Posts Tagged With: MCU

Das Ergebnis

Gestern hatten wir also unseren gr0ßen Termin- die MCU, die endlich klären sollte, ob beim hasenkind eine weitere Antibiose nötig ist oder ob alles beim Alten bleibt.
Ich war schon am Dienstag am Boden zerstört- allein der Gedanke, mein kleines hasenkind auf dieser Liege zu sehen und zu wissen, dass sie ihm weh tun, hat mir das Herz gebrochen. Glücklicherweise war mein 2-Jähriger viel mehr damit beschäftigt, ein Duplo-Haus zu bauen, seinen Bruder zu kitzeln oder mit dem Stubenwagen durch die Wohnung zu fahren, sodass er meine Anspannung nicht wirklich mitbekommen hat. Dass das Krankenhaus für uns ein ganz normaler Ort- fast schon mein zweites Zuhause ist- hat natürlich auch geholfen.

Also machten wir uns auf den Weg, bewaffnet mit Teddy und Schnuller. Nachdem wir dann drei Mal von Pontius zu Pilatus geschickt wurden, waren wir endlich richtig und mussten fast eine Stunde warten- was das hasenkind mit Rumbocken und sinnlos- Umhergerenne und das hasenbaby mit Hungergebrüll quittierte. Als wir dann endlich dran waren, war schon fast Mittagsschlafzeit. Das hasenkind wusste, was so ungefähr passieren würde- ich bin ein großer Fan davon, auch den Kleinsten ehrlich zu erzählen, was passieren soll- und erstaunlicherweise war er ganz ruhig. Er legte sich auf die Liege, kuschelte mit Teddy und erzählte mit mir- naja, ich hab erzählt und er geantwortet. Er war solo tapfer- beim sehr unangenehmen Teil hat er nur einmal ganz kurz geweint und ansonsten hat er alles nur mit großen Augen beobachtet.
Die Aufnahmen wurden ganz gut und die Radiologin war begeistert von einem so kooperativen Zweijährigen.

Glücklicherweise zeigte sich kein Reflux, das bedeutet, dass auch bei gefüllter Blase oder beim Pullern kein Urin in die Harnleiter und somit in Richtung Nieren fließt. Also keine erhöhte Gefahr für Harnwegsinfekte und somit auch keine antibiotische Abschirmung. Wir sind so erleichtert!

Jetzt bekommt das hasenkind noch 3 Tage Antibiotikum zur Sicherheit und wir gehen weiterhin jedes halbe Jahr zur Kontrolle.
Ganz vielen Dank für eure gedrückten Daumen, es tut wirklich gut zu wissen, dass wir nicht alleine sind- und falls ihr irgendwann mal gedrückte Daumen braucht, lasst es uns wissen 😉

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Auf ein Neues….

Ihr Lieben,

nachdem wir ja jetzt endlich bei einer ausgebildeten Kindernephrologin in Behandlung sind, stand heute eine der halbjährlichen Kontrollen an.
Glücklicherweise hat das hasenkind endlich sein für Nierenkinder typisches Gewichtsproblem in den Griff bekommen- endlich wiegt er mehr als 10kg! Im Ultraschall war noch immer eine beidseitige Nierenbeckenerweiterung zu erkennen, allerdings nicht besorgniserregend. Die Harnleiter sind weiterhin auf beiden Seiten viel zu groß- die Hoffnung, dass sich das “Auswachsen” würde, hat sich bis jetzt nicht bestätigt. Da diese weiten Harnleiter wie eine riesige große Tür mit Einladungsschild für Bakterien sind, müssen wir jetzt ziemlich schnell endgültig klären, ob ein Reflux vorliegt- also ob der Urin aus der Blase in die Harnleiter aufsteigt und somit die Bakterien daraus auf dem besten Weg ins Nierenbecken sind. Nächsten Mittwoch haben wir den Termin- mein armes hasenkind tut mir jetzt schon leid. Er ist noch zu klein, um es zu verstehen aber schon groß genug, dass er es mitbekommt :/ Der hasenmann nimmt sich frei und ich werde die ganze Zeit Händchen halten. Ich sehe ja ein, dass es notwendig ist und ich bin auch sehr froh über die Gewissheit, die wir damit erlangen- aber ich würde es ihm trotzdem so gern ersparen.

