Posts Tagged With: Niere

Das Ergebnis

Gestern hatten wir also unseren gr0ßen Termin- die MCU, die endlich klären sollte, ob beim hasenkind eine weitere Antibiose nötig ist oder ob alles beim Alten bleibt.
Ich war schon am Dienstag am Boden zerstört- allein der Gedanke, mein kleines hasenkind auf dieser Liege zu sehen und zu wissen, dass sie ihm weh tun, hat mir das Herz gebrochen. Glücklicherweise war mein 2-Jähriger viel mehr damit beschäftigt, ein Duplo-Haus zu bauen, seinen Bruder zu kitzeln oder mit dem Stubenwagen durch die Wohnung zu fahren, sodass er meine Anspannung nicht wirklich mitbekommen hat. Dass das Krankenhaus für uns ein ganz normaler Ort- fast schon mein zweites Zuhause ist- hat natürlich auch geholfen.

Also machten wir uns auf den Weg, bewaffnet mit Teddy und Schnuller. Nachdem wir dann drei Mal von Pontius zu Pilatus geschickt wurden, waren wir endlich richtig und mussten fast eine Stunde warten- was das hasenkind mit Rumbocken und sinnlos- Umhergerenne und das hasenbaby mit Hungergebrüll quittierte. Als wir dann endlich dran waren, war schon fast Mittagsschlafzeit. Das hasenkind wusste, was so ungefähr passieren würde- ich bin ein großer Fan davon, auch den Kleinsten ehrlich zu erzählen, was passieren soll- und erstaunlicherweise war er ganz ruhig. Er legte sich auf die Liege, kuschelte mit Teddy und erzählte mit mir- naja, ich hab erzählt und er geantwortet. Er war solo tapfer- beim sehr unangenehmen Teil hat er nur einmal ganz kurz geweint und ansonsten hat er alles nur mit großen Augen beobachtet.
Die Aufnahmen wurden ganz gut und die Radiologin war begeistert von einem so kooperativen Zweijährigen.

Glücklicherweise zeigte sich kein Reflux, das bedeutet, dass auch bei gefüllter Blase oder beim Pullern kein Urin in die Harnleiter und somit in Richtung Nieren fließt. Also keine erhöhte Gefahr für Harnwegsinfekte und somit auch keine antibiotische Abschirmung. Wir sind so erleichtert!

Jetzt bekommt das hasenkind noch 3 Tage Antibiotikum zur Sicherheit und wir gehen weiterhin jedes halbe Jahr zur Kontrolle.
Ganz vielen Dank für eure gedrückten Daumen, es tut wirklich gut zu wissen, dass wir nicht alleine sind- und falls ihr irgendwann mal gedrückte Daumen braucht, lasst es uns wissen 😉

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Göttingen ist doch so weit weg

