Posts Tagged With: Operation

Nicht die feine englische…..

Hallo ihr Lieben!

Es war sicher nicht die feine englische Art von mir, mich so lange nicht zu melden- aber hier war einiges los: wir haben seit vier Wochen ein Hasenbaby ­čÖé

Die Schwangerschaft war leider nicht so sch├Ân- mehrere Krankenhausaufenthalte und wieder einmal die bange Frage, ob mit dem Zwerg alles in Ordnung ist. Also engmaschige Kontrolle beim Pr├Ąnataldiagnostiker. Der Kleine wollte wieder nicht so recht zunehmen und wachsen und bei jedem US war die Blase prall gef├╝llt- allerdings waren gl├╝cklicherweise keine gestauten Harnleiter zu sehen. In der 30. SSW- am 20.12. passend zu Weihnachten- bekamen wir dann Entwarnung: wahrscheinlich keine Klappe. Die Nierenbecken sind nur minimal erweitert, die Blase leert sich, Fruchtwassermenge ist normal und die Harnleiter sind nicht gestaut. Das war das sch├Ânste Weihnachtsgeschenk aller Zeiten! Ich hatte mich schon seelisch und moralisch darauf eingestellt, den ganzen Kram beim Hasenbaby zu wiederholen- dabei hatte ich mir beim zweiten Kind doch nur gew├╝nscht, es nach der Geburt im Arm halten zu d├╝rfen…. Und dieser Wunsch sollte dann nach wochenlangem Bangen doch in Erf├╝llung gehen ­čÖé┬á

Der Pr├Ąnataldiagnostiker meinte zwar, eine Klappe gesehen zu haben, aber selbst wenn er recht hatte- sie war nicht so gro├č oder verschloss die Harnr├Âhre nur unvollst├Ąndig, sodass eine sofortige OP nicht n├Âtig w├Ąre. W├Ąhrend meiner Schwangerschaft absolvierte ich mein Praktisches Jahr in der Klinik- Onkologie, Kardiologie, Palliativmedizin und die letzten 4 Monate auf der Neo-Imtensiv, auf der auch unser Hasenkind lag. Das war ganz sch├Ân schr├Ąg- so viele Erinnerungen und pl├Âtzlich steht man auf der anderen Seite des Inkubators…. Die Zeit, in der wir bangen mussten, ob wir mit dem Hasenbaby nochmal kommen w├╝rden war sehr schwer- aber ich lernte auch tolle Menschen kennen- eine davon eine ausgebildete Kindernephrologin, die sich sofort bereit erkl├Ąrte, das Hasenbaby nach der Geburt zu untersuchen um auf Nummer sicher zu gehen.