Am Freitag ist Impftermin- also 3 Arzttermine in einer Woche- armes hasenkind 😦

Jetzt gehen wir erstmal die Sonne genießen und den Rettungshubschrauber besuchen 🙂
Macht’s gut- ich melde mich, sobald es was Neues zu erzählen gibt.

die hasenfrau

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Nicht die feine englische…..

Hallo ihr Lieben!

Es war sicher nicht die feine englische Art von mir, mich so lange nicht zu melden- aber hier war einiges los: wir haben seit vier Wochen ein Hasenbaby 🙂

Die Schwangerschaft war leider nicht so schön- mehrere Krankenhausaufenthalte und wieder einmal die bange Frage, ob mit dem Zwerg alles in Ordnung ist. Also engmaschige Kontrolle beim Pränataldiagnostiker. Der Kleine wollte wieder nicht so recht zunehmen und wachsen und bei jedem US war die Blase prall gefüllt- allerdings waren glücklicherweise keine gestauten Harnleiter zu sehen. In der 30. SSW- am 20.12. passend zu Weihnachten- bekamen wir dann Entwarnung: wahrscheinlich keine Klappe. Die Nierenbecken sind nur minimal erweitert, die Blase leert sich, Fruchtwassermenge ist normal und die Harnleiter sind nicht gestaut. Das war das schönste Weihnachtsgeschenk aller Zeiten! Ich hatte mich schon seelisch und moralisch darauf eingestellt, den ganzen Kram beim Hasenbaby zu wiederholen- dabei hatte ich mir beim zweiten Kind doch nur gewünscht, es nach der Geburt im Arm halten zu dürfen…. Und dieser Wunsch sollte dann nach wochenlangem Bangen doch in Erfüllung gehen 🙂 

Der Pränataldiagnostiker meinte zwar, eine Klappe gesehen zu haben, aber selbst wenn er recht hatte- sie war nicht so groß oder verschloss die Harnröhre nur unvollständig, sodass eine sofortige OP nicht nötig wäre. Während meiner Schwangerschaft absolvierte ich mein Praktisches Jahr in der Klinik- Onkologie, Kardiologie, Palliativmedizin und die letzten 4 Monate auf der Neo-Imtensiv, auf der auch unser Hasenkind lag. Das war ganz schön schräg- so viele Erinnerungen und plötzlich steht man auf der anderen Seite des Inkubators…. Die Zeit, in der wir bangen mussten, ob wir mit dem Hasenbaby nochmal kommen würden war sehr schwer- aber ich lernte auch tolle Menschen kennen- eine davon eine ausgebildete Kindernephrologin, die sich sofort bereit erklärte, das Hasenbaby nach der Geburt zu untersuchen um auf Nummer sicher zu gehen.