Wirklich? Ist Göttingen mit seinem Organspendeskandal wirklich so weit weg, nur weil die Stadt nicht in unserer Nachbarschaft liegt? Ich denke nicht. Das Thema ist allgegenwärtig- in den Medien, im Internet, zu Hause bei den Menschen. Durch das unethische und unmoralische Handeln einiger weniger Ärzte überlegen jetzt viele Menschen, ihren Organspendeausweis abzuschaffen oder sich eben keinen zu besorgen. Und das alles jetzt, jetzt wo die Politik reagiert und die Menschen vermehrt auf den Organmangel aufmerksam machen will, in der Hoffnung auf steigende Spenderzahlen. Ohne diesen Skandal wäre diese Mission vielleicht auch geglückt- aber jetzt? Was bedeutet das für uns?
Für mich als Ärztin bedeutet es Aufklärung zu leisten, mit den Betroffenen zu sprechen und Ängste zu nehmen- noch mehr als zuvor, in einer sowieso schon unsagbar schwierigen Situation. Es bedeutet, vielleicht öfter als vor diesem Ereignis auf Ablehnung und Unverständnis zu stoßen, obwohl man selbst nur ethisch und moralisch richtig handeln möchte. Es bedeutet, manche Menschen nicht retten zu können, weil das Misstrauen der anderen durch solche Skandale immer weiter wächst.
Für mich als Mama eines Kindes, das vielleicht in naher Zukunft auf ein Spenderorgan angewiesen sein könnte bedeutet es Angst. Die Ungewissheit über die gesundheitliche Zukunft unseres Sohnes ist schon zermürbend genug- allerdings habe ich immer an das Gute im Menschen geglaubt und da wir in unserer Familie auch alle zu einer Organspende bereit wären, war ich immer guter Dinge, dass auch Paulchen ein Organ bekommen kann, wenn er eines braucht. Aber jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher. Wer möchte schon im schwierigsten Moment seines Lebens den gerade verlorenen, geliebten Menschen in die Hände einer Berufsgruppe geben, in die man kein Vertrauen mehr hat? Kann ich das verstehen? Ja, ich kann. Ich wäre auch keinem böse, der sich dann doch gegen eine Organspende entscheidet, aber als Mutter eines Kindes, das vielleicht darauf angewiesen ist, macht mir das Angst. Leider weiß ich auch nicht, wie man diesen Vertrauensverlust auffangen kann. Persönlich  kann ich das in Gesprächen mit meiner Familie leisten- ihnen versichern, dass die Sache in Göttingen ein Einzelfall ist und wir in Deutschland ein sehr sicheres und vertrauenswürdiges System zur Organvergabe haben- aber ich kann auch verstehen, dass viele Menschen sich jetzt einfach “zur Sicherheit” gegen eine Organspenden entscheiden werden, da die wenigsten durch ihre Umstände dazu gezwungen sind, sich mit der Thematik eingehend zu beschäftigen.

Ihr dürft das nicht falsch verstehen- natürlich ist die Entscheidung für oder gegen eine Organspende eine sehr private und intime Sache und da darf und soll man sich nicht reinreden lassen- ich habe auch den größten Respekt vor jedem, der sich darüber Gedanken gemacht und eine Entscheidung getroffen hat- ganz egal, wie sie lautet. Hoffentlich führen die Ereignisse in Göttingen nicht einfach zu weiter sinkenden Spenderzahlen, sondern dazu, dass die Menschen über dieses wichtige Thema nachdenken und eine wohlüberlegte Entscheidung treffen- als Paulchens Mama kann ich mir das nur wünschen.

die hasenfrau

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Paulchen in Bewegung

Hallo ihr Lieben,

tut mir wirklich leid, dass ich es noch immer nicht geschafft habe, die Diagnoseerklärungen online zu stellen, aber ich muss sagen, ich hab grad ziemlich viel anderes zu tun. Meine Schwester heiratet in zwei Wochen und ich muss noch die Hochzeitszeitung fertig stellen, alles zehn Sekunden das hasenkind vom Bauch zurück auf den Rücken drehen und nebenbei das Jamie Oliver Kochbuch rauf und runter kochen. Ihr seht- einiges los hier. Aber eins nach dem anderen.
Das hasenkind dreht sich inzwischen alleine auf seinen Bauch, leider geht das noch nicht rückwärts, was bedeutet dass ich alle Nase lang mein auf dem Bauch liegendes, wimmerndes Baby zurück in eine angenehme Körperhaltung bringen muss- das nervt auf Dauer ziemlich, vor allem da er es besonders gerne macht wenn
a) gerade Essen auf dem Herd steht
b) jemand an der Tür klingelt
c) der hasenmann mich anruft oder
d) alles zusammen passiert

