Posts Tagged With: Freude

Wieder hier

Hallo ihr Lieben!

Wir haben uns sehr lange nicht mehr gemeldet und trotzdem gibt es einige treue Seelen, die immer mal wieder hier vorbei schauen- vielen Dank dafür!

Der Grund für die lange Funkstille war, dass einfach nicht viel passiert ist. Paule und ich hatten uns super in unseren Mama-Sohn-Tagesablauf eingefunden, Kontrolluntersuchungen im Krankenhaus standen nicht an und so hatte das hasenkind alle Zeit der Welt um solch wichtige Dinge wie Stehen, krabbeln und sitzen zu lernen, Zähnchen zu bekommen und Leberwurstbrot zu seinem Leibgericht zu erklären 🙂 Inzwischen ist aus unserem kleinen, kränklichen Baby nämlich ein sehr liebenswürdiges, aufgewecktes und selbstbewusstes Kleinkind geworden ❤

Einen Tag vor Paules ersten Geburtstag stand eine Kontrolluntersuchung im Klinikum an- er hatte in der Vergangenheit keine Probleme mit Harnwegsinfekten oder ähnlichem gehabt, daher waren wir eigentlich guter Dinge. Allerdings ist er noch immer deutlich untergewichtig und nimmt nicht richtig zu- ein wenig Sorge bereitete uns das schon. Zu diesem Termin musste ich auch ohne den hasenmann, allein das war ein komisches Gefühl, da wir zuvor immer beide mit in der Klinik waren. Paulchen fand den Ultraschall sehr interessant und konnte garnicht die Augen vom Bildschirm kriegen- als er sich aber auf den Bauch legen sollt, war Schluss mit der guten Laune- immerhin ist er ja schon ein großes Kind, da muss man nicht mehr liegen! Unter erschwerten Bedingungen könnten wir uns schließlich darauf einigen, dass die linke Niere komplett frei von Stauung ist und die rechte lediglich 7-8mm gestaut ist, was aber absolut im nicht krankhaften Normbereich liegt. Beide Harnleiter sind immernoch sehr weit, allerdings geht auch hier die Stauung zurück- sobald Paule in die Höhe schießt, relativiert sich die Weite der Harnleiter auch wieder. Da er in der Vergangenheit keine Probleme hatte, durften wir nach einem Jahr endlich die Antibiotikaprophylaxe absetzen- keine Pülverchen oder Säfte mehr in die Flasche!!! Insgesamt sind wir seeeehr zufrieden- jetzt erinnern nur noch die Bilder an den kleinen Jungen, von dem man nicht wusste, ob er in naher Zukunft ohne intensivmedizinsiche Betreuung leben kann.

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Endlich angekommen

Hallo ihr Lieben!

Erstmal vielen Danke, dass ihr uns trotz längerer Abwesenheit die Treue gehalten habt. Wir sind jetzt auch endlich in unserer neuen Wohnung angekommen- die Kisten sind ausgepackt, die Zimmer eingerichtet, die alte Wohnung abgegeben und wir fühlen uns hier richtig wohl. Das hasenkind hat sein eigenes, schönes Zimmerchen und wir alle einen ruhigeren Nachtschlaf 🙂

Der Umzug selbst war sehr stressig- leider waren wir nur zu viert, hatten nebenbei auch noch einen Hund und ein Baby zu versorgen und einen Transporter nur für 8 Stunden gemietet. Das war eine Schlepperei kann ich euch sagen. So oft bin ich bei einem Umzug noch nie die Treppen rauf und wieder runter gerannt…. Paulchen war natürlich auch nicht sehr gut drauf, sodass die Oma sich zu einem Spaziergang mit ihm aufmachte- und so waren es nur noch drei. Sowas mach ich echt nie wieder,  das könnt ihr mir glauben! Der nächste Umzug wird besser geplant und vor allem werden mehr Leute rekrutiert! Aber egal, wir sind nach dem Umzug und der Renovierung der alten Wohnung zwar total erledigt, aber nach einer Woche sind wir jetzt auch mit allem durch 🙂

