Posts Tagged With: Geburtseinleitung

Unbeschreiblich

Erstmal vielen lieben Dank euch da draußen für eure lieben Glückwünsche und gedrückten Daumen! Wir haben uns sehr über jeden neuen Besucher und Kommentar hier gefreut.

Jetzt hat sich alles ein bisschen eingespielt und ich hab auch wieder Zeit, euch auf dem Laufenden zu halten. Die harten Fakten zu Paul kennt ihr ja jetzt schon- aber ihr könnt euch nicht vorstellen, wie süß er ist! Er ist zwar klein und zart, aber es sieht alles so perfekt aus- es passt einfach alles zusammen!

Aber eins nach dem anderen: eigentlich sollte ich am Donnerstag ja schon wieder entlassen werden, weil meine beiden Einleitungen am Montag und Mittwoch keinerlei Wirkung gezeigt hatten. Mental war ich schon in meinem Wohnzimmer, mit dem Hund auf dem Sofa kuschelnd. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag überlegte es sich der junge Mann dann aber doch anders und es ging langsam los. Nach sechs Stunden Wehen ohne viel Wirkung bekam ich dann einen Wehentropf- der hatte auch sofort durchschlagenden Erfolg. Ich war schon von den beiden Einleitungen davor so erschöpft, dann noch die sechs Stunden Wehen und der Wehentropf- irgendwann hab ich dann nur noch um eine PDA (Schmerzmittel, die mit einem Katheter direkt in Rückenmarksnähe gespritzt werden) gebettelt. Die hab ich dann auch bekommen und 2,5 Stunden später hatte ich unseren kleinen Paul im Arm. Er war ziemlich blass und das Atmen ging auch noch nicht so richtig gut- aber immerhin durften wir erstmal noch ne Stunde kuscheln, bevor die Kinderärzte und Kinderchirurgen vorbei kamen und den ersten Ultraschall seiner Nieren machten. Der Kinderchirurg gab erstmal Entwarnung- es hat sich nicht wirklich verschlechtert und sei noch nicht im kritischen Bereich, weswegen die Blasenspiegelung auf Dienstag angesetzt wurde. Trotzdem nahmen die Neonatologen ihn mit auf ihre Station. Und so war die erste Stunde mit unserem Kind auch schon vorbei. Die Zeit danach fand ich garnicht so schlimm, ich wurde auf die Wöchnerinnenstation gebracht, war alleine in meinem Zimmer und durfte erstmal entspannen. Dank der geballten Ladung Glückshormone konnte ich auch tatsächlich ein Stündchen entspannen und einschlafen, der hasenmann fuhr auch kurz nach Hause und als er dann abends wieder kam, stand der erste Besuch bei unserem Sohnemann auf der Neonatologie an. Zwischenzeitlich hatte ich den bericht bekommen, dass er bei Ankunft auf der Station erstmal ordentlich gepullert hatte, also waren wir fürs Erste beruhigt. In seinem Zimmerchen angekommen, hörte ich aber schon das vertraute Blubbern eines CPAPs- er hatte also zur Unterstützung seiner eigenen Atmung eine Atemhilfe bekommen, die seine Lungenbläschen offen hält und ihm das Atmen erleichtert. Zusätzlich gabs auch noch gleich ne Magensonde und ein Wärmebett. Als ich ihn so da liegen sah, musste ich fast heulen- natürlich weiß ich, dass weder die Atemunterstützung, noch die Sonde oder das Wärmebett wirklich Anlass zur Sorge geben- aber er hatte einfach keinen so schwachen Eindruck auf mich gemacht…… Wir blieben dann auch nur kurz, brachten ihm seinen Schutzengel und sein Schmusetuch und sagten Gute Nacht. Die Stimmung nach diesem Besuch war sehr komisch, der hasenmann war sehr geschockt, seinen kleinen Mann mit so vielen Schläuchen zu sehen und ich konnte ihn in dem Moment auch nicht wirklich trösten, ich hatte genug mit mir selbst zu tun.
Wieder auf meiner Station angekommen, gings ans Abpumpen, was auch gleich super geklappt hat. Danach hab ich den hasenmann endgültig nach Hause geschickt und bin selbst nur noch total erschöpft ins Bett gefallen.