Dem Hasenkind geht es mittlerweile sehr gut 🙂 Er ist schon 2 Jahre alt und liebt seinen kleinen Hasenbruder heiß und innig. Vor einem halben Jahr waren wir mit ihm zum letzten Mal bei dem Arzt, der ihn seit seiner Geburt betreut- die Harnleiter waren weiterhin erweitert, allerdings rückläufig und die Nierenbecken auf der einen Seite überhaupt nicht und auf der anderen Seite nur minimal erweitert. Diese Untersuchungsergebnisse veranlassten den Arzt dazu, uns für immer und ewig zu entlassen- also nie wieder Kontrollen oder ähnliches. Im ersten Moment war ich begeistert, kurz danach aber verwirrt- als ich das der Kindernephrologin erzählte, konnte sie es kaum glauben. Denn leider haben Klappenkinder auch nach erfolgreicher OP ihr Leben lang ein erhöhtes Risiko einer Nierenschädigung- auch Jahre nach dem eigentlichen Ereignis. Jedenfalls sind wir jetzt bei dieser Nephrologin in Betreuung und müssen weiterhin einmal im Jahr zur Sonografie, Nierenwerte im Blut kontrollieren und Urin abgeben. In einem halben Jahr bekommt das Hasenkind auch eine MCU- Miktionszysturetherogaphie, eine Untersuchung, bei der mittels Durchleuchtung festgestellt wird, ob ein Rückfluss von der Blase in die Harnleiter und somit vielleicht in das Nierenbecken vorliegt. Eigentlich hätte er diese Untersuchung schon nach seiner Geburt haben sollen, um einen Vergleichswert zu haben- aber der damals behandelnde Arzt hielt es für unnötig. Mit 2 Jahren ist diese Untersuchung allerdings so unangenehm, dass sie in Narkose durchgeführt wird- vielen Dank auch, dieses Risiko hätten wir uns sparen können….. Naja, jedenfalls fühlen wir uns jetzt gut aufgehoben- und allen Betroffenen Eltern kann ich nur raten: lasst euch nicht abwimmeln, auch wenn die Nachricht “ihr Kind ist jetzt gesund, wir müssen nichts mehr kontrollieren” im ersten Moment eine enorme Erleichterung ist, ist sie nur die halbe Wahrheit. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass wir weiterhin in Betreuung sind, um eventuelle Spätschäden schnell und rechtzeitig zu erkennen.

So, ihr Lieben, jetzt muss ich das Hasenbaby füttern- um die lieben Kommentare kümmere ich mich im Laufe des Tages- habt einen schönen Nachmittag,

die hasenfrau  

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Geduld, Geduld

Am Freitag rief uns früh morgens das Krankenhaus an- sie hatten wohl schon vor einiger Zeit eine Karte mit einer Terminänderung fürs Paulchens Kontrolluntersuchung geschickt. Eigentlich sollten wir ja am 13.7., also kommenden Freitag einen Termin haben, aber aus irgendwelchen Gründen wurden alle Termine dieses Tages eine Woche vorverlegt- leider kam die Karte mit der entsprechenden Meldung nie bei uns an und daher konnten wir natürlich auch nicht letzten Freitag im Krankenhaus auftauchen. Jetzt haben wir einen Termin für Mitte August bekommen- dadurch verschiebt sich natürlich auch der Termin für die Funktionsuntersuchung der Nieren nach hinten…. So langsam kann ich einfach nicht mehr geduldig und ruhig abwarten- ich  möchte endlich wissen, wie es um unseren Sohn steht. Wieder ein Monat länger ohne ein Ergebnis. Ich war so froh, dass wir vor unserem Urlaub nochmal in die Klinik kommen sollten, um einen weiteren Ultraschall zu machen- irgendwie hätte mich das beruhigt. Jetzt muss ich mich wieder gedulden- darin bin ich ja auch wahnsinnig gut *grml*

Die letzten Tage hier zu Hause waren leider auch nicht besonders nett. Der kleine Mann mag momentan einfach nicht alleine sein- also trage ich ihn den ganzen Tag mit mir herum, habe ihn neben mir auf dem Sofa liegen und komme so zu nichts. Aber sobald ich ihn in seinen Laufstall legen möchte, schreit er herzzerreissend. Und das auch ziemlich ausdauernd. Irgendwann kann ich ihn dann einfach nicht mehr weinen lassen- selbst wenn ich weiß, dass er eigentlich nichts haben kann, weil die Hose frisch gemacht ist und er gefüttert wurde. Also nehm ich ihn eben raus und dann ist auch alles wieder gut. Wahrscheinlich verwöhne ich ihn zu sehr, aber vielleicht gibt es auch manchmal Phasen, in denen die Kleinen eben nicht gut alleine sein können. Ich sage mir dann immer: “Das ist nur eine Phase, das geht vorbei”- aber auf Dauer ist es eben leider doch ziemlich anstrengend.

