Posts Tagged With: Harnstau

Morgen kommt’s drauf an

Morgen ist es also soweit: das kleine hasenkind geht zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder zur Ultraschallkontrolle ins Krankenhaus. Die hasenfrau und der hasenmann sind ganz schön aufgeregt deswegen- hoffentlich bekommen wir keine schlechten Nachrichten, jetzt wo sich das Familienleben zu Hause so schön eingespielt hat….

Seit zwei Tagen sind Paulchens Urgroßeltern zu Besuch. Denen musste ich gestern Abend erstmal sehr anschaulich und mit vielen Bildern aus dem Prometheus erklären, was ihr kleiner Urenkel denn eigentlich hat. Dabei ist es mir auch nochmal richtig bewusst geworden. Im Alltag verdrängt man das gerne, da man ja ein munteres und augenscheinlich gesundes Kind vor sich sieht- aber als ich gestern nochmal den Arztbrief gelesen und meinen Großeltern den Sachverhalt erklärt habe, wurde mir wieder schlagartig bewusst, dass mein Paulchen eben doch kein gesundes Kind ist. Natürlich wollten die Großeltern auch wissen, was das denn nun für ihn bedeutet und wie seine Prognose aussieht- es ist wirklich nicht schön, wenn man erklären muss, dass das eigene Kind vielleicht nur 30 Jahre alt wird und wenn es schlecht läuft bis dahin noch viele Operationen und Krankenhausaufenthalte vor sich hat…

Hoffentlich können wir heute Nacht gut schlafen- der hasenmann wird nach dem heutigen Vatertagsausflug damit eher keine Probleme mehr haben 😉 – und ich glaube einfach ganz fest daran, dass man einer Mama an ihrem Geburtstag keine schlechten Nachrichten überbringen darf 🙂

Also drückt uns die Daumen, ich werde berichten

die hasenfrau

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Halbzeit

Momentan tut sich bei uns nicht allzu viel… Eigentlich stimmt das ja nicht, denn es tut sich jeden Tag Gewaltiges- allerdings glaube ich kaum, dass sich außer mir noch jemand den ganzen Tag darüber freuen kann, dass der kleine Paul anfängt zu lächeln und zu erzählen 🙂 Das tut er jetzt nämlich mit ganzer Hingabe- und ich sitze vor ihm und schmelze dahin 😉

Meistens geht es ihm auch ziemlich gut- schreien muss manchmal noch sein- aber wir Erwachsenen haben ja auch nicht jeden Tag gleich gute Laune. Meist bekommen der hasenmann und ich  auch ziemlich schnell raus, was das Problem ist und können es beheben- und wenn wir mal ratlos sind, hilft singen und beruhigend auf ihn einreden ziemlich gut.
Morgen hat er wieder einen Termin bei der Ergotherapeutin, ich möchte sie auch mal auf seine Fehlhaltung ansprechen, denn er hat eindeutig seine Schokoladenseite, auf die er sich immer dreht- jetzt wird das Köpfchen sogar schon ganz platt auf der Seite. Wir versuchen schon alles, damit er sich auch mal zur anderen Seite dreht- wir hängen Spielzeug auf, drehen seinen Laufstall um und doch liegt er zu 90% auf seiner Lieblingsseite. Hoffentlich kann uns die Ergotherapeutin einen Tipp geben.

Außerdem waren wir schon seit vier Wochen nicht mehr in der Klinik und wissen daher auch nicht, wie sich die Situation entwickelt hat. Irgendwie hab ich auch ziemlich Angst vor der nächsten Kontrolle- Angst, dass sich der Befund verschlechtert hat, Angst dass sich dieses Nierenproblem auf Paulchens Leben oder sogar seine Lebenserwartung auswirkt, Angst dass er wieder operiert werden muss…. Wir haben noch vier Wochen Zeit, uns Sorgen zu machen- denn erst dann steht der nächste Kontrolltermin an- also erst Halbzeit….