10.02.2012

Als wir Paulchen an diesem Morgen besuchten, sahen wir ein ganz anderes Kind als noch am Abend zuvor. Auf Atemunterstützung hatte er keine Lust mehr, die hatte er sich im Laufe der Nacht immer wieder abgebaut und auch die Magensonde war nicht sein Geschmack- die wurde durchgekaut. Also lag er total friedlich in seinem Wärmebettchen, mit Schutzengel und Schmusetuch ausgerüstet und war nur noch am Monitor und zwei Infusiomaten angeschlossen. So sah er gleich viel weniger schwach und erschreckend aus. Wir durften dann auch gleich einen Stillversuch machen, der auch ziemlich gut geklappt hat- der Rest wurde in einem großen Schluck aus der Flasche genommen 🙂  Ich durfte gleich die komplette Pflegerunde bei ihm machen und von da an kam ich alle drei Stunden zum wickeln und stillen. Am Nachmittag kamen die Großeltern mit den Urgroßeltern von Paul zu Besuch, um den kleinen Mann zu begutachten. Sie waren alle total entzückt und gleichzeitig erstaunt, wie klein er doch wirklich ist. Abends kamen noch zwei meiner Kommilitonen vorbei, die bekamen Paul aber nur auf Fotos zu sehen. Insgesamt war es ein sehr schöner Tag mit ganz vielen normalen Abläufen, wie stillen und wickeln- das hat uns wirklich viel geholfen.

11.02.2012

Heute stillen wir schon 20 Gramm pro Mahlzeit und der kleine Mann macht es einfach super. Er ist zwar etwas schläfrig, aber das steht ihm bei der Stillerei ja auch zu. Jetzt hoffen wir, dass er nicht noch eine Neugeborenengelbsucht bekommt und unter die Fotolampe muss, denn grade klappt es so gut mit dem Stillen. Atemunterstützung wurde heute auch offiziell abgebaut, eine Infusion ist auch schon raus und pullern tut er noch immer. Jetzt hoffen wir natürlich, dass das bis Dienstag alles so super bleibt und die bei der Blasenspiegelung auch wirklich Klappen finden und sie weglasern- dann dürften wir nämlich auch schon ziemlich bald nach Hause 🙂

So, ganz schön viel geworden- aber jetzt seid ihr auf dem neuesten Stand. ich geh jetzt mal wieder Paulchen füttern, einen schönen Abend wünscht euch

eine glückliche hasenfamilie

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Sicher ist sicher

Nach meinem Kontrolltermin in der Klinik vorhin steht nun fest: wir haben morgen um neun Uhr einen Termin zur Einleitung. Aber eins nach dem anderen. Erstmal musste ich fast drei Stunden warten, dann war meine Akte verschwunden und zu guter Letzt konnten sich die diensthabenden Ärzte nicht auf die Verteilung der Patienten einigen. Als dann endlich alles geklärt war, empfing mich eine sehr nette Ärztin, die ich noch aus dem Blockpraktikum kannte. Wir unterhielten uns kurz, sie konnte sich auch an die Fetalkonferenz erinnern und da das CTG gut aussah, wollte sie nur nochmal kurz die Fruchtwassermenge kontrollieren. Die war weiter gesunken. Daraufhin packte sie die Neugier und sie schallte unseren kleinen Mann nochmal von Kopf bis Fuß. Am Ende der Untersuchung kam sie zu dem Schluss, dass es sicherer wäre, die Geburt schon morgen einzuleiten, denn es gibt eben einige Befunde, die nicht so gut sind- allerdings handelt es sich auch nicht um einen bedrohlichen Zustand für den Kleinen. In der Gesamtheit der Befunde möchte sie aber lieber auf Nummer sicher gehen- daher schon der morgige Termin. Ich kann damit leben. So ganz begriffen hab ichs aber wohl noch nicht…. jedenfalls mach ich heut Abend nochmal leckeres Abendessen für den hasenmann und mich und wir werden zumindest die erste Halbzeit Superbowl gucken- schlafen kann ich bestimmt eh nicht gut….

die hasenfrau

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Noch zehn Tage

Endlich haben wir einen definitiven Termin, bzw. eine klare Aussage.
Nach dem Termin bei der Frauenärztin heute morgen schickte sie uns in die Klinik um ein Gespräch zwecks Einleitung der Geburt zu führen.Nach CTG und Gespräch mit dem diensthabenden Gynäkologen wissen wir jetzt, dass Pauls Geburt am 13.02. eingeleitet wird. Bis dahin soll ich alle drei Tage zur CTG- und Dopplerkontrolle- wenn sich an seinen Werten bei diesen Kontrollen nichts verschlechtert, dann bleibt es beim 13.02., und falls es doch noch vorher Probleme geben sollte, bin ich ja jetzt in engmaschiger Kontrolle. Die Fruchtwassermenge war heute auch grenzwertig, weniger sollte es nicht werden- aber Paulchen ist weiterhin auf 2400g geschätzt- ein Riese wird es also nicht werden, aber immerhin nicht mehr ganz so klein und leicht wie in den letzten Wochen 🙂