Aber ich liebe den kleinen Mann natürlich und daher komme ich jedes Mal wieder und drehe ihn auf den Rücken. Leider hindert ihn seine neue Bewegungsfreiheit auch an so manchem Schläfchen, da er sich in der Einschlafphase immer wieder hin und her wälzt und früher oder später doch wieder weinend auf dem Bauch landet. Also nicht viel Schlaf für das hasenkind tagsüber.  Dementsprechend sehen unsere Tage aus. Der hasenmann verkrümelt sich auf die Arbeit und macht sich damit keinen Stress…. Männer!
Erfreuliches gibt es aber auch zu berichten: mittags gibt es keine Flasche mehr, sondern nur noch Brei 🙂 Und das Beste: Mama’s selbst gekochter Brei schmeckt viel besser als der aus dem Gläschen *stolzbin*

Und trotz all der Fortschritte, die Paule so macht, mache ich mir doch immer wieder Sorgen um seinen Gesundheitszustand: manchmal überlege ich, wie ich denn bemerken soll, ob der kleine Mann nicht doch einen Harnwegsinfekt ausbrütet…. Er bekommt zwar seine Prophylaxe, aber sagen dass es beim pullern brennt kann er ja nicht. An manchen Tagen hat er auch mal erhöhte Temperatur, aber das kann ja auch am Zahnen liegen- manchmal schreit er  ohne Grund, aber vielleicht hatte er da grad nen schlechten Traum oder es zwickt grad was anderes? Wenn ich eine andere Mama wäre, und meinen Paule sehen würde, würde ich wahrscheinlich nie auf die Idee kommen, dass dieses Kind vielleicht grad nen Harnwegsinfekt hat, aber ich bin in der Hinsicht eben ziemlich vorsichtig und weiß, wie sehr wir auf seine Nierchen aufpassen müssen. Jedenfalls mach ich ab und an nen Urinstix (Papierstreifen, den man in den Urin hält und der die ersten Entzündungszeichen im Urin erkennt), aber der ist im Windelmilieu natürlich auch nicht sehr aussagekräftig- aber wenn der nicht gut aussieht und der kleine Mann dazu noch erhöhte Temperatur hat, geh ich in die Klinik- das ist mein momentaner Kompromiss.

Am 13.7. haben wir auch den nächsten Kontrolltermin. Hoffentlich hat sich alles weiter gut entwickelt und wir bekommen endlich den Szinti-Termin. Ich möchte schon gern wissen, wie sehr diese blöde Klappe die Nieren geschädigt hat und was so in den nächsten Jahren auf uns zukommt- außerdem braucht man ja auch endlich mal ein handfestes Ergebnis um den Verlauf über die Jahre zu vergleichen. Er tut mir nur so leid, der kleine Kämpfer- schon wieder Krankenhaus, schon wieder pieksen und schon wieder Medikamentendröhnung. Ich würd ihm das so gerne abnehmen. Warum ist mein Baby krank? Warum sind Babies überhaupt krank? Aber darüber darf ich nicht nachdenken, sonst werd ich noch ganz traurig. Und alles in allem hatten wir ja noch Glück- man hat früh genug erkannt, das Paulchen ein Problem hat und behandelt es jetzt- es wird schon alles gut werden, das ist unsere Devise!

So, jetzt schau ich mir noch an, wer Europameister wird und dann genieße ich meinen Nachtschlaf, den ich dank des hasenmanns (er kann jetzt auch Flaschen machen und füttern) und des hasenkindes (er schläft im Schnitt 10 Stunden durch) jetzt wieder zurück habe 🙂

In diesem Sinne wünsche ich euch noch nen schönen Abend, man liest sich,

die hasenfrau

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Das Ergebnis

Hallo ihr Lieben!

Vielen Dank für eure gedrückten Daumen und lieben Gedanken für unseren kleinen Mann. Tut mir auch leid, dass ich euch eine ganze Woche auf das Ergebnis warten lasse, aber mit dem Besuch von Paulchens (Ur)Großeltern, dem Garten und Kinderarztterminen war alles ziemlich stressig…