die hasenfrau

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Wieder hier

Endlich geht es mir wieder besser…. Nach dem Besuch meiner Schwester und ihrer Familie wurde ich am Sonntag Abend nämlich erstmal richtig schön krank- so richtig mit dolle Fieber und allem. War wirklich kein Spaß, vor allem das Stillen war sehr unangenehm und leider hab ich jetzt auch nicht mehr so viel Milch. Also ist wieder Stilltee trinken angesagt und hoffen, dass sich das wieder einpendelt, denn der kleine Mann ist sehr unglücklich, wenn er hungrig ist 🙂

Ansonsten gibt es von uns nicht viel Neues. Wir waren bei der U3, da war alles in Ordnung. Ebenso beim Hüftultraschall und der letzten Kontrolle in der Klinik. Leider hat sich der Nierenbefund nicht verbessert, aber immerhin auch nicht wirklich verschlechtert. Die Nierenbeckenstauung war bei der Kontrolle zuvor ja bei 6mm, jetzt sind wir wieder bei 7mm. Allerdings muss man ja auch bedenken, dass man nicht bei jeder Kontrolle genau die gleiche Ebene durch das Organ zu sehen bekommt und daher auch die Befunde nicht 100% miteinander vergleichbar sind. Schlimmer ist es jedenfalls nicht wirklich, aber dieser Befund lässt uns die vorherige Besserung natürlich auch weniger enthusiastisch sehen… Aber das Schöne ist, dass wir erst in 7 Wochen erneut zur Kontrolle müssen und dann vielleicht auch endlich mal das Antibiotikum absetzen dürfen.

Heute waren wir zum ersten Mal im Garten- der kleine Mann wusste noch nicht, was er mit den ganzen neuen Eindrücken anfangen soll- aber er wird sich sicherlich noch dran gewöhnen. So, jetzt hat er aber auch schon wieder Hunger, schönen Abend noch

die hasenfrau

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Zu viel Besuch für den kleinen Paul

In der letzten Zeit ist für unseren kleinen Mann alles ein bisschen zu viel.
Erst die Woche Besuch von den Großeltern- das war zwar schön, aber mit einem Säugling lässt sich eben doch nicht alles so entspannt gestalten wie sonst. Und für Paulchen selbst war es auch ziemlich stressig: rein ins Bettchen, raus aus dem Bettchen, rein in die Babyschale, rein ins Auto, raus aus dem Auto, anziehen, ausziehen und, und, und…. Da war nicht mehr viel von seinem gewohnten Tagesablauf übrig. Gleich im Anschluss kam meine Schwester mit Mann und kleinem Sohn. Das ist etwas entspannter auf der einen Seite, weil wir nicht so viel unternehmen- aber andererseits ist es in unserer Wohnung mit zwei kleinen, oftmals abwechselnd oder gleichzeitig weinenden Jungs einfach zu eng. Wenn der eine grade ruhig ist, heult der andere- und die Situation ist so überladen, dass keiner von beiden schlafen kann…. Aber es ist trotzdem schön, die drei um sich zu haben 🙂

Den schlimmsten Besuch macht uns aber leider schon seit Tagen das Bauchweh-Monster. Es hat sich in Paulchens Bauch häuslich eingerichtet- der ist jetzt ganz dick und gebläht von dem dummen Ding. Jedes Mal wenn der kleine Mann schlafen will, wacht das Bauchweh-Monster auf und macht ordentlich Rabatz… also ist auch für Paulchen nicht an Schlaf zu denken. Wenn die müden Augen dann doch mal gewonnen haben, regt sich das Bauchweh-Monster so sehr darüber auf, dass man sogar noch im anderen Zimmer das böse Gegrummel hören kann. Sollte das den kleinen Paul noch immer nicht aufgeweckt haben, geht das Monster zur nächsten Phase über- es lässt richtig die Hose knattern. Das tut weh und ist zudem auch noch nicht angenehm- davon wird Paulchen dann auch sicher wieder wach. Also Windel wechseln, auf den Arm nehmen und versuchen zu schlafen- nur damit das Bauchweh-Monster wieder von vorne anfangen kann mit seinen Spielchen :/
Eingeladen hat den unangenehmen Zeitgenossen sein Kumpel, das giftig-rote Antibiotikum mit Erdbeergeschmack. Das mag Paul zwar sehr gerne, wenn er aber wüsste, dass das klebrig süße Zeug mit dem Monster Hand in Hand arbeitet, würde er es auch nicht mehr nehmen wollen…. wir hoffen einfach auf die Kontrastmitteluntersuchung. Wenn die nämlich zeigt, dass es keinen Rückfluss von der Blase in die Nieren gibt, muss er das Antibiotikum nur noch nehmen, bis er ein halbes Jahr alt ist. Das ist leider auch noch eine lange Zeit, aber immerhin absehbar.