Ach, wir sind wirklich froh, dass wir eine klare Ansage haben und wissen, worauf wir uns einstellen können- jetzt haben wir also noch zehn babyfreie Tage, in denen wir noch die letzten wichtigen Dinge erledigen können- beispielsweise unser Auto aus der Werkstatt abholen, die Basis für die Babyschale im Auto kaufen und die Institute informieren, zu deren Klausuren ich nicht mehr kommen kann. Glücklicherweise sind das nur zwei, die restlichen Scheine schaffe ich hoffentlich noch vor der Geburt 🙂

Endlich mal eine befriedigende Auskunft und noch dazu der erste Schnee in diesem Jahr- was will man mehr?

die hasenfrau

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Und wenn man schon kein Glück hat….

…. kommt manchmal auch noch Pech dazu.

Wir waren gestern Abend beim Feindiagnostiker, eigentlich ja nur zur Kontrolle. Eigentlich hatten wir ja auch ein gutes Gefühl, weil der Kleine merklich gewachsen ist und es uns auch ansonsten gut ging. Also gings wieder auf die altbekannte Liege, dieses Mal ohne lange Wartezeit. Der Nierenbefund hat sich auf beiden Seiten verschlechtert, auf einer deutlicher als auf der anderen- aber leider sind sowohl die Nierenbecken als auch die Harnleiter mehr gestaut als beim letzten Mal. Die Harnblase ist gefüllt, was bedeutet, dass Paulchens Nieren noch arbeiten- das ist schonmal ein gutes Zeichen. Fruchtwasser ist auch noch genügend vorhanden was bedeutet, dass er zumindest ein bisschen pullern kann, denn ansonsten würde er das ganze Fruchtwasser einfach nur trinken und nicht mehr auspullern können und dann wäre irgendwann keins mehr da und der kleine Mann würde auf dem Trockenen liegen. Gewachsen ist er wirklich, geschätzt momentan auf knapp über 2500g und der Bauchumfang liegt jetzt endlich im Normalbereich- ein süßes 3D-Bild von seinem Gesichtchen haben wir auch bekommen. Soviel von Paule- keine besonders guten Nachrichten, aber auch nicht besorgniserregend schlecht.
Dummerweise gehören zu so einer Schwangerschaft ja immernoch zwei. Bei der weiteren Untersuchung stellte sich heraus, dass sich das Venennetz um meine Gebärmutter ziemlich stark ausgebildet und ähnlich wie bei Krampfadern erweitert hat- das ist wichtig, falls es doch noch zu einem Kaiserschnitt kommen sollte, denn dann ist besondere Vorsicht geboten, um diese Gefäße nicht zu verletzen und keinen zu großen Blutverlust zu riskieren. Ob deswegen ein Kaiserschnitt nur in Vollnarkose möglich ist, konnte uns der Feindiagnostiker leider nicht sagen. Zu allem Übel ist auch die Durchblutung meine Gebärmutter nicht mehr ausreichend- zwar noch nicht besorgniserregend, aber doch soweit eingeschränkt, dass der Feindiagnostiker eine Entbindung kurz nach der vollendeten 37. Woche empfiehlt. das wäre also morgen in einer Woche. Wir sollen jetzt erstmal in unsere “Flitterwochen” fahren, am Freitag haben wir dann einen weiteren Termin bei meiner Frauenärztin. Dort wird dann auch das weitere Vorgehen geklärt. Ich persönlich wäre sehr dafür, den Kleinen in der nächsten Woche zu holen, denn dann ist die 37. Woche vollendet, er ist mit 2500g nicht mehr besorgniserrregend leicht und ich kann einfach nicht mehr von Arzttermin zu Arzttermin bangen, nur um jedes Mal eine weitere Diagnose zubekommen- jetzt sind schon eine Handvoll Sachen nicht in Ordnung und ich soll trotzdem einfach abwarten? Das halte ich wirklich nicht mehr aus. Aber vielleicht folgt das Krankenhaus ja auch der Empfehlung des Feindiagnostikers und versteht meine Sorgen und Ängste und leitet die Geburt ein.

Jetzt packen wir mal unseren kleinen Koffer und hoffen auf drei erholsame Tage ohne größere Probleme- und dann werden wir weiter sehen.

die hasenfrau

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