Letzten Freitag war also der große Tag. wir gingen gegen halb zehn mit (Ur)Oma, Paulchen und hasenmann in die Kinderklinik. Leider mussten wir wieder ziemlich lange warten, aber der kleine Mann hat das auf meinem Arm sitzend ziemlich gut gemeistert- eine Stunde Wartezeit ist für ein drei Monate altes Baby ziemlich lang. Als wir dann endlich dran waren, benahm Paul sich vorbildlich. Er lachte mit mir und ließ sich ganz problemlos schallen. Der erste Kommentar des Arztes: “jetzt sieht es ja aus, als seien die Harnleiter ziemlich erweitert”….. wtf???? Ich konnte nicht anders als zu erwidern: “Ja, das waren sie ja auch schon von Anfang an”. Jedenfalls hat sich an ihrem Durchmesser nicht wirklich was geändert- weder besser noch schlechter also. Die Nieren sind auf beiden Seiten gewachsen- das ist schonmal ein sehr gutes Zeichen- und die Nierenbeckenerweiterung ist auf beiden Seiten von 8mm auf 4 und 5mm zurück gegangen! Als ich diese Werte gehört habe, ist mir ein riesen Stein vom Herzen gefallen! Und der doofe Arzt konnte sich nicht einfach mal mit uns freuen! Natürlich ist damit noch nichts überstanden, aber immerhin geht die Entwicklung in die richtige Richtung-  die Nieren wachsen, die Nierenbeckenerweiterung nimmt ab und die Harnleiter werden auch nicht weiter und bewegen den Urin immer noch in die richtige Richtung. Jedenfalls müssen wir jetzt in zwei Monaten wieder zur Ultraschallkontrolle und dann kriegen wir einen Termin zur MAG3-Clearence. Das ist eine Nierenszintigraphie, die die Nierenfunktion darstellt und mit der man sehen kann, wie sehr dieser Defekt Pauls Nieren geschädigt hat. Außerdem braucht man diese Untersuchung, um den Verlauf der nächsten Jahre objektiv beurteilen zu können. Leider bedeutet das wieder Sedierung und Strahlenbelastung mit radioaktiv markierter Infusion- aber ich sehe ja ein, dass man endlich mal eine verbindliche Aussage braucht. Wir bekamen dann auch noch ein neues Antibiotikum verschrieben, leider verträgt der kleine hase das garnicht, man muss es in der Milch auflösen und jede Mahlzeit mit diesem Medikament spuckt er restlos wieder aus…. da müssen wir uns noch was Schlaues einfallen lassen.
Am Ende des Gesprächs meinte der Arzt auf drängendes Nachfragen meiner Oma noch, dass die Chance besteht, dass wir das Ganze einfach nur beobachten müssen und Paulchen keine weitere OP braucht und auch keinen gravierenden Nierenschaden davon getragen hat. Das war einfach das tollste Geburtstagsgeschenk, das eine hasenmama bekommen konnte!

Mein Geburtstag war dann auch noch richtig toll- ich hab eine Hängematte für unseren Garten, Gartenstühle, Blumen und eine Leder-Laptoptasche bekommen 🙂 Abends waren wir dann noch in einem sehr guten Restaurant essen und Paule war das liebste Baby auf der ganzen Welt!

Am Dienstag standen dann die zweiten Impfungen an- mein armer hase hat schon angefangen zu schreien, als die Arzthelferin ihn festgehalten hat. Er ließ sich danach auch kaum beruhigen und bekam natürlich auch gleich am Nachmittag Fieber. Viel war da also nicht mehr mit ihm anzufangen. Aber schon am Mittwoch war wieder alles in Ordnung. Gestern und heute hatten wir dann wunderschöne Sonnentage in unserem Garten. Der kleine Mann genießt die Sonne an den nackten Füßchen, seine bunte Gardine die zum Schutz vor Insekten an seinem Kinderwagen baumelt und Spuckebläschen machen- das ist nämlich neben lachen gerade seine absolute Lieblingsbeschäftigung!

Wir wünschen euch ein schönes, sonniges Wochenende,

die glückliche hasenfamilie

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Morgen kommt’s drauf an

Morgen ist es also soweit: das kleine hasenkind geht zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder zur Ultraschallkontrolle ins Krankenhaus. Die hasenfrau und der hasenmann sind ganz schön aufgeregt deswegen- hoffentlich bekommen wir keine schlechten Nachrichten, jetzt wo sich das Familienleben zu Hause so schön eingespielt hat….

