Posts Tagged With: Milchstau

Das erste Loslassen?

Wir stehen momentan vor einer entscheidenden Frage: abstillen oder nicht?

Natürlich denkt ihr euch jetzt bestimmt: “Stillen, ist doch gar keine Frage”- aber mal kurz zur Erklärung:
Ich hatte ja schonmal einen schlimmen Milchstau auf beiden Seiten mit hohem Fieber und allem drum und dran. Danach war meine Milch fast weg und es war für Paulchen und auch für mich nicht leicht, wieder zurück zu einem normalen Trinkverhalten zu kommen. Aber mit viel Stilltee und Geduld haben wir das hinbekommen. Jetzt hatte ich wieder einen Milchstau, allerdings nur auf einer Seite und ohne Fieber- aber auch jetzt hab ich wieder weniger Milch. Paulchen findet das überhaupt nicht toll und ist jedes Mal ziemlich gefrustet, wenn er am Ende seiner Mahlzeit noch nicht pappsatt ist. Jetzt ist meine Überlegung, ob ich die Produktion nochmal mit Stilltee und ähnlichem ankurbeln soll, oder ob ich nicht gleich abstille. Paul ist jetzt drei Monate alt, stillen wollte ich eigentlich voll bis er vier Monate alt ist und dann langsam abstillen… Lohnt es sich dann überhaupt noch für diesen einen Monat?
Paule macht mir diese Entscheidung auch nicht leicht. Als ich ihm gestern eine Flasche machen musste, weil der Hunger einfach zu groß war, schaute er mich total entgeistert an. “Ihhh, Plastik- das mag ich nicht, außerdem schmeckt die Milch da drin ganz komisch…. ” Hätte er ohne Probleme die Flasche genommen, wäre mir die Entscheidung vielleicht leichter gefallen- aber er war abends an der Brust einfach viel glücklicher und zufriedener. Als ich ihn dann so beim Trinken beobachtete, hatte ich ein ganz komisches Gefühl ums Herz- das soll also bald der Vergangenheit angehören? Irgendwie bin ich noch nicht bereit für die Flasche, glaub ich. Ich genieße das Stillen, natürlich wäre es auch manchmal nett, wenn der hasenmann mal die Fütterung übernehmen könnte, aber alles in allem liebe ich das Stillen…. und da Paulchen wahrscheinlich unser einziges Kind bleiben wird, möchte ich das noch nicht aufgeben. Wow, ich glaub, ich hab mich grad entschieden 🙂 Danke fürs Zuhören und die Entscheidungshilfe 🙂

die hasenfrau

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Frohe Ostern!

Paulchen wünscht allen seinen treuen Lesern ein wunderschönes Osterfest!
Hoffentlich war der Osterhase brav und hat viele Ostereier versteckt- der kleine Paul darf nachher auch noch suchen 🙂

Ansonsten ist es hier gerade ziemlich schwierig. Der kleine Mann ist von dem ganzen Besuch und Herumgereiche auf fremden Armen total durcheinander. Letzte Woche war es dann soweit: drei Tage lang hat er nur geschrien- nicht geweint, sondern richtig geschrien. Gerne auch mal vier Stunden am Stück. Er war durch nichts zu beruhigen, ich wusste nicht mehr weiter und so kam die Hebamme nochmal vorbei. Nach meinem Milchstau mit Fieber hatte ich immer noch die leise Angst, nicht genug Milch zu haben- aber das war nicht der Fall, wir fütterten ihn mit genügend eingefrorener Muttermilch und trotzdem hörte er nicht auf zu schreien. Schließlich empfahl uns die Hebamme, zu einer Ergotherapeutin zu gehen, die auch Osteopathie für Babys anbietet. Eigentlich war ich immer gegen Osteopathen- von wegen Geburtsstress und so, außerdem habe ich in meinem Bekanntenkreis schon sehr schlechte Erfahrungen mit Osteopathen gemacht. Aber nach diesen drei Tagen war ich so am Boden zerstört, dass mir jedes Mittel recht. Wir bekamen auch gleich für den nächsten Tag einen Termin und ich bin total begeistert von dieser Frau. Sie kann toll mit Kindern umgehen- vor der Behandlung hat Paul mit ihr gelacht und geflirtet. Von der eigentlichen Behandlung verstehe ich ja nichts- aber danach hat er erstmal vier Stunden geschlafen. Das Beste war, dass sie uns das Gefühl gegeben hat, uns zu verstehen- sie kam nicht mit diesen abgedroschenen Phrasen wie “der hat bestimm Hunger”, “der muss doch auch mal schreien” oder “dem ist bestimmt kalt”. Laut der Therapeutin ist der Kleine einfach nicht im Gleichgewicht. Der Stress seiner ersten acht Wochen macht sich jetzt bemerkbar, wo er mehr mitbekommt und wacher ist. Damit ist er total überfordert und angespannt. Jetzt gehen wir einmal wöchentlich zu ihr und hoffen, dass es ihm hilft. Nach der ersten Behandlung hab ich auch schon das Gefühl, dass es nicht mehr ganz so schlimm ist- er schreit zwar immernoch, aber nur noch sehr kurz- minutenlang- und lässt sich ziemlich gut beruhigen. Jetzt bin ich auch schon wieder etwas beruhigter. In den nächsten Tagen werden wir die Besuche und Ausflüge auf das Nötigste reduzieren, damit Paulchen die Möglichkeit bekommt, endlich in seinem Leben anzukommen. Aber der Osterhase kommt heute trotzdem 🙂

die hasenfrau

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