Ende der Woche fahren wir nach Süddeutschland zu meinen Eltern. Hoffentlich übersteht Paulchen die Fahrt und die ganzen Veränderungen gut- wir werden leider nicht viel Zeit zum Entspannen haben, da meine Schwester heiratet und wir noch einiges zu organisieren haben. Momentan wünsche ich mir manchmal wirklich meinen Unialltag zurück- da hatte ich Abends wenigstens das gute Gefühl, etwas geleistet zu haben….

eine etwas traurige hasenfrau

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Zu viel Besuch für den kleinen Paul

In der letzten Zeit ist für unseren kleinen Mann alles ein bisschen zu viel.
Erst die Woche Besuch von den Großeltern- das war zwar schön, aber mit einem Säugling lässt sich eben doch nicht alles so entspannt gestalten wie sonst. Und für Paulchen selbst war es auch ziemlich stressig: rein ins Bettchen, raus aus dem Bettchen, rein in die Babyschale, rein ins Auto, raus aus dem Auto, anziehen, ausziehen und, und, und…. Da war nicht mehr viel von seinem gewohnten Tagesablauf übrig. Gleich im Anschluss kam meine Schwester mit Mann und kleinem Sohn. Das ist etwas entspannter auf der einen Seite, weil wir nicht so viel unternehmen- aber andererseits ist es in unserer Wohnung mit zwei kleinen, oftmals abwechselnd oder gleichzeitig weinenden Jungs einfach zu eng. Wenn der eine grade ruhig ist, heult der andere- und die Situation ist so überladen, dass keiner von beiden schlafen kann…. Aber es ist trotzdem schön, die drei um sich zu haben 🙂

Den schlimmsten Besuch macht uns aber leider schon seit Tagen das Bauchweh-Monster. Es hat sich in Paulchens Bauch häuslich eingerichtet- der ist jetzt ganz dick und gebläht von dem dummen Ding. Jedes Mal wenn der kleine Mann schlafen will, wacht das Bauchweh-Monster auf und macht ordentlich Rabatz… also ist auch für Paulchen nicht an Schlaf zu denken. Wenn die müden Augen dann doch mal gewonnen haben, regt sich das Bauchweh-Monster so sehr darüber auf, dass man sogar noch im anderen Zimmer das böse Gegrummel hören kann. Sollte das den kleinen Paul noch immer nicht aufgeweckt haben, geht das Monster zur nächsten Phase über- es lässt richtig die Hose knattern. Das tut weh und ist zudem auch noch nicht angenehm- davon wird Paulchen dann auch sicher wieder wach. Also Windel wechseln, auf den Arm nehmen und versuchen zu schlafen- nur damit das Bauchweh-Monster wieder von vorne anfangen kann mit seinen Spielchen :/
Eingeladen hat den unangenehmen Zeitgenossen sein Kumpel, das giftig-rote Antibiotikum mit Erdbeergeschmack. Das mag Paul zwar sehr gerne, wenn er aber wüsste, dass das klebrig süße Zeug mit dem Monster Hand in Hand arbeitet, würde er es auch nicht mehr nehmen wollen…. wir hoffen einfach auf die Kontrastmitteluntersuchung. Wenn die nämlich zeigt, dass es keinen Rückfluss von der Blase in die Nieren gibt, muss er das Antibiotikum nur noch nehmen, bis er ein halbes Jahr alt ist. Das ist leider auch noch eine lange Zeit, aber immerhin absehbar.