Am Donnerstag haben wir einen Termin bei unserer neuen Kinderärztin, vielleicht hat sie ja noch einen schlauen Einfall, wie wir die blöden Bauchschmerzen losbekommen oder wenigstens ein bisschen erträglicher machen können (wenn ihr noch schlaue Ideen habt, immer her damit :)) Am Freitag steht dann wieder die Kontrolle in der Klinik an- hoffentlich mit ähnlich guten Nachrichten wie beim letzten Mal.

eine leicht gestresste hasenfrau

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Gute Nachrichten für ein wunderschönes Wochenende

Gestern war es wieder soweit: die wöchentliche Kontrolle im Krankenhaus stand an. Also machten wir uns früh morgens auf den Weg. In der Klinik angekommen, wollten wir am liebsten gleich wieder gehen- es war eben ein typischer Freitag Morgen: jedes Kind, bei dem sich der Kinderarzt nicht ganz sicher war, stand jetzt mit seiner ganzen Familie und einem Einweisungsschein an der Anmeldung. Was an sich ja nicht schlimm gewesen wäre, wenn nicht zwei ganz neue, ungelernte Kräfte hinter dieser Anmeldung gesessen hätten. Also war warten angesagt- ganze 20 Minuten, bis wir uns überhaupt erst anmelden konnten. Im Nachhinein auch kein Problem, denn leider war in der Nacht ein schwer krankes Baby geboren worden und der Oberarzt konnte nicht weg von der Station. Also konnten wir noch in aller Ruhe im Stillzimmer stillen und mit einem satten und halbwegs zufriedenen Kind zum Ultraschall gehen. Das Ergebnis gab Anlass zur Freude: die Harnleiter sind zwar noch immer sehr weit (von ehemals 8mm auf 7mm Durchmesser), haben aber eine gute Peristaltik- das heißt, die Muskulatur in den Harnleitern arbeitet gut und transportiert den Urin immer schön von der Niere in Richtung Harnblase- so soll es sein 🙂 Das wirklich Schöne ist aber, dass die Nierenbeckenerweiterung auf beiden Seiten zurückgegangen ist. Ehemals waren wir bei guten 8mm auf beiden Seiten und gestern waren es nur noch 6mm auf beiden Seiten. Außerdem wachsen die Nieren gut, was bedeutet, dass es jetzt prozentual mehr Nierengewebe als aufgestautes Nierenbecken gibt. Der Oberarzt war sehr zufrieden- um die Kontrastmitteluntersuchung werden wir wohl trotzdem nicht rumkommen, aber gestern wurde die leise Vermutung geäußert, dass wir vielleicht doch keine Nierenbeckenplastik brauchen- also keine OP mehr! Wenn das mal keine guten Nachrichten sind 😀 So gut, dass wir jetzt nur noch alle zwei Wochen zur Kontrolle kommen müssen- wir freuen uns so!

Mit diesen guten Ergebnissen im Gepäck gingen wir im Anschluss auf die Neonatologie, den versprochenen Besuch machen. Eigentlich dachten wir, dass die Stimmung wegen des schwer kranken Neugeborenen nicht sehr gut sei- aber alle haben sich wirklich gefreut, uns wieder zu sehen. Der Kleine war noch wach und so wurde er gleich von unserer Lieblingsschwester auf den Arm genommen und geknuddelt- sie kam aus dem Schwärmen nicht mehr raus 🙂 Ich konnte meine Muffins und Cookies abgeben und eine schöne Dankeskarte mit Foto von Paulchen hatten wir auch noch dabei. Trotz der vielen Arbeit hatten wir wirklich das Gefühl, dass die Damen sich über unseren Besuch sehr gefreut haben- wir verabschiedeten uns mit dem Versprechen, bald mal wieder vorbei zu schauen. Insgesamt war es nach dem anfänglichen Stress doch ein sehr schöner Vormittag im Klinikum 🙂

Heute kommen Paul-Benetts Großeltern aus Süddeutschland. Ich freu mich schon auf sie und sie können es garnicht erwarten, ihren zweiten Enkel auch endlich live und in Farbe zu sehen. Deshalb muss ich jetzt noch kurz durch die Wohnung wischen und aufräumen, der kleine Mann bekommt sicherlich auch gleich wieder Hunger…

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, genießt die Sonne und den Hauch von Frühling

eine sehr glückliche hasenfrau

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Zu Hause

Heute ist also unser dritter Tag zu Hause.
Am Mittwoch gegen halb fünf nachmittags war der große Moment gekommen- ein dick eingepackter Winzling verließ mit seinen stolzen Eltern die Neo-Intensiv und machte sich auf, die große weite Welt zu entdecken. Leider war ihm diese Welt zu kalt und viel zu leise, so ganz ohne Intensivstationsgeräusche…. Daher konnte der kleine Krieger in der ersten Nacht auch keinen Schlaf finden und musste alle zwei Stunden zu Mama an die Brust- eher kuscheln und beruhigen als trinken.
Am Donnerstag stand dann der erste Besuch der Hebamme an und danach gings zu den Großeltern und ganz kurzfristig noch ins Fotostudio. Es sind tolle Bilder entstanden und Oma und Opa waren überglücklich, ihren Enkel endlich auf dem Arm halten zu können, aber anstrengend war auch dieser Tag. Der Kleine konnte seine Augen nicht mehr aufhalten und so schlief er doch tatsächlich ganze vier Stunden in der Nacht durch- welche eine Wohltat nach der ersten Nacht 🙂
Gestern mussten wir dann zum Kinderarzt und zur Ultraschallkontrolle in die Klinik. Die Kontrolle ergab keine Verschlechterung, allerdings auch keine Verbesserung. Jetzt müssen wir jeden Freitag zum Ultraschall und falls alles so bleibt, muss Paulchen im Alter von 6-8 Wochen doch noch die Kontrastmitteluntersuchung bekommen, die dann darüber entscheidet, ob er nochmal operiert werden muss oder nicht. Glücklicherweise kann man diese Untersuchung ambulant durchführen lassen und wir hoffen ja noch immer, dass sich seine Nieren im Laufe der Zeit erholen und keine weiteren OPs nötig werden. Pullern kann er gut (Bilanz der ersten drei Tage: vier vollgepullerte Bodies und zwei Strampler :)) Stillen klappt auch super, heute war die Hebamme da und hat ihn gewogen: stolze 2820g! Leider macht ihm sein Antibiotikum die Darmflora kaputt und er hat schlimme Blähungen. Manchmal sogar so schlimm, dass er zwischen den Mahlzeiten garnicht zum Schlafen kommt :/ Unsere Hebamme hat uns jetzt probiotische Tropfen empfohlen- wir werdens mal ausprobieren, schaden kann es ja nicht.

Insgesamt sind wir überglücklich, endlich zu Hause zu sein- auch wenn man jede Woche wieder die Angst hat, dass man ohne Kind wieder aus der Klinik zurück kommt, weil sich die Werte verschlechtert haben und man doch gleich eingreifen muss…. Jetzt genießen wir unser erstes Wochenende zu dritt- und pünktlich dazu lässt sich auch die Sonne blicken 🙂

