wirklich super! Beim letzten Klinikbesuch bekamen wir ja Nifurantin zur Prophylaxe verschrieben, leider vertrug das der kleine Mann überhaupt nicht. Nach dem Fläschchen mit dem Zeugs drin kam alles wieder raus- im Schwall und ziemlich heftig. Paule war jedes Mal danach total erschöpft…. Seit einiger Zeit bekommen wir jetzt Cotrim, welches er wirklich super verträgt und dank dem Antibiotika-Schutz darf er auch mal kurz ins Planschbecken- was wäre denn auch ein Sommer ohne planschen?

In diesem Sinne wünschen wir euch einen hoffentlich nicht allzu verregneten Sommertag,

die hasenfrau

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Flaschen-Fiasko und Still-Scherereien

Hallo ihr Lieben,
ich habe mich eine ganze Weile schon nicht mehr gemeldet- zum einen gab es vom kleinen Paule-Mann nierentechnisch nichts Neues, zum anderen war es hier auch ziemlich stressig.
Eigentlich hatte ich mich ja entschieden, weiter so gut es geht voll zu stillen, leider ist das nicht so einfach wie erhofft. Der kleine Mann ist zwar glücklich, wenn er an die Brust darf, aber mindestens genauso unglücklich, wenn da nicht so viel rauskommt, wie er gerne hätte. Zwischendurch müssen wir also doch immer mal wieder zur Flasche greifen. Manchmal nimmt er sie ohne Probleme, trinkt und grinst dabei und wirkt auch ziemlich glücklich- aber manchmal schreit er wie am Spieß, sobald die Flasche nur seine Lippen berührt. Dann ist es auch fast unmöglich, ihn zum trinken zu überreden. Durch die ganze Aufregung und das Schreien spuckt er dann meist auch die paar Milliliter, die er dann vielleicht doch getrunken hat auch wieder aus. Das ist natürlich weder für ihn noch für mich schön. Dummerweise ist er ja eh schon zu leicht und zu klein, das heißt, er braucht seine Kalorien und natürlich vor allem auch die Flüssigkeit für seine Nieren. Ich bin manchmal wirklich verzweifelt. Jetzt trinke ich wie blöd Stilltee, in der Hoffnung, dass sich die Milchproduktion wieder etwas steigert und wir die Flasche weniger häufig brauchen.
Diese ganze Situation macht mir sehr zu schaffen…. ich fühle mich schuldig, weil ich nicht mehr genug Milch für meinen kleinen Jungen habe und er deshalb aus der Flasche trinken muss. An der Brust ist er glücklich und die Flasche ist manchmal für ihn einfach nur der Horror- wenn ich noch genug Milch hätte, könnte ich das vermeiden. Das tut einfach weh und baut natürlich noch mehr Druck auf, was sicherlich auch nicht förderlich für die ganze Situation ist.

Insgesamt bin ich momentan ziemlich nah am Wasser gebaut. Wenn ich morgens aufstehe und an Paulchens Bett stehe und dieser kleine Kerl mich zahnlos angrinst und sich freut, dass ich da bin, zerreist es mir fast das Herz. Ich liebe ihn so sehr, dass es weh tut. Der Kontrolltermin im Krankenhaus rückt näher und näher und ich mag mir garnicht ausmalen was passiert, wenn wir schlechte Nachrichten bekommen. Ich würde alles tun, um alle diese Probleme von meinem kleinen Sohn fern zu halten, aber das kann ich nicht und das macht mich wirklich fertig. Manchmal mehr, manchmal weniger- im Moment ist es einfach unerträglich…

die hasenfrau 

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