Am Donnerstag haben wir einen Termin bei unserer neuen Kinderärztin, vielleicht hat sie ja noch einen schlauen Einfall, wie wir die blöden Bauchschmerzen losbekommen oder wenigstens ein bisschen erträglicher machen können (wenn ihr noch schlaue Ideen habt, immer her damit :)) Am Freitag steht dann wieder die Kontrolle in der Klinik an- hoffentlich mit ähnlich guten Nachrichten wie beim letzten Mal.

eine leicht gestresste hasenfrau

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Gute Nachrichten für ein wunderschönes Wochenende

Gestern war es wieder soweit: die wöchentliche Kontrolle im Krankenhaus stand an. Also machten wir uns früh morgens auf den Weg. In der Klinik angekommen, wollten wir am liebsten gleich wieder gehen- es war eben ein typischer Freitag Morgen: jedes Kind, bei dem sich der Kinderarzt nicht ganz sicher war, stand jetzt mit seiner ganzen Familie und einem Einweisungsschein an der Anmeldung. Was an sich ja nicht schlimm gewesen wäre, wenn nicht zwei ganz neue, ungelernte Kräfte hinter dieser Anmeldung gesessen hätten. Also war warten angesagt- ganze 20 Minuten, bis wir uns überhaupt erst anmelden konnten. Im Nachhinein auch kein Problem, denn leider war in der Nacht ein schwer krankes Baby geboren worden und der Oberarzt konnte nicht weg von der Station. Also konnten wir noch in aller Ruhe im Stillzimmer stillen und mit einem satten und halbwegs zufriedenen Kind zum Ultraschall gehen. Das Ergebnis gab Anlass zur Freude: die Harnleiter sind zwar noch immer sehr weit (von ehemals 8mm auf 7mm Durchmesser), haben aber eine gute Peristaltik- das heißt, die Muskulatur in den Harnleitern arbeitet gut und transportiert den Urin immer schön von der Niere in Richtung Harnblase- so soll es sein 🙂 Das wirklich Schöne ist aber, dass die Nierenbeckenerweiterung auf beiden Seiten zurückgegangen ist. Ehemals waren wir bei guten 8mm auf beiden Seiten und gestern waren es nur noch 6mm auf beiden Seiten. Außerdem wachsen die Nieren gut, was bedeutet, dass es jetzt prozentual mehr Nierengewebe als aufgestautes Nierenbecken gibt. Der Oberarzt war sehr zufrieden- um die Kontrastmitteluntersuchung werden wir wohl trotzdem nicht rumkommen, aber gestern wurde die leise Vermutung geäußert, dass wir vielleicht doch keine Nierenbeckenplastik brauchen- also keine OP mehr! Wenn das mal keine guten Nachrichten sind 😀 So gut, dass wir jetzt nur noch alle zwei Wochen zur Kontrolle kommen müssen- wir freuen uns so!

Mit diesen guten Ergebnissen im Gepäck gingen wir im Anschluss auf die Neonatologie, den versprochenen Besuch machen. Eigentlich dachten wir, dass die Stimmung wegen des schwer kranken Neugeborenen nicht sehr gut sei- aber alle haben sich wirklich gefreut, uns wieder zu sehen. Der Kleine war noch wach und so wurde er gleich von unserer Lieblingsschwester auf den Arm genommen und geknuddelt- sie kam aus dem Schwärmen nicht mehr raus 🙂 Ich konnte meine Muffins und Cookies abgeben und eine schöne Dankeskarte mit Foto von Paulchen hatten wir auch noch dabei. Trotz der vielen Arbeit hatten wir wirklich das Gefühl, dass die Damen sich über unseren Besuch sehr gefreut haben- wir verabschiedeten uns mit dem Versprechen, bald mal wieder vorbei zu schauen. Insgesamt war es nach dem anfänglichen Stress doch ein sehr schöner Vormittag im Klinikum 🙂

Heute kommen Paul-Benetts Großeltern aus Süddeutschland. Ich freu mich schon auf sie und sie können es garnicht erwarten, ihren zweiten Enkel auch endlich live und in Farbe zu sehen. Deshalb muss ich jetzt noch kurz durch die Wohnung wischen und aufräumen, der kleine Mann bekommt sicherlich auch gleich wieder Hunger…