Seit zwei Tagen sind Paulchens Urgroßeltern zu Besuch. Denen musste ich gestern Abend erstmal sehr anschaulich und mit vielen Bildern aus dem Prometheus erklären, was ihr kleiner Urenkel denn eigentlich hat. Dabei ist es mir auch nochmal richtig bewusst geworden. Im Alltag verdrängt man das gerne, da man ja ein munteres und augenscheinlich gesundes Kind vor sich sieht- aber als ich gestern nochmal den Arztbrief gelesen und meinen Großeltern den Sachverhalt erklärt habe, wurde mir wieder schlagartig bewusst, dass mein Paulchen eben doch kein gesundes Kind ist. Natürlich wollten die Großeltern auch wissen, was das denn nun für ihn bedeutet und wie seine Prognose aussieht- es ist wirklich nicht schön, wenn man erklären muss, dass das eigene Kind vielleicht nur 30 Jahre alt wird und wenn es schlecht läuft bis dahin noch viele Operationen und Krankenhausaufenthalte vor sich hat…

Hoffentlich können wir heute Nacht gut schlafen- der hasenmann wird nach dem heutigen Vatertagsausflug damit eher keine Probleme mehr haben 😉 – und ich glaube einfach ganz fest daran, dass man einer Mama an ihrem Geburtstag keine schlechten Nachrichten überbringen darf 🙂

Also drückt uns die Daumen, ich werde berichten

die hasenfrau

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Halbzeit

Momentan tut sich bei uns nicht allzu viel… Eigentlich stimmt das ja nicht, denn es tut sich jeden Tag Gewaltiges- allerdings glaube ich kaum, dass sich außer mir noch jemand den ganzen Tag darüber freuen kann, dass der kleine Paul anfängt zu lächeln und zu erzählen 🙂 Das tut er jetzt nämlich mit ganzer Hingabe- und ich sitze vor ihm und schmelze dahin 😉

Meistens geht es ihm auch ziemlich gut- schreien muss manchmal noch sein- aber wir Erwachsenen haben ja auch nicht jeden Tag gleich gute Laune. Meist bekommen der hasenmann und ich  auch ziemlich schnell raus, was das Problem ist und können es beheben- und wenn wir mal ratlos sind, hilft singen und beruhigend auf ihn einreden ziemlich gut.
Morgen hat er wieder einen Termin bei der Ergotherapeutin, ich möchte sie auch mal auf seine Fehlhaltung ansprechen, denn er hat eindeutig seine Schokoladenseite, auf die er sich immer dreht- jetzt wird das Köpfchen sogar schon ganz platt auf der Seite. Wir versuchen schon alles, damit er sich auch mal zur anderen Seite dreht- wir hängen Spielzeug auf, drehen seinen Laufstall um und doch liegt er zu 90% auf seiner Lieblingsseite. Hoffentlich kann uns die Ergotherapeutin einen Tipp geben.

Außerdem waren wir schon seit vier Wochen nicht mehr in der Klinik und wissen daher auch nicht, wie sich die Situation entwickelt hat. Irgendwie hab ich auch ziemlich Angst vor der nächsten Kontrolle- Angst, dass sich der Befund verschlechtert hat, Angst dass sich dieses Nierenproblem auf Paulchens Leben oder sogar seine Lebenserwartung auswirkt, Angst dass er wieder operiert werden muss…. Wir haben noch vier Wochen Zeit, uns Sorgen zu machen- denn erst dann steht der nächste Kontrolltermin an- also erst Halbzeit….