Dem Hasenkind geht es mittlerweile sehr gut ­čÖé Er ist schon 2 Jahre alt und liebt seinen kleinen Hasenbruder hei├č und innig. Vor einem halben Jahr waren wir mit ihm zum letzten Mal bei dem Arzt, der ihn seit seiner Geburt betreut- die Harnleiter waren weiterhin erweitert, allerdings r├╝ckl├Ąufig und die Nierenbecken auf der einen Seite ├╝berhaupt nicht und auf der anderen Seite nur minimal erweitert. Diese Untersuchungsergebnisse veranlassten den Arzt dazu, uns f├╝r immer und ewig zu entlassen- also nie wieder Kontrollen oder ├Ąhnliches. Im ersten Moment war ich begeistert, kurz danach aber verwirrt- als ich das der Kindernephrologin erz├Ąhlte, konnte sie es kaum glauben. Denn leider haben Klappenkinder auch nach erfolgreicher OP ihr Leben lang ein erh├Âhtes Risiko einer Nierensch├Ądigung- auch Jahre nach dem eigentlichen Ereignis. Jedenfalls sind wir jetzt bei dieser Nephrologin in Betreuung und m├╝ssen weiterhin einmal im Jahr zur Sonografie, Nierenwerte im Blut kontrollieren und Urin abgeben. In einem halben Jahr bekommt das Hasenkind auch eine MCU- Miktionszysturetherogaphie, eine Untersuchung, bei der mittels Durchleuchtung festgestellt wird, ob ein R├╝ckfluss von der Blase in die Harnleiter und somit vielleicht in das Nierenbecken vorliegt. Eigentlich h├Ątte er diese Untersuchung schon nach seiner Geburt haben sollen, um einen Vergleichswert zu haben- aber der damals behandelnde Arzt hielt es f├╝r unn├Âtig. Mit 2 Jahren ist diese Untersuchung allerdings so unangenehm, dass sie in Narkose durchgef├╝hrt wird- vielen Dank auch, dieses Risiko h├Ątten wir uns sparen k├Ânnen….. Naja, jedenfalls f├╝hlen wir uns jetzt gut aufgehoben- und allen Betroffenen Eltern kann ich nur raten: lasst euch nicht abwimmeln, auch wenn die Nachricht “ihr Kind ist jetzt gesund, wir m├╝ssen nichts mehr kontrollieren” im ersten Moment eine enorme Erleichterung ist, ist sie nur die halbe Wahrheit. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass wir weiterhin in Betreuung sind, um eventuelle Sp├Ątsch├Ąden schnell und rechtzeitig zu erkennen.

So, ihr Lieben, jetzt muss ich das Hasenbaby f├╝ttern- um die lieben Kommentare k├╝mmere ich mich im Laufe des Tages- habt einen sch├Ânen Nachmittag,

die hasenfrau  

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Gute Nachrichten f├╝r ein wundersch├Ânes Wochenende

Gestern war es wieder soweit: die w├Âchentliche Kontrolle im Krankenhaus stand an. Also machten wir uns fr├╝h morgens auf den Weg. In der Klinik angekommen, wollten wir am liebsten gleich wieder gehen- es war eben ein typischer Freitag Morgen: jedes Kind, bei dem sich der Kinderarzt nicht ganz sicher war, stand jetzt mit seiner ganzen Familie und einem Einweisungsschein an der Anmeldung. Was an sich ja nicht schlimm gewesen w├Ąre, wenn nicht zwei ganz neue, ungelernte Kr├Ąfte hinter dieser Anmeldung gesessen h├Ątten. Also war warten angesagt- ganze 20 Minuten, bis wir uns ├╝berhaupt erst anmelden konnten. Im Nachhinein auch kein Problem, denn leider war in der Nacht ein schwer krankes Baby geboren worden und der Oberarzt konnte nicht weg von der Station. Also konnten wir noch in aller Ruhe im Stillzimmer stillen und mit einem satten und halbwegs zufriedenen Kind zum Ultraschall gehen. Das Ergebnis gab Anlass zur Freude: die Harnleiter sind zwar noch immer sehr weit (von ehemals 8mm auf 7mm Durchmesser), haben aber eine gute Peristaltik- das hei├čt, die Muskulatur in den Harnleitern arbeitet gut und transportiert den Urin immer sch├Ân von der Niere in Richtung Harnblase- so soll es sein ­čÖé Das wirklich Sch├Âne ist aber, dass die Nierenbeckenerweiterung auf beiden Seiten zur├╝ckgegangen ist. Ehemals waren wir bei guten 8mm auf beiden Seiten und gestern waren es nur noch 6mm auf beiden Seiten. Au├čerdem wachsen die Nieren gut, was bedeutet, dass es jetzt prozentual mehr Nierengewebe als aufgestautes Nierenbecken gibt. Der Oberarzt war sehr zufrieden- um die Kontrastmitteluntersuchung werden wir wohl trotzdem nicht rumkommen, aber gestern wurde die leise Vermutung ge├Ąu├čert, dass wir vielleicht doch keine Nierenbeckenplastik brauchen- also keine OP mehr! Wenn das mal keine guten Nachrichten sind ­čśÇ So gut, dass wir jetzt nur noch alle zwei Wochen zur Kontrolle kommen m├╝ssen- wir freuen uns so!