Paule hatte einen Tag nach dem großen Umzug auch seinen verschobenen Krankenhaustermin. Ich war ziemlich aufgeregt, da wir ja seit zwei Monaten keine Kontrolle mehr hatten und ich wirklich gespannt war, wie sich die Sache entwickelt hatte. Außerdem sollten wir ja bei diesem Termin auch gleich einen Termin für die Nierenfunktionsdiagnostik bekommen. Also gings gleich morgens ins Krankenhaus, das jetzt nur noch fünf Minuten Fußweg von uns entfernt liegt. Nach einer guten Stunde Wartezeit lag das hasenkind dann auf der Untersuchungsliege, fand alles sehr spannend und ließ sich ohne weinen oder strampeln untersuchen. Nach der ersten Niere meinte der Oberarzt: “Na, da war das Problem wohl auf der anderen Seite…”- nein, eigentlich waren beide Nieren ziemlich gestaut gewesen- aber jetzt sah die erste Seite super aus! Keine Spur mehr von Nierenbeckenerweiterung, eine gesunde, kleine Niere war da auf dem Ultraschall zu sehen. Die andere Seite war zwar nicht ganz so gut, aber trotzdem weitaus besser, als bei der letzten Kontrolle! Wegen dieser tollen Ergebnisse haben wir uns auch erstmal entschlossen, keine Nierenfunktionsdiagnostik zu machen und in sechs Monaten zur weiteren Kontrolle zu kommen. Die Harnleiter sind immernoch sehr erweitert, deshalb bekommt der kleine Mann auch weiterhin Antibiotikum zur Vorsorge, aber selbst der Oberarzt denkt nicht wirklich, dass es damit noch Probleme geben wird. Also drückt uns die Daumen fürs Frühjahr!

die hasenfrau

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Plötzlich…

… kann man an beiden Fäustchen lutschen
… klappt das mit dem Daumen lutschen richtig gut (zum Leidwesen der haseneltern)
… sind die Augen nicht mehr blau oder blau-braun sondern richtig schön braun
… kann man sich schon selbst Spielsachen nehmen und
… kann man manche Spielsachen auch schon selbst richtig festhalten
… ist das Kichern ein richtiges “hihi” geworden
… passt kein einziger Schlafanzug mehr
… ist man groß genug, im Schlafsack zu schlafen (anstatt wie bisher gepuckt zu werden)

… sehe ich schon richtig groß aus:

 

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Das erste Loslassen?

Wir stehen momentan vor einer entscheidenden Frage: abstillen oder nicht?