die hasenfrau

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Wieder hier

Endlich geht es mir wieder besser…. Nach dem Besuch meiner Schwester und ihrer Familie wurde ich am Sonntag Abend nämlich erstmal richtig schön krank- so richtig mit dolle Fieber und allem. War wirklich kein Spaß, vor allem das Stillen war sehr unangenehm und leider hab ich jetzt auch nicht mehr so viel Milch. Also ist wieder Stilltee trinken angesagt und hoffen, dass sich das wieder einpendelt, denn der kleine Mann ist sehr unglücklich, wenn er hungrig ist 🙂

Ansonsten gibt es von uns nicht viel Neues. Wir waren bei der U3, da war alles in Ordnung. Ebenso beim Hüftultraschall und der letzten Kontrolle in der Klinik. Leider hat sich der Nierenbefund nicht verbessert, aber immerhin auch nicht wirklich verschlechtert. Die Nierenbeckenstauung war bei der Kontrolle zuvor ja bei 6mm, jetzt sind wir wieder bei 7mm. Allerdings muss man ja auch bedenken, dass man nicht bei jeder Kontrolle genau die gleiche Ebene durch das Organ zu sehen bekommt und daher auch die Befunde nicht 100% miteinander vergleichbar sind. Schlimmer ist es jedenfalls nicht wirklich, aber dieser Befund lässt uns die vorherige Besserung natürlich auch weniger enthusiastisch sehen… Aber das Schöne ist, dass wir erst in 7 Wochen erneut zur Kontrolle müssen und dann vielleicht auch endlich mal das Antibiotikum absetzen dürfen.

Heute waren wir zum ersten Mal im Garten- der kleine Mann wusste noch nicht, was er mit den ganzen neuen Eindrücken anfangen soll- aber er wird sich sicherlich noch dran gewöhnen. So, jetzt hat er aber auch schon wieder Hunger, schönen Abend noch

die hasenfrau

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Zu viel Besuch für den kleinen Paul

In der letzten Zeit ist für unseren kleinen Mann alles ein bisschen zu viel.
Erst die Woche Besuch von den Großeltern- das war zwar schön, aber mit einem Säugling lässt sich eben doch nicht alles so entspannt gestalten wie sonst. Und für Paulchen selbst war es auch ziemlich stressig: rein ins Bettchen, raus aus dem Bettchen, rein in die Babyschale, rein ins Auto, raus aus dem Auto, anziehen, ausziehen und, und, und…. Da war nicht mehr viel von seinem gewohnten Tagesablauf übrig. Gleich im Anschluss kam meine Schwester mit Mann und kleinem Sohn. Das ist etwas entspannter auf der einen Seite, weil wir nicht so viel unternehmen- aber andererseits ist es in unserer Wohnung mit zwei kleinen, oftmals abwechselnd oder gleichzeitig weinenden Jungs einfach zu eng. Wenn der eine grade ruhig ist, heult der andere- und die Situation ist so überladen, dass keiner von beiden schlafen kann…. Aber es ist trotzdem schön, die drei um sich zu haben 🙂

Den schlimmsten Besuch macht uns aber leider schon seit Tagen das Bauchweh-Monster. Es hat sich in Paulchens Bauch häuslich eingerichtet- der ist jetzt ganz dick und gebläht von dem dummen Ding. Jedes Mal wenn der kleine Mann schlafen will, wacht das Bauchweh-Monster auf und macht ordentlich Rabatz… also ist auch für Paulchen nicht an Schlaf zu denken. Wenn die müden Augen dann doch mal gewonnen haben, regt sich das Bauchweh-Monster so sehr darüber auf, dass man sogar noch im anderen Zimmer das böse Gegrummel hören kann. Sollte das den kleinen Paul noch immer nicht aufgeweckt haben, geht das Monster zur nächsten Phase über- es lässt richtig die Hose knattern. Das tut weh und ist zudem auch noch nicht angenehm- davon wird Paulchen dann auch sicher wieder wach. Also Windel wechseln, auf den Arm nehmen und versuchen zu schlafen- nur damit das Bauchweh-Monster wieder von vorne anfangen kann mit seinen Spielchen :/
Eingeladen hat den unangenehmen Zeitgenossen sein Kumpel, das giftig-rote Antibiotikum mit Erdbeergeschmack. Das mag Paul zwar sehr gerne, wenn er aber wüsste, dass das klebrig süße Zeug mit dem Monster Hand in Hand arbeitet, würde er es auch nicht mehr nehmen wollen…. wir hoffen einfach auf die Kontrastmitteluntersuchung. Wenn die nämlich zeigt, dass es keinen Rückfluss von der Blase in die Nieren gibt, muss er das Antibiotikum nur noch nehmen, bis er ein halbes Jahr alt ist. Das ist leider auch noch eine lange Zeit, aber immerhin absehbar.