Mit diesen guten Ergebnissen im Gep├Ąck gingen wir im Anschluss auf die Neonatologie, den versprochenen Besuch machen. Eigentlich dachten wir, dass die Stimmung wegen des schwer kranken Neugeborenen nicht sehr gut sei- aber alle haben sich wirklich gefreut, uns wieder zu sehen. Der Kleine war noch wach und so wurde er gleich von unserer Lieblingsschwester auf den Arm genommen und geknuddelt- sie kam aus dem Schw├Ąrmen nicht mehr raus ­čÖé Ich konnte meine Muffins und Cookies abgeben und eine sch├Âne Dankeskarte mit Foto von Paulchen hatten wir auch noch dabei. Trotz der vielen Arbeit hatten wir wirklich das Gef├╝hl, dass die Damen sich ├╝ber unseren Besuch sehr gefreut haben- wir verabschiedeten uns mit dem Versprechen, bald mal wieder vorbei zu schauen. Insgesamt war es nach dem anf├Ąnglichen Stress doch ein sehr sch├Âner Vormittag im Klinikum ­čÖé

Heute kommen Paul-Benetts Gro├čeltern aus S├╝ddeutschland. Ich freu mich schon auf sie und sie k├Ânnen es garnicht erwarten, ihren zweiten Enkel auch endlich live und in Farbe zu sehen. Deshalb muss ich jetzt noch kurz durch die Wohnung wischen und aufr├Ąumen, der kleine Mann bekommt sicherlich auch gleich wieder Hunger…

Ich w├╝nsche euch ein sch├Ânes Wochenende, genie├čt die Sonne und den Hauch von Fr├╝hling

eine sehr gl├╝ckliche hasenfrau

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Zu Hause

Heute ist also unser dritter Tag zu Hause.
Am Mittwoch gegen halb f├╝nf nachmittags war der gro├če Moment gekommen- ein dick eingepackter Winzling verlie├č mit seinen stolzen Eltern die Neo-Intensiv und machte sich auf, die gro├če weite Welt zu entdecken. Leider war ihm diese Welt zu kalt und viel zu leise, so ganz ohne Intensivstationsger├Ąusche…. Daher konnte der kleine Krieger in der ersten Nacht auch keinen Schlaf finden und musste alle zwei Stunden zu Mama an die Brust- eher kuscheln und beruhigen als trinken.
Am Donnerstag stand dann der erste Besuch der Hebamme an und danach gings zu den Gro├čeltern und ganz kurzfristig noch ins Fotostudio. Es sind tolle Bilder entstanden und Oma und Opa waren ├╝bergl├╝cklich, ihren Enkel endlich auf dem Arm halten zu k├Ânnen, aber anstrengend war auch dieser Tag. Der Kleine konnte seine Augen nicht mehr aufhalten und so schlief er doch tats├Ąchlich ganze vier Stunden in der Nacht durch- welche eine Wohltat nach der ersten Nacht ­čÖé
Gestern mussten wir dann zum Kinderarzt und zur Ultraschallkontrolle in die Klinik. Die Kontrolle ergab keine Verschlechterung, allerdings auch keine Verbesserung. Jetzt m├╝ssen wir jeden Freitag zum Ultraschall und falls alles so bleibt, muss Paulchen im Alter von 6-8 Wochen doch noch die Kontrastmitteluntersuchung bekommen, die dann dar├╝ber entscheidet, ob er nochmal operiert werden muss oder nicht. Gl├╝cklicherweise kann man diese Untersuchung ambulant durchf├╝hren lassen und wir hoffen ja noch immer, dass sich seine Nieren im Laufe der Zeit erholen und keine weiteren OPs n├Âtig werden. Pullern kann er gut (Bilanz der ersten drei Tage: vier vollgepullerte Bodies und zwei Strampler :)) Stillen klappt auch super, heute war die Hebamme da und hat ihn gewogen: stolze 2820g! Leider macht ihm sein Antibiotikum die Darmflora kaputt und er hat schlimme Bl├Ąhungen. Manchmal sogar so schlimm, dass er zwischen den Mahlzeiten garnicht zum Schlafen kommt :/ Unsere Hebamme hat uns jetzt probiotische Tropfen empfohlen- wir werdens mal ausprobieren, schaden kann es ja nicht.