Ein schönes Wochenende wünscht euch
die hasenfamilie

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The day after

Gestern hatte unser Paulchen also seinen großen Tag.
Gegen halb acht gings los in den OP, wir sollten dann um halb zehn anrufen um zu erfahren, wie alles gelaufen war. Natürlich war ich ab halb acht glockenhellewach und konnte an nichts anderes mehr denken- als es dann endlich halb zehn war, rief der hasenmann auf der Station an, leider ging niemand ans Telefon. Kurz darauf wurde uns nur gesagt, dass der Kleine noch nicht wieder zurück sei- weiter nichts. Kein Grund, keine weitere Auskunft, ob es vielleicht Probleme gegeben hatte…. einfach nichts. Also mussten wir noch ne ganze Stunde warten, bis endlich die erleichternde Nachricht kam: Paulchen ist wieder auf der Station und es geht ihm ganz gut. Dann hieß es natürlich schnell Sachen packen und los Richtung Klinik. Inzwischen hatte ich auch eine SMS von der Kinderchirurgin bekommen, die Paulchen mit operiert hatte- auch sie gab Entwarnung, die OP sei gut verlaufen und er habe einen Blasenkatheter liegen.
Auf der Station angekommen konnte uns leider niemand sagen, ob die Chirurgen eine Klappe gefunden hatten oder nicht. Aber die Erleichterung war riesengroß als wir sahen, dass der Kleine alleine atmete, zwar ein bisschen blass um die Nase war, aber ansonsten wirklich gut aussah. Den Vormittag hat er dann noch schön mit Hilfe eines leichten Schmerzmittels verpennt- ich war so erleichtert, ich konnte keine Minute von seinem Bettchen weg. Als ich dann doch mal Milch abpumpen musste, kam die Oberärztin zum hasenmann und erklärte ihm, dass die Chirurgen eine Klappe gefunden und auch gelasert hatten- der Blasenkatheter müsste zur Schienung liegen bleiben, bis die Chirurgen Anfang nächster Woche nochmal eine Blasenspiegelung zur Kontrolle gemacht hatten- wenn da dann alles ok ist, die Klappe komplett weggelasert ist und der Kleine gut pullern kann, dürfen wir vielleicht auch schon im Laufe der nächsten Woche nach Hause!

Inzwischen ist der Kleine auch schon wieder fast der Alte. Natürlich ist er noch ein bisschen müde, aber er trinkt wieder fleißig an der Brust und liebt es, auf meinem Arm zu kuscheln. Heute soll eine weitere Ultraschallkontrolle seiner Nieren erfolgen und man verspricht sich, dass man 24 Stunden nach der OP vielleicht schon einen Effekt auf die Stauung sehen kann. Zur letzten Abendrunde um halb neun bin ich ja wieder in der Klinik, ich bin mal gespannt, was die Ärzte dann sagen- ich halte euch auf dem Laufenden 🙂

die hasenfrau

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Und wenn man schon kein Glück hat….

…. kommt manchmal auch noch Pech dazu.

Wir waren gestern Abend beim Feindiagnostiker, eigentlich ja nur zur Kontrolle. Eigentlich hatten wir ja auch ein gutes Gefühl, weil der Kleine merklich gewachsen ist und es uns auch ansonsten gut ging. Also gings wieder auf die altbekannte Liege, dieses Mal ohne lange Wartezeit. Der Nierenbefund hat sich auf beiden Seiten verschlechtert, auf einer deutlicher als auf der anderen- aber leider sind sowohl die Nierenbecken als auch die Harnleiter mehr gestaut als beim letzten Mal. Die Harnblase ist gefüllt, was bedeutet, dass Paulchens Nieren noch arbeiten- das ist schonmal ein gutes Zeichen. Fruchtwasser ist auch noch genügend vorhanden was bedeutet, dass er zumindest ein bisschen pullern kann, denn ansonsten würde er das ganze Fruchtwasser einfach nur trinken und nicht mehr auspullern können und dann wäre irgendwann keins mehr da und der kleine Mann würde auf dem Trockenen liegen. Gewachsen ist er wirklich, geschätzt momentan auf knapp über 2500g und der Bauchumfang liegt jetzt endlich im Normalbereich- ein süßes 3D-Bild von seinem Gesichtchen haben wir auch bekommen. Soviel von Paule- keine besonders guten Nachrichten, aber auch nicht besorgniserregend schlecht.
Dummerweise gehören zu so einer Schwangerschaft ja immernoch zwei. Bei der weiteren Untersuchung stellte sich heraus, dass sich das Venennetz um meine Gebärmutter ziemlich stark ausgebildet und ähnlich wie bei Krampfadern erweitert hat- das ist wichtig, falls es doch noch zu einem Kaiserschnitt kommen sollte, denn dann ist besondere Vorsicht geboten, um diese Gefäße nicht zu verletzen und keinen zu großen Blutverlust zu riskieren. Ob deswegen ein Kaiserschnitt nur in Vollnarkose möglich ist, konnte uns der Feindiagnostiker leider nicht sagen. Zu allem Übel ist auch die Durchblutung meine Gebärmutter nicht mehr ausreichend- zwar noch nicht besorgniserregend, aber doch soweit eingeschränkt, dass der Feindiagnostiker eine Entbindung kurz nach der vollendeten 37. Woche empfiehlt. das wäre also morgen in einer Woche. Wir sollen jetzt erstmal in unsere “Flitterwochen” fahren, am Freitag haben wir dann einen weiteren Termin bei meiner Frauenärztin. Dort wird dann auch das weitere Vorgehen geklärt. Ich persönlich wäre sehr dafür, den Kleinen in der nächsten Woche zu holen, denn dann ist die 37. Woche vollendet, er ist mit 2500g nicht mehr besorgniserrregend leicht und ich kann einfach nicht mehr von Arzttermin zu Arzttermin bangen, nur um jedes Mal eine weitere Diagnose zubekommen- jetzt sind schon eine Handvoll Sachen nicht in Ordnung und ich soll trotzdem einfach abwarten? Das halte ich wirklich nicht mehr aus. Aber vielleicht folgt das Krankenhaus ja auch der Empfehlung des Feindiagnostikers und versteht meine Sorgen und Ängste und leitet die Geburt ein.

Jetzt packen wir mal unseren kleinen Koffer und hoffen auf drei erholsame Tage ohne größere Probleme- und dann werden wir weiter sehen.

die hasenfrau

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Nachtrag zum großen Tag

In den letzten Tagen war hier wirklich einiges los- so kurz vor der Geburt gibt es noch sooo viele Termine, die man unbedingt noch vorher “abarbeiten” muss… Daher erst heute ein Nachtrag zum Gespräch mit dem kinderchirurgischen Chefarzt am Dienstag.
Eigentlich hat er uns nicht viel Neues berichtet, allerdings war das ganze Gespräch und die Athmosphäre ganz anders und viel angenehmer als bei der Fetalkonferenz. Die Sekratärin brachte uns in einen Besprechungsraum mit Fotos an den Wänden, Kaffee und bequemen Sesseln. Der Chefarzt kam direkt aus dem OP, begrüßte uns sehr freundlich und las sich den Befund nochmal durch. Dann erklärte er uns, dass der Grad der Stauung noch nicht so besorgniserregend sei, dass Paulchens Nieren Schaden nehmen, wenn wir jetzt noch die drei Wochen bis zur Geburt abwarten. Was genau das Problem mit dem Harnabfluss ist, kann er natürlich auch erst mit Sicherheit sagen, wenn der Zwerg auf der Welt ist- aber immerhin konnte er uns ein wenig die Angst und vor allem diese schreckliche Ungewissheit nehmen. Wenn der Kleine auf der Welt ist und gut pullern kann, darf ich ihn vielleicht sogar noch auf der Wöchnerinnenstation haben und er muss erst bei meiner Entlassung auf die Kinder-Intensivstation zur OP und Diagnostik. Falls das mit dem pullern aber nicht klappt, muss er gleich einen Katheter bekommen und auf ITS, da die Diagnostik mit Blasenspiegelung und OP dann in den ersten drei Lebenstagen stattfinden soll. Wenigstens wissen wir jetzt ein bisschen besser Bescheid- nach Hause nehmen werden wir ihn dann also erstmal nicht können….
Aber die Art und Weise, wie dieses Gespräch geplant und geführt wurde hat uns schon ein gutes Gefühl gegeben. Endlich fühlte man sich ernst genommen mit den ganzen Sorgen als werdende Eltern. Wir warten jetzt den Kontrolltermin beim Pränataldiagnostiker am Samstag ab und wenn dort alles gut ist- wovon wir jetzt einfach mal ausgehen 🙂 – fahren wir am Sonntag in unsere “Flitterwochen”, aber nur bis Dienstag und dann kann unser kleiner Mann gerne kommen 🙂 Wir können es kaum noch erwarten, die Freude auf ein Leben mit ihm ist trotz der Sorgen in den letzten Wochen unendlich groß!

die hasenfrau

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