Am Donnerstag haben wir einen Termin bei unserer neuen Kinderärztin, vielleicht hat sie ja noch einen schlauen Einfall, wie wir die blöden Bauchschmerzen losbekommen oder wenigstens ein bisschen erträglicher machen können (wenn ihr noch schlaue Ideen habt, immer her damit :)) Am Freitag steht dann wieder die Kontrolle in der Klinik an- hoffentlich mit ähnlich guten Nachrichten wie beim letzten Mal.

eine leicht gestresste hasenfrau

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Gute Nachrichten für ein wunderschönes Wochenende

Gestern war es wieder soweit: die wöchentliche Kontrolle im Krankenhaus stand an. Also machten wir uns früh morgens auf den Weg. In der Klinik angekommen, wollten wir am liebsten gleich wieder gehen- es war eben ein typischer Freitag Morgen: jedes Kind, bei dem sich der Kinderarzt nicht ganz sicher war, stand jetzt mit seiner ganzen Familie und einem Einweisungsschein an der Anmeldung. Was an sich ja nicht schlimm gewesen wäre, wenn nicht zwei ganz neue, ungelernte Kräfte hinter dieser Anmeldung gesessen hätten. Also war warten angesagt- ganze 20 Minuten, bis wir uns überhaupt erst anmelden konnten. Im Nachhinein auch kein Problem, denn leider war in der Nacht ein schwer krankes Baby geboren worden und der Oberarzt konnte nicht weg von der Station. Also konnten wir noch in aller Ruhe im Stillzimmer stillen und mit einem satten und halbwegs zufriedenen Kind zum Ultraschall gehen. Das Ergebnis gab Anlass zur Freude: die Harnleiter sind zwar noch immer sehr weit (von ehemals 8mm auf 7mm Durchmesser), haben aber eine gute Peristaltik- das heißt, die Muskulatur in den Harnleitern arbeitet gut und transportiert den Urin immer schön von der Niere in Richtung Harnblase- so soll es sein 🙂 Das wirklich Schöne ist aber, dass die Nierenbeckenerweiterung auf beiden Seiten zurückgegangen ist. Ehemals waren wir bei guten 8mm auf beiden Seiten und gestern waren es nur noch 6mm auf beiden Seiten. Außerdem wachsen die Nieren gut, was bedeutet, dass es jetzt prozentual mehr Nierengewebe als aufgestautes Nierenbecken gibt. Der Oberarzt war sehr zufrieden- um die Kontrastmitteluntersuchung werden wir wohl trotzdem nicht rumkommen, aber gestern wurde die leise Vermutung geäußert, dass wir vielleicht doch keine Nierenbeckenplastik brauchen- also keine OP mehr! Wenn das mal keine guten Nachrichten sind 😀 So gut, dass wir jetzt nur noch alle zwei Wochen zur Kontrolle kommen müssen- wir freuen uns so!

