Posts Tagged With: Hebamme

Frohe Ostern!

Paulchen wünscht allen seinen treuen Lesern ein wunderschönes Osterfest!
Hoffentlich war der Osterhase brav und hat viele Ostereier versteckt- der kleine Paul darf nachher auch noch suchen 🙂

Ansonsten ist es hier gerade ziemlich schwierig. Der kleine Mann ist von dem ganzen Besuch und Herumgereiche auf fremden Armen total durcheinander. Letzte Woche war es dann soweit: drei Tage lang hat er nur geschrien- nicht geweint, sondern richtig geschrien. Gerne auch mal vier Stunden am Stück. Er war durch nichts zu beruhigen, ich wusste nicht mehr weiter und so kam die Hebamme nochmal vorbei. Nach meinem Milchstau mit Fieber hatte ich immer noch die leise Angst, nicht genug Milch zu haben- aber das war nicht der Fall, wir fütterten ihn mit genügend eingefrorener Muttermilch und trotzdem hörte er nicht auf zu schreien. Schließlich empfahl uns die Hebamme, zu einer Ergotherapeutin zu gehen, die auch Osteopathie für Babys anbietet. Eigentlich war ich immer gegen Osteopathen- von wegen Geburtsstress und so, außerdem habe ich in meinem Bekanntenkreis schon sehr schlechte Erfahrungen mit Osteopathen gemacht. Aber nach diesen drei Tagen war ich so am Boden zerstört, dass mir jedes Mittel recht. Wir bekamen auch gleich für den nächsten Tag einen Termin und ich bin total begeistert von dieser Frau. Sie kann toll mit Kindern umgehen- vor der Behandlung hat Paul mit ihr gelacht und geflirtet. Von der eigentlichen Behandlung verstehe ich ja nichts- aber danach hat er erstmal vier Stunden geschlafen. Das Beste war, dass sie uns das Gefühl gegeben hat, uns zu verstehen- sie kam nicht mit diesen abgedroschenen Phrasen wie “der hat bestimm Hunger”, “der muss doch auch mal schreien” oder “dem ist bestimmt kalt”. Laut der Therapeutin ist der Kleine einfach nicht im Gleichgewicht. Der Stress seiner ersten acht Wochen macht sich jetzt bemerkbar, wo er mehr mitbekommt und wacher ist. Damit ist er total überfordert und angespannt. Jetzt gehen wir einmal wöchentlich zu ihr und hoffen, dass es ihm hilft. Nach der ersten Behandlung hab ich auch schon das Gefühl, dass es nicht mehr ganz so schlimm ist- er schreit zwar immernoch, aber nur noch sehr kurz- minutenlang- und lässt sich ziemlich gut beruhigen. Jetzt bin ich auch schon wieder etwas beruhigter. In den nächsten Tagen werden wir die Besuche und Ausflüge auf das Nötigste reduzieren, damit Paulchen die Möglichkeit bekommt, endlich in seinem Leben anzukommen. Aber der Osterhase kommt heute trotzdem 🙂

die hasenfrau

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Nicht der Versuch….

… allein das Durchhalten wird belohnt.

– alte Hebammenweisheit-

Jaja, ziemlich wahr… das sag ich mir momentan so um die acht mal am Tag. Stillen ist zwar wunderschön, aber auch sehr anstrengend und manchmal durchaus schmerzhaft. Hätte ich ein gesundes Kind bekommen, bin ich mir nicht sicher, ob ich das durchgezogen hätte. Ja, steinigt mich ruhig- ich dachte auch immer nach einer Geburt ist das bisschen Schmerzen beim Stillen gut auszuhalten- aber ganz ehrlich: wenn der Sohnemann vor lauter Hunger mal deine halbe Brustwarze abgebissen hat, überlegst du dir das wirklich nochmal.
Inzwischen sind wir aber ein ziemlich gutes Team, es klappt sogar fern ab vom heimischen Sofa und die Schmerzen werden auch erträglicher- der kleine Mann lernt dazu 🙂 Nachts schläft er schon zwischen vier und fünf Stunden durch, also nur einmal aufstehen pro Nacht, das ist wirklich schön! Tagsüber heißt es dann aber schonmal nach zwei Stunden: HUNGER!!!