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, genießt die Sonne und den Hauch von Frühling

eine sehr glückliche hasenfrau

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Zu Hause

Heute ist also unser dritter Tag zu Hause.
Am Mittwoch gegen halb fünf nachmittags war der große Moment gekommen- ein dick eingepackter Winzling verließ mit seinen stolzen Eltern die Neo-Intensiv und machte sich auf, die große weite Welt zu entdecken. Leider war ihm diese Welt zu kalt und viel zu leise, so ganz ohne Intensivstationsgeräusche…. Daher konnte der kleine Krieger in der ersten Nacht auch keinen Schlaf finden und musste alle zwei Stunden zu Mama an die Brust- eher kuscheln und beruhigen als trinken.
Am Donnerstag stand dann der erste Besuch der Hebamme an und danach gings zu den Großeltern und ganz kurzfristig noch ins Fotostudio. Es sind tolle Bilder entstanden und Oma und Opa waren überglücklich, ihren Enkel endlich auf dem Arm halten zu können, aber anstrengend war auch dieser Tag. Der Kleine konnte seine Augen nicht mehr aufhalten und so schlief er doch tatsächlich ganze vier Stunden in der Nacht durch- welche eine Wohltat nach der ersten Nacht 🙂
Gestern mussten wir dann zum Kinderarzt und zur Ultraschallkontrolle in die Klinik. Die Kontrolle ergab keine Verschlechterung, allerdings auch keine Verbesserung. Jetzt müssen wir jeden Freitag zum Ultraschall und falls alles so bleibt, muss Paulchen im Alter von 6-8 Wochen doch noch die Kontrastmitteluntersuchung bekommen, die dann darüber entscheidet, ob er nochmal operiert werden muss oder nicht. Glücklicherweise kann man diese Untersuchung ambulant durchführen lassen und wir hoffen ja noch immer, dass sich seine Nieren im Laufe der Zeit erholen und keine weiteren OPs nötig werden. Pullern kann er gut (Bilanz der ersten drei Tage: vier vollgepullerte Bodies und zwei Strampler :)) Stillen klappt auch super, heute war die Hebamme da und hat ihn gewogen: stolze 2820g! Leider macht ihm sein Antibiotikum die Darmflora kaputt und er hat schlimme Blähungen. Manchmal sogar so schlimm, dass er zwischen den Mahlzeiten garnicht zum Schlafen kommt :/ Unsere Hebamme hat uns jetzt probiotische Tropfen empfohlen- wir werdens mal ausprobieren, schaden kann es ja nicht.

Insgesamt sind wir überglücklich, endlich zu Hause zu sein- auch wenn man jede Woche wieder die Angst hat, dass man ohne Kind wieder aus der Klinik zurück kommt, weil sich die Werte verschlechtert haben und man doch gleich eingreifen muss…. Jetzt genießen wir unser erstes Wochenende zu dritt- und pünktlich dazu lässt sich auch die Sonne blicken 🙂

Ein schönes Wochenende wünscht euch
die hasenfamilie

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Hin und Her

Heute hatte unser kleiner Paul seine Kontroll-Blasenspiegelung. Dabei sah alles gut aus, es musste nicht mehr gelasert werden und seinen dummen Blasenkatheter ist er auch los- pullern klappt trotzdem super 🙂
Wir erleben hier momentan eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle- gestern durften wir zum ersten Mal mit dem Kinderwagen im Klinikum spazieren fahren. Dick eingepackt und mit allen wichtigen Gerätschaften versehen gings dann auch auf Wanderschaft durch die langen Gänge- das war so schön! Endlich mal raus aus diesem Zimmer, runter von der Station, weg von den Geräten und der Piepserei- und zum ersten Mal Kinderwagen schieben 🙂 Wir haben dann auch unsere Freundin die Kinderchirurgin besucht- leider war danach die Laune nicht mehr zu retten…. Nachdem wir sie im Laufe der Woche mehrfach gefragt hatten, ob nach der zweiten Blasenspiegelung denn noch auch Katheter erforderlich ist und sie das immer verneint hat kam sie gestern damit um die Ecke, dass er ja vielleicht doch nochmal einen Blasenkatheter haben muss und der dann auch mehrere Tage liegen muss. Für uns brach eine Welt zusammen- bisher waren wir immer davon ausgegangen, dass wir nach der Kontrolle bei gutem Ausgang bald nach Hause dürfen, da war nie die Rede von mehreren Tagen Blasenkatheter….. Nach diesem Schreck hab ich mich entschlossen, die letzte Abendrunde nicht mehr zu bleiben- ich war so niedergeschlagen und traurig, ich wollte mich nur noch in mein Bett verkriechen. Da unser kleiner Mann dann auch das ganze Wochenende über super alle Mahlzeiten an der Brust getrunken hatte, überließ ich ihn den lieben Schwestern zum füttern und fuhr mit dem hasenmann nach Hause. Dort angekommen verzog ich mich heulend aufs Sofa und ließ mich vom Fernseher berieseln- aber nur ein paar Minuten, denn ich war von der Stillerei und 12 Stunden Krankenhaus so müde, dass mir einfach die Augen zugefallen sind.
Heute morgen war dann auch die erste bange Frage: “Wie geht es Paul-Benett?” Wir mussten bis kurz vor elf warten, dann konnten wir endlich auf der Station anrufen und bekamen die tolle Nachricht dass es unserem Kleinen gut geht, er alles super überstanden hat und auch keinen Blasenkatheter gebraucht hat- wir waren so erleichtert! Das hieß, dass wir hoffentlich bald nach Hause durften! Wir nutzten den seeligen Nach-Narkoseschlaf unseres Sohnes und eledigten organisatorische Dinge wie Krankenversicherung und Amtsgänge. Mittags waren wir dann wieder bei unserem Schatz- der war inzwischen wach und hatte auch gleich seine erste Mahlzeit komplett verputzt- ich konnte mein Grinsen garnicht aus dem Gesicht bekommen, so glücklich war ich! Unsere Tage hier waren gezählt! Der Kleine machte sich super und ich schmiedete Entlassungspläne. Bis der Oberarzt der Kinderchirurgie kam- der eröffnete uns dann nämlich, dass sie gern noch eine Kontrastuntersuchung machen wollen, bei der geschaut wird, ob ein Rückfluss aus der Blase in die Harnleiter besteht. Aus meiner Zeit in der Kinderchirurgie weiß ich, dass Termine für eine solche Untersuchung schwer zu kriegen sind und der Kinderchirurg wollte, dass Paulchen solange unter Antibiotikaschutz in der Klinik bleibt. Weg war die gute Laune mal wieder…. Ich sehe ja ein, dass wir eine solche Untersuchung brauchen, aber muss man dem kleinen Mann denn innerhalb kürzester Zeit drei Vollnarkosen zumuten, wenn das Ergebnis dieser Kontrastmitteluntersuchung wahrscheinlich zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich so wenig aussagekräftig ist, dass wir sie in drei bis vier Wochen eh nochmal wiederholen müssen? Ich finde nicht. Außerdem hab ich jetzt auch einfach die Nase voll von der Klinik, von dieser Station, dem Gepiepse, dem 12 Stunden hier sitzen und außer Stillen nichts machen können. Antibiotika kann ich ihm auch zu Hause geben und zu Ultraschallkontrollen fahr ich jeden Tag gern in die Klinik- aber deshalb noch ewig hier zu bleiben, seh ich nicht so ganz ein. Glücklicherweise war der Neonatologe auch meiner Meinung- er will die Untersuchung auch erst in ein paar Wochen, da sich das Gewebe erstmal von dem hohen Druck, der die ganze Zeit geherrscht hat erholen muss. Außerdem ändere sich in den ersten Wochen noch so viel, dass man eine definitive Aussage erst bekommen kann, wenn der Kleine ca. 6 Wochen alt ist. Er möchte ab morgen nochmal Ultraschallkontrollen machen und wenn die sich nicht verschlechtern, dürfen wir so schnell wie möglich nach Hause- mit Antibiotika zum Schlucken 🙂 Ende gut, alles gut- hoffentlich können wir uns jetzt auf diese Aussage verlassen…

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