Mit diesen guten Ergebnissen im Gepäck gingen wir im Anschluss auf die Neonatologie, den versprochenen Besuch machen. Eigentlich dachten wir, dass die Stimmung wegen des schwer kranken Neugeborenen nicht sehr gut sei- aber alle haben sich wirklich gefreut, uns wieder zu sehen. Der Kleine war noch wach und so wurde er gleich von unserer Lieblingsschwester auf den Arm genommen und geknuddelt- sie kam aus dem Schwärmen nicht mehr raus 🙂 Ich konnte meine Muffins und Cookies abgeben und eine schöne Dankeskarte mit Foto von Paulchen hatten wir auch noch dabei. Trotz der vielen Arbeit hatten wir wirklich das Gefühl, dass die Damen sich über unseren Besuch sehr gefreut haben- wir verabschiedeten uns mit dem Versprechen, bald mal wieder vorbei zu schauen. Insgesamt war es nach dem anfänglichen Stress doch ein sehr schöner Vormittag im Klinikum 🙂

Heute kommen Paul-Benetts Großeltern aus Süddeutschland. Ich freu mich schon auf sie und sie können es garnicht erwarten, ihren zweiten Enkel auch endlich live und in Farbe zu sehen. Deshalb muss ich jetzt noch kurz durch die Wohnung wischen und aufräumen, der kleine Mann bekommt sicherlich auch gleich wieder Hunger…

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, genießt die Sonne und den Hauch von Frühling

eine sehr glückliche hasenfrau

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Zu Hause

Heute ist also unser dritter Tag zu Hause.
Am Mittwoch gegen halb fünf nachmittags war der große Moment gekommen- ein dick eingepackter Winzling verließ mit seinen stolzen Eltern die Neo-Intensiv und machte sich auf, die große weite Welt zu entdecken. Leider war ihm diese Welt zu kalt und viel zu leise, so ganz ohne Intensivstationsgeräusche…. Daher konnte der kleine Krieger in der ersten Nacht auch keinen Schlaf finden und musste alle zwei Stunden zu Mama an die Brust- eher kuscheln und beruhigen als trinken.
Am Donnerstag stand dann der erste Besuch der Hebamme an und danach gings zu den Großeltern und ganz kurzfristig noch ins Fotostudio. Es sind tolle Bilder entstanden und Oma und Opa waren überglücklich, ihren Enkel endlich auf dem Arm halten zu können, aber anstrengend war auch dieser Tag. Der Kleine konnte seine Augen nicht mehr aufhalten und so schlief er doch tatsächlich ganze vier Stunden in der Nacht durch- welche eine Wohltat nach der ersten Nacht 🙂
Gestern mussten wir dann zum Kinderarzt und zur Ultraschallkontrolle in die Klinik. Die Kontrolle ergab keine Verschlechterung, allerdings auch keine Verbesserung. Jetzt müssen wir jeden Freitag zum Ultraschall und falls alles so bleibt, muss Paulchen im Alter von 6-8 Wochen doch noch die Kontrastmitteluntersuchung bekommen, die dann darüber entscheidet, ob er nochmal operiert werden muss oder nicht. Glücklicherweise kann man diese Untersuchung ambulant durchführen lassen und wir hoffen ja noch immer, dass sich seine Nieren im Laufe der Zeit erholen und keine weiteren OPs nötig werden. Pullern kann er gut (Bilanz der ersten drei Tage: vier vollgepullerte Bodies und zwei Strampler :)) Stillen klappt auch super, heute war die Hebamme da und hat ihn gewogen: stolze 2820g! Leider macht ihm sein Antibiotikum die Darmflora kaputt und er hat schlimme Blähungen. Manchmal sogar so schlimm, dass er zwischen den Mahlzeiten garnicht zum Schlafen kommt :/ Unsere Hebamme hat uns jetzt probiotische Tropfen empfohlen- wir werdens mal ausprobieren, schaden kann es ja nicht.

Insgesamt sind wir überglücklich, endlich zu Hause zu sein- auch wenn man jede Woche wieder die Angst hat, dass man ohne Kind wieder aus der Klinik zurück kommt, weil sich die Werte verschlechtert haben und man doch gleich eingreifen muss…. Jetzt genießen wir unser erstes Wochenende zu dritt- und pünktlich dazu lässt sich auch die Sonne blicken 🙂

Ein schönes Wochenende wünscht euch
die hasenfamilie

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