Heute waren wir zum ersten Mal in der Mensa essen. Dazu muss man sagen, dass der hasenmann Ehrenmitglied im Studentenclub ist, der sich im Keller der Mensa befindet, also essen wir meist in den Clubräumen und nicht im großen Mensasaal. Dort wurde Paulchen dann auch gleich bestaunt und bekam eine sehr schöne Biene-Maja-Garderobe und einen Sigikid Frosch geschenkt 🙂 Danach gings ab zum Windel- und Wocheneinkauf- also ein sehr ausgefüllter Tag, aber Paulchen hat es gefallen und er hat schön brav den ganzen Nachmittag verschlafen. (PS: Einkaufswagen mit Platz für die Babyschale sind total unpraktisch- musste mal gesagt werden….)
Morgen kommt unsere Hebamme und wiegt den kleinen Kerl nochmal- ich bin ja schon sehr gespannt… Hoffentlich ist er bald schwer genug für die Babytrage, denn die hasenfrau allein mit Kinderwagen und Hund klappt nicht wirklich. Am Donnerstag steht dann der erste Termin bei der Kinderärztin an und am Freitag die wöchentliche Kontrolle im Klinikum.

der hasenmann muss heute nicht so lange arbeiten, also werden wir heut Abend noch Gipsabdrücke von den Händen und Füßchen unseres kleinen Pauls machen, denn leider haben wir keinen Fußabdruck von ihm, weil die Neonatologen ihn ja gleich mit auf die Intensivstation genommen hatten… Das wird sicherlich witzig- und das Baden danach lohnt sich wenigstens 🙂
In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend

die hasenfrau 

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Zu Hause

Heute ist also unser dritter Tag zu Hause.
Am Mittwoch gegen halb fünf nachmittags war der große Moment gekommen- ein dick eingepackter Winzling verließ mit seinen stolzen Eltern die Neo-Intensiv und machte sich auf, die große weite Welt zu entdecken. Leider war ihm diese Welt zu kalt und viel zu leise, so ganz ohne Intensivstationsgeräusche…. Daher konnte der kleine Krieger in der ersten Nacht auch keinen Schlaf finden und musste alle zwei Stunden zu Mama an die Brust- eher kuscheln und beruhigen als trinken.
Am Donnerstag stand dann der erste Besuch der Hebamme an und danach gings zu den Großeltern und ganz kurzfristig noch ins Fotostudio. Es sind tolle Bilder entstanden und Oma und Opa waren überglücklich, ihren Enkel endlich auf dem Arm halten zu können, aber anstrengend war auch dieser Tag. Der Kleine konnte seine Augen nicht mehr aufhalten und so schlief er doch tatsächlich ganze vier Stunden in der Nacht durch- welche eine Wohltat nach der ersten Nacht 🙂
Gestern mussten wir dann zum Kinderarzt und zur Ultraschallkontrolle in die Klinik. Die Kontrolle ergab keine Verschlechterung, allerdings auch keine Verbesserung. Jetzt müssen wir jeden Freitag zum Ultraschall und falls alles so bleibt, muss Paulchen im Alter von 6-8 Wochen doch noch die Kontrastmitteluntersuchung bekommen, die dann darüber entscheidet, ob er nochmal operiert werden muss oder nicht. Glücklicherweise kann man diese Untersuchung ambulant durchführen lassen und wir hoffen ja noch immer, dass sich seine Nieren im Laufe der Zeit erholen und keine weiteren OPs nötig werden. Pullern kann er gut (Bilanz der ersten drei Tage: vier vollgepullerte Bodies und zwei Strampler :)) Stillen klappt auch super, heute war die Hebamme da und hat ihn gewogen: stolze 2820g! Leider macht ihm sein Antibiotikum die Darmflora kaputt und er hat schlimme Blähungen. Manchmal sogar so schlimm, dass er zwischen den Mahlzeiten garnicht zum Schlafen kommt :/ Unsere Hebamme hat uns jetzt probiotische Tropfen empfohlen- wir werdens mal ausprobieren, schaden kann es ja nicht.

Insgesamt sind wir überglücklich, endlich zu Hause zu sein- auch wenn man jede Woche wieder die Angst hat, dass man ohne Kind wieder aus der Klinik zurück kommt, weil sich die Werte verschlechtert haben und man doch gleich eingreifen muss…. Jetzt genießen wir unser erstes Wochenende zu dritt- und pünktlich dazu lässt sich auch die Sonne blicken 🙂

Ein schönes Wochenende wünscht euch
die hasenfamilie

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Noch zehn Tage

Endlich haben wir einen definitiven Termin, bzw. eine klare Aussage.
Nach dem Termin bei der Frauenärztin heute morgen schickte sie uns in die Klinik um ein Gespräch zwecks Einleitung der Geburt zu führen.Nach CTG und Gespräch mit dem diensthabenden Gynäkologen wissen wir jetzt, dass Pauls Geburt am 13.02. eingeleitet wird. Bis dahin soll ich alle drei Tage zur CTG- und Dopplerkontrolle- wenn sich an seinen Werten bei diesen Kontrollen nichts verschlechtert, dann bleibt es beim 13.02., und falls es doch noch vorher Probleme geben sollte, bin ich ja jetzt in engmaschiger Kontrolle. Die Fruchtwassermenge war heute auch grenzwertig, weniger sollte es nicht werden- aber Paulchen ist weiterhin auf 2400g geschätzt- ein Riese wird es also nicht werden, aber immerhin nicht mehr ganz so klein und leicht wie in den letzten Wochen 🙂

Ach, wir sind wirklich froh, dass wir eine klare Ansage haben und wissen, worauf wir uns einstellen können- jetzt haben wir also noch zehn babyfreie Tage, in denen wir noch die letzten wichtigen Dinge erledigen können- beispielsweise unser Auto aus der Werkstatt abholen, die Basis für die Babyschale im Auto kaufen und die Institute informieren, zu deren Klausuren ich nicht mehr kommen kann. Glücklicherweise sind das nur zwei, die restlichen Scheine schaffe ich hoffentlich noch vor der Geburt 🙂

Endlich mal eine befriedigende Auskunft und noch dazu der erste Schnee in diesem Jahr- was will man mehr?

die hasenfrau

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und täglich grüßt das Murmeltier

Morgen ist mal wieder einer der inzwischen zahlreich gewordenen “großen Tage”.
Die Hoffnung, an solchen Tagen wirkliche Entscheidungen mitgeteilt zu bekommen, schwindet immer weiter und eigentlich stellen wir uns vor jedem neuen Termin auf eine weitere Enttäuschung ein- wahrscheinlich wird man uns wieder sagen, was alles nicht in Ordnung ist, aber handeln wird man nicht. Also werden wir sicher auf den nächsten Kontrolltermin vertröstet. Welche Belastung das für uns darstellt scheint erstmal nicht zu zählen. Ich bin momentan einfach nur gefrustet und fühle mich unverstanden. der hasenmann versucht schon alles, um mir die Situation erträglicher zu machen und macht mir süße kleine Geschenke- aber auch seine Nerven haben schon ziemlich gelitten in den letzten Wochen. Zwischendurch keimt doch auch immer wieder ein bisschen Hoffnung auf- dass vielleicht meine Gynäkologin oder die Ärzte in der Klinik endlich unserer Meinung sind und den kleinen Mann nächste Woche holen- wie es der Pränataldiagnostiker empfohlen hat. Leider wurde diese Hoffnung von meiner Hebamme gleich wieder zerstört- die Klinik sei gerade ziemlich voll und eigentlich werden nur noch absolute Notfälle aufgenommen. Ich bin gerade sehr verwirrt und kann mich auch einfach auf nichts anderes mehr konzentrieren als auf unseren Paul. Die Uni leidet darunter- eigentlich sollte ich am Freitag eine Klausur schreiben, aber ich weiß noch nicht, ob ich mich bis dahin überhaupt aufraffen kann, etwas zu lernen…. man will eigentlich nur die Tage überstehen, bis man endlich Gewissheit hat. Gewissheit, was als nächstes passieren soll, Gewissheit, was mit Pauls Nieren ist, Gewissheit, wie man ihm helfen kann.
Wir sind erschöpft.

die hasenfrau

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Ein kleiner Schutzengel für Paul

Das kam heute mit der Post:

“Er ist an deiner Seite, du kannst ihn nicht sehen.
Er hört dir zu und kann dich verstehen.
Bist du mutlos und traurig steht er dir bei,
ganz still und leise, denn Engel sind frei!
Hab’ keine Angst und hab Vertrauen,
auf Engel kannst du immer bauen.
Er wird immer bei dir sein und du bist niemals mehr allein.
Und wenn du ihn siehst, in deinen Träumen bei Nacht
denk immer daran: Er gibt auf dich Acht!” 

Paulchen, das ist dein ganz eigener kleiner Schutzengel von deiner Tante, deinem Onkel und deinem kleinen Cousin. Den nehmen wir ab jetzt immer mit, damit er auch wirklich gut auf dich aufpassen kann! Für morgen können wir alle Schutzengel und guten Gedanken gebrauchen, die wir bekommen können.

Heute war aber ein eher bescheidener Tag. Der Vorsorgetermin bei der Frauenärztin fand nicht wirklich statt, da sie krank ist und die Vertretung die Befunde anschauen sollte. Leider war diese mit der Situation völlig überfordert und fragte mich dann, was sie denn jetzt machen solle…. Als ob ich ihr das sagen könnte- eigentlich hätte ich mir in unserer momentanen Situation wirklich ein bisschen mehr Hilfe erwartet. Den Termin hätten wir uns auch schenken können… Fast hätte ich deswegen noch den Geburtsvorbereitungskurs verpasst- aber der hasenmann hat uns ganz fix mit dem Auto gebracht und so hat es doch noch geklappt und so haben wir schön brav “in den Bauch geatmet”- dabei konnten wir beide uns richtig gut entspannen 🙂
Jetzt hoffen wir für morgen einfach das Beste- so langsam können wir nicht mehr warten, diese Ungewissheit ist wirklich das Schlimmste …..

die hasenfrau

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