Natürlich denkt ihr euch jetzt bestimmt: “Stillen, ist doch gar keine Frage”- aber mal kurz zur Erklärung:
Ich hatte ja schonmal einen schlimmen Milchstau auf beiden Seiten mit hohem Fieber und allem drum und dran. Danach war meine Milch fast weg und es war für Paulchen und auch für mich nicht leicht, wieder zurück zu einem normalen Trinkverhalten zu kommen. Aber mit viel Stilltee und Geduld haben wir das hinbekommen. Jetzt hatte ich wieder einen Milchstau, allerdings nur auf einer Seite und ohne Fieber- aber auch jetzt hab ich wieder weniger Milch. Paulchen findet das überhaupt nicht toll und ist jedes Mal ziemlich gefrustet, wenn er am Ende seiner Mahlzeit noch nicht pappsatt ist. Jetzt ist meine Überlegung, ob ich die Produktion nochmal mit Stilltee und ähnlichem ankurbeln soll, oder ob ich nicht gleich abstille. Paul ist jetzt drei Monate alt, stillen wollte ich eigentlich voll bis er vier Monate alt ist und dann langsam abstillen… Lohnt es sich dann überhaupt noch für diesen einen Monat?
Paule macht mir diese Entscheidung auch nicht leicht. Als ich ihm gestern eine Flasche machen musste, weil der Hunger einfach zu groß war, schaute er mich total entgeistert an. “Ihhh, Plastik- das mag ich nicht, außerdem schmeckt die Milch da drin ganz komisch…. ” Hätte er ohne Probleme die Flasche genommen, wäre mir die Entscheidung vielleicht leichter gefallen- aber er war abends an der Brust einfach viel glücklicher und zufriedener. Als ich ihn dann so beim Trinken beobachtete, hatte ich ein ganz komisches Gefühl ums Herz- das soll also bald der Vergangenheit angehören? Irgendwie bin ich noch nicht bereit für die Flasche, glaub ich. Ich genieße das Stillen, natürlich wäre es auch manchmal nett, wenn der hasenmann mal die Fütterung übernehmen könnte, aber alles in allem liebe ich das Stillen…. und da Paulchen wahrscheinlich unser einziges Kind bleiben wird, möchte ich das noch nicht aufgeben. Wow, ich glaub, ich hab mich grad entschieden 🙂 Danke fürs Zuhören und die Entscheidungshilfe 🙂

die hasenfrau

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Halbzeit

Momentan tut sich bei uns nicht allzu viel… Eigentlich stimmt das ja nicht, denn es tut sich jeden Tag Gewaltiges- allerdings glaube ich kaum, dass sich außer mir noch jemand den ganzen Tag darüber freuen kann, dass der kleine Paul anfängt zu lächeln und zu erzählen 🙂 Das tut er jetzt nämlich mit ganzer Hingabe- und ich sitze vor ihm und schmelze dahin 😉

Meistens geht es ihm auch ziemlich gut- schreien muss manchmal noch sein- aber wir Erwachsenen haben ja auch nicht jeden Tag gleich gute Laune. Meist bekommen der hasenmann und ich  auch ziemlich schnell raus, was das Problem ist und können es beheben- und wenn wir mal ratlos sind, hilft singen und beruhigend auf ihn einreden ziemlich gut.
Morgen hat er wieder einen Termin bei der Ergotherapeutin, ich möchte sie auch mal auf seine Fehlhaltung ansprechen, denn er hat eindeutig seine Schokoladenseite, auf die er sich immer dreht- jetzt wird das Köpfchen sogar schon ganz platt auf der Seite. Wir versuchen schon alles, damit er sich auch mal zur anderen Seite dreht- wir hängen Spielzeug auf, drehen seinen Laufstall um und doch liegt er zu 90% auf seiner Lieblingsseite. Hoffentlich kann uns die Ergotherapeutin einen Tipp geben.

Außerdem waren wir schon seit vier Wochen nicht mehr in der Klinik und wissen daher auch nicht, wie sich die Situation entwickelt hat. Irgendwie hab ich auch ziemlich Angst vor der nächsten Kontrolle- Angst, dass sich der Befund verschlechtert hat, Angst dass sich dieses Nierenproblem auf Paulchens Leben oder sogar seine Lebenserwartung auswirkt, Angst dass er wieder operiert werden muss…. Wir haben noch vier Wochen Zeit, uns Sorgen zu machen- denn erst dann steht der nächste Kontrolltermin an- also erst Halbzeit….

die hasenfrau

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Bilanz

… nach einer Woche (Groß)Elternbesuch:

das hasenkind ist doch kleiner, als alle dachten
– es weint nicht nur bei seinen Eltern
– es weint auch bei seinen Eltern
– eine ganze Woche ohne Mittagsschlaf ist für die haseneltern ziemlich anstrengend
das hasenkind steht auf Mittelalterrock
– die Oma sieht im hasenkind den hasenmann
– der Opa sagt, er schaut keinem von uns ähnlich (besser wärs aber…)
– zwei Stunden Kino ohne Kind kann die hasenfrau noch nicht wirklich genießen- die Sehnsucht ist zu groß 🙂

Heute Vormittag haben wir die Großeltern dann zum Bahnhof gebracht, nur um heute Nachmittag meine Schwester mit Mann und Kind abzuholen. Gegen Paulchen ist mein Neffe wirklich ein Riese- obwohl er auch erst fünf Monate alt ist. Seine Tante hat sich auch gleich in unseren kleinen Mann verliebt und wollte ihn garnicht mehr hergeben. Jetzt läuft die Waschmaschine und summt Paule in den Schlaf- war ein ziemlich anstrengender Tag für ihn heute. Für uns auch- denn so schön Familienbesuch auch ist, so anstrengend kann er auch sein….

die hasenfrau

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Gute Nachrichten für ein wunderschönes Wochenende

Gestern war es wieder soweit: die wöchentliche Kontrolle im Krankenhaus stand an. Also machten wir uns früh morgens auf den Weg. In der Klinik angekommen, wollten wir am liebsten gleich wieder gehen- es war eben ein typischer Freitag Morgen: jedes Kind, bei dem sich der Kinderarzt nicht ganz sicher war, stand jetzt mit seiner ganzen Familie und einem Einweisungsschein an der Anmeldung. Was an sich ja nicht schlimm gewesen wäre, wenn nicht zwei ganz neue, ungelernte Kräfte hinter dieser Anmeldung gesessen hätten. Also war warten angesagt- ganze 20 Minuten, bis wir uns überhaupt erst anmelden konnten. Im Nachhinein auch kein Problem, denn leider war in der Nacht ein schwer krankes Baby geboren worden und der Oberarzt konnte nicht weg von der Station. Also konnten wir noch in aller Ruhe im Stillzimmer stillen und mit einem satten und halbwegs zufriedenen Kind zum Ultraschall gehen. Das Ergebnis gab Anlass zur Freude: die Harnleiter sind zwar noch immer sehr weit (von ehemals 8mm auf 7mm Durchmesser), haben aber eine gute Peristaltik- das heißt, die Muskulatur in den Harnleitern arbeitet gut und transportiert den Urin immer schön von der Niere in Richtung Harnblase- so soll es sein 🙂 Das wirklich Schöne ist aber, dass die Nierenbeckenerweiterung auf beiden Seiten zurückgegangen ist. Ehemals waren wir bei guten 8mm auf beiden Seiten und gestern waren es nur noch 6mm auf beiden Seiten. Außerdem wachsen die Nieren gut, was bedeutet, dass es jetzt prozentual mehr Nierengewebe als aufgestautes Nierenbecken gibt. Der Oberarzt war sehr zufrieden- um die Kontrastmitteluntersuchung werden wir wohl trotzdem nicht rumkommen, aber gestern wurde die leise Vermutung geäußert, dass wir vielleicht doch keine Nierenbeckenplastik brauchen- also keine OP mehr! Wenn das mal keine guten Nachrichten sind 😀 So gut, dass wir jetzt nur noch alle zwei Wochen zur Kontrolle kommen müssen- wir freuen uns so!

Mit diesen guten Ergebnissen im Gepäck gingen wir im Anschluss auf die Neonatologie, den versprochenen Besuch machen. Eigentlich dachten wir, dass die Stimmung wegen des schwer kranken Neugeborenen nicht sehr gut sei- aber alle haben sich wirklich gefreut, uns wieder zu sehen. Der Kleine war noch wach und so wurde er gleich von unserer Lieblingsschwester auf den Arm genommen und geknuddelt- sie kam aus dem Schwärmen nicht mehr raus 🙂 Ich konnte meine Muffins und Cookies abgeben und eine schöne Dankeskarte mit Foto von Paulchen hatten wir auch noch dabei. Trotz der vielen Arbeit hatten wir wirklich das Gefühl, dass die Damen sich über unseren Besuch sehr gefreut haben- wir verabschiedeten uns mit dem Versprechen, bald mal wieder vorbei zu schauen. Insgesamt war es nach dem anfänglichen Stress doch ein sehr schöner Vormittag im Klinikum 🙂

Heute kommen Paul-Benetts Großeltern aus Süddeutschland. Ich freu mich schon auf sie und sie können es garnicht erwarten, ihren zweiten Enkel auch endlich live und in Farbe zu sehen. Deshalb muss ich jetzt noch kurz durch die Wohnung wischen und aufräumen, der kleine Mann bekommt sicherlich auch gleich wieder Hunger…

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, genießt die Sonne und den Hauch von Frühling

eine sehr glückliche hasenfrau

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Nicht der Versuch….

… allein das Durchhalten wird belohnt.

– alte Hebammenweisheit-

Jaja, ziemlich wahr… das sag ich mir momentan so um die acht mal am Tag. Stillen ist zwar wunderschön, aber auch sehr anstrengend und manchmal durchaus schmerzhaft. Hätte ich ein gesundes Kind bekommen, bin ich mir nicht sicher, ob ich das durchgezogen hätte. Ja, steinigt mich ruhig- ich dachte auch immer nach einer Geburt ist das bisschen Schmerzen beim Stillen gut auszuhalten- aber ganz ehrlich: wenn der Sohnemann vor lauter Hunger mal deine halbe Brustwarze abgebissen hat, überlegst du dir das wirklich nochmal.
Inzwischen sind wir aber ein ziemlich gutes Team, es klappt sogar fern ab vom heimischen Sofa und die Schmerzen werden auch erträglicher- der kleine Mann lernt dazu 🙂 Nachts schläft er schon zwischen vier und fünf Stunden durch, also nur einmal aufstehen pro Nacht, das ist wirklich schön! Tagsüber heißt es dann aber schonmal nach zwei Stunden: HUNGER!!!

Heute waren wir zum ersten Mal in der Mensa essen. Dazu muss man sagen, dass der hasenmann Ehrenmitglied im Studentenclub ist, der sich im Keller der Mensa befindet, also essen wir meist in den Clubräumen und nicht im großen Mensasaal. Dort wurde Paulchen dann auch gleich bestaunt und bekam eine sehr schöne Biene-Maja-Garderobe und einen Sigikid Frosch geschenkt 🙂 Danach gings ab zum Windel- und Wocheneinkauf- also ein sehr ausgefüllter Tag, aber Paulchen hat es gefallen und er hat schön brav den ganzen Nachmittag verschlafen. (PS: Einkaufswagen mit Platz für die Babyschale sind total unpraktisch- musste mal gesagt werden….)
Morgen kommt unsere Hebamme und wiegt den kleinen Kerl nochmal- ich bin ja schon sehr gespannt… Hoffentlich ist er bald schwer genug für die Babytrage, denn die hasenfrau allein mit Kinderwagen und Hund klappt nicht wirklich. Am Donnerstag steht dann der erste Termin bei der Kinderärztin an und am Freitag die wöchentliche Kontrolle im Klinikum.

der hasenmann muss heute nicht so lange arbeiten, also werden wir heut Abend noch Gipsabdrücke von den Händen und Füßchen unseres kleinen Pauls machen, denn leider haben wir keinen Fußabdruck von ihm, weil die Neonatologen ihn ja gleich mit auf die Intensivstation genommen hatten… Das wird sicherlich witzig- und das Baden danach lohnt sich wenigstens 🙂
In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend

die hasenfrau 

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Zu Hause

Heute ist also unser dritter Tag zu Hause.
Am Mittwoch gegen halb fünf nachmittags war der große Moment gekommen- ein dick eingepackter Winzling verließ mit seinen stolzen Eltern die Neo-Intensiv und machte sich auf, die große weite Welt zu entdecken. Leider war ihm diese Welt zu kalt und viel zu leise, so ganz ohne Intensivstationsgeräusche…. Daher konnte der kleine Krieger in der ersten Nacht auch keinen Schlaf finden und musste alle zwei Stunden zu Mama an die Brust- eher kuscheln und beruhigen als trinken.
Am Donnerstag stand dann der erste Besuch der Hebamme an und danach gings zu den Großeltern und ganz kurzfristig noch ins Fotostudio. Es sind tolle Bilder entstanden und Oma und Opa waren überglücklich, ihren Enkel endlich auf dem Arm halten zu können, aber anstrengend war auch dieser Tag. Der Kleine konnte seine Augen nicht mehr aufhalten und so schlief er doch tatsächlich ganze vier Stunden in der Nacht durch- welche eine Wohltat nach der ersten Nacht 🙂
Gestern mussten wir dann zum Kinderarzt und zur Ultraschallkontrolle in die Klinik. Die Kontrolle ergab keine Verschlechterung, allerdings auch keine Verbesserung. Jetzt müssen wir jeden Freitag zum Ultraschall und falls alles so bleibt, muss Paulchen im Alter von 6-8 Wochen doch noch die Kontrastmitteluntersuchung bekommen, die dann darüber entscheidet, ob er nochmal operiert werden muss oder nicht. Glücklicherweise kann man diese Untersuchung ambulant durchführen lassen und wir hoffen ja noch immer, dass sich seine Nieren im Laufe der Zeit erholen und keine weiteren OPs nötig werden. Pullern kann er gut (Bilanz der ersten drei Tage: vier vollgepullerte Bodies und zwei Strampler :)) Stillen klappt auch super, heute war die Hebamme da und hat ihn gewogen: stolze 2820g! Leider macht ihm sein Antibiotikum die Darmflora kaputt und er hat schlimme Blähungen. Manchmal sogar so schlimm, dass er zwischen den Mahlzeiten garnicht zum Schlafen kommt :/ Unsere Hebamme hat uns jetzt probiotische Tropfen empfohlen- wir werdens mal ausprobieren, schaden kann es ja nicht.

Insgesamt sind wir überglücklich, endlich zu Hause zu sein- auch wenn man jede Woche wieder die Angst hat, dass man ohne Kind wieder aus der Klinik zurück kommt, weil sich die Werte verschlechtert haben und man doch gleich eingreifen muss…. Jetzt genießen wir unser erstes Wochenende zu dritt- und pünktlich dazu lässt sich auch die Sonne blicken 🙂

Ein schönes Wochenende wünscht euch
die hasenfamilie

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Hin und Her

Heute hatte unser kleiner Paul seine Kontroll-Blasenspiegelung. Dabei sah alles gut aus, es musste nicht mehr gelasert werden und seinen dummen Blasenkatheter ist er auch los- pullern klappt trotzdem super 🙂
Wir erleben hier momentan eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle- gestern durften wir zum ersten Mal mit dem Kinderwagen im Klinikum spazieren fahren. Dick eingepackt und mit allen wichtigen Gerätschaften versehen gings dann auch auf Wanderschaft durch die langen Gänge- das war so schön! Endlich mal raus aus diesem Zimmer, runter von der Station, weg von den Geräten und der Piepserei- und zum ersten Mal Kinderwagen schieben 🙂 Wir haben dann auch unsere Freundin die Kinderchirurgin besucht- leider war danach die Laune nicht mehr zu retten…. Nachdem wir sie im Laufe der Woche mehrfach gefragt hatten, ob nach der zweiten Blasenspiegelung denn noch auch Katheter erforderlich ist und sie das immer verneint hat kam sie gestern damit um die Ecke, dass er ja vielleicht doch nochmal einen Blasenkatheter haben muss und der dann auch mehrere Tage liegen muss. Für uns brach eine Welt zusammen- bisher waren wir immer davon ausgegangen, dass wir nach der Kontrolle bei gutem Ausgang bald nach Hause dürfen, da war nie die Rede von mehreren Tagen Blasenkatheter….. Nach diesem Schreck hab ich mich entschlossen, die letzte Abendrunde nicht mehr zu bleiben- ich war so niedergeschlagen und traurig, ich wollte mich nur noch in mein Bett verkriechen. Da unser kleiner Mann dann auch das ganze Wochenende über super alle Mahlzeiten an der Brust getrunken hatte, überließ ich ihn den lieben Schwestern zum füttern und fuhr mit dem hasenmann nach Hause. Dort angekommen verzog ich mich heulend aufs Sofa und ließ mich vom Fernseher berieseln- aber nur ein paar Minuten, denn ich war von der Stillerei und 12 Stunden Krankenhaus so müde, dass mir einfach die Augen zugefallen sind.
Heute morgen war dann auch die erste bange Frage: “Wie geht es Paul-Benett?” Wir mussten bis kurz vor elf warten, dann konnten wir endlich auf der Station anrufen und bekamen die tolle Nachricht dass es unserem Kleinen gut geht, er alles super überstanden hat und auch keinen Blasenkatheter gebraucht hat- wir waren so erleichtert! Das hieß, dass wir hoffentlich bald nach Hause durften! Wir nutzten den seeligen Nach-Narkoseschlaf unseres Sohnes und eledigten organisatorische Dinge wie Krankenversicherung und Amtsgänge. Mittags waren wir dann wieder bei unserem Schatz- der war inzwischen wach und hatte auch gleich seine erste Mahlzeit komplett verputzt- ich konnte mein Grinsen garnicht aus dem Gesicht bekommen, so glücklich war ich! Unsere Tage hier waren gezählt! Der Kleine machte sich super und ich schmiedete Entlassungspläne. Bis der Oberarzt der Kinderchirurgie kam- der eröffnete uns dann nämlich, dass sie gern noch eine Kontrastuntersuchung machen wollen, bei der geschaut wird, ob ein Rückfluss aus der Blase in die Harnleiter besteht. Aus meiner Zeit in der Kinderchirurgie weiß ich, dass Termine für eine solche Untersuchung schwer zu kriegen sind und der Kinderchirurg wollte, dass Paulchen solange unter Antibiotikaschutz in der Klinik bleibt. Weg war die gute Laune mal wieder…. Ich sehe ja ein, dass wir eine solche Untersuchung brauchen, aber muss man dem kleinen Mann denn innerhalb kürzester Zeit drei Vollnarkosen zumuten, wenn das Ergebnis dieser Kontrastmitteluntersuchung wahrscheinlich zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich so wenig aussagekräftig ist, dass wir sie in drei bis vier Wochen eh nochmal wiederholen müssen? Ich finde nicht. Außerdem hab ich jetzt auch einfach die Nase voll von der Klinik, von dieser Station, dem Gepiepse, dem 12 Stunden hier sitzen und außer Stillen nichts machen können. Antibiotika kann ich ihm auch zu Hause geben und zu Ultraschallkontrollen fahr ich jeden Tag gern in die Klinik- aber deshalb noch ewig hier zu bleiben, seh ich nicht so ganz ein. Glücklicherweise war der Neonatologe auch meiner Meinung- er will die Untersuchung auch erst in ein paar Wochen, da sich das Gewebe erstmal von dem hohen Druck, der die ganze Zeit geherrscht hat erholen muss. Außerdem ändere sich in den ersten Wochen noch so viel, dass man eine definitive Aussage erst bekommen kann, wenn der Kleine ca. 6 Wochen alt ist. Er möchte ab morgen nochmal Ultraschallkontrollen machen und wenn die sich nicht verschlechtern, dürfen wir so schnell wie möglich nach Hause- mit Antibiotika zum Schlucken 🙂 Ende gut, alles gut- hoffentlich können wir uns jetzt auf diese Aussage verlassen…

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