Insgesamt sind wir ├╝bergl├╝cklich, endlich zu Hause zu sein- auch wenn man jede Woche wieder die Angst hat, dass man ohne Kind wieder aus der Klinik zur├╝ck kommt, weil sich die Werte verschlechtert haben und man doch gleich eingreifen muss…. Jetzt genie├čen wir unser erstes Wochenende zu dritt- und p├╝nktlich dazu l├Ąsst sich auch die Sonne blicken ­čÖé

Ein sch├Ânes Wochenende w├╝nscht euch
die hasenfamilie

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Hin und Her

Heute hatte unser kleiner Paul seine Kontroll-Blasenspiegelung. Dabei sah alles gut aus, es musste nicht mehr gelasert werden und seinen dummen Blasenkatheter ist er auch los- pullern klappt trotzdem super ­čÖé
Wir erleben hier momentan eine wahre Achterbahnfahrt der Gef├╝hle- gestern durften wir zum ersten Mal mit dem Kinderwagen im Klinikum spazieren fahren. Dick eingepackt und mit allen wichtigen Ger├Ątschaften versehen gings dann auch auf Wanderschaft durch die langen G├Ąnge- das war so sch├Ân! Endlich mal raus aus diesem Zimmer, runter von der Station, weg von den Ger├Ąten und der Piepserei- und zum ersten Mal Kinderwagen schieben ­čÖé Wir haben dann auch unsere Freundin die Kinderchirurgin besucht- leider war danach die Laune nicht mehr zu retten…. Nachdem wir sie im Laufe der Woche mehrfach gefragt hatten, ob nach der zweiten Blasenspiegelung denn noch auch Katheter erforderlich ist und sie das immer verneint hat kam sie gestern damit um die Ecke, dass er ja vielleicht doch nochmal einen Blasenkatheter haben muss und der dann auch mehrere Tage liegen muss. F├╝r uns brach eine Welt zusammen- bisher waren wir immer davon ausgegangen, dass wir nach der Kontrolle bei gutem Ausgang bald nach Hause d├╝rfen, da war nie die Rede von mehreren Tagen Blasenkatheter….. Nach diesem Schreck hab ich mich entschlossen, die letzte Abendrunde nicht mehr zu bleiben- ich war so niedergeschlagen und traurig, ich wollte mich nur noch in mein Bett verkriechen. Da unser kleiner Mann dann auch das ganze Wochenende ├╝ber super alle Mahlzeiten an der Brust getrunken hatte, ├╝berlie├č ich ihn den lieben Schwestern zum f├╝ttern und fuhr mit dem hasenmann nach Hause. Dort angekommen verzog ich mich heulend aufs Sofa und lie├č mich vom Fernseher berieseln- aber nur ein paar Minuten, denn ich war von der Stillerei und 12 Stunden Krankenhaus so m├╝de, dass mir einfach die Augen zugefallen sind.
Heute morgen war dann auch die erste bange Frage: “Wie geht es Paul-Benett?” Wir mussten bis kurz vor elf warten, dann konnten wir endlich auf der Station anrufen und bekamen die tolle Nachricht dass es unserem Kleinen gut geht, er alles super ├╝berstanden hat und auch keinen Blasenkatheter gebraucht hat- wir waren so erleichtert! Das hie├č, dass wir hoffentlich bald nach Hause durften! Wir nutzten den seeligen Nach-Narkoseschlaf unseres Sohnes und eledigten organisatorische Dinge wie Krankenversicherung und Amtsg├Ąnge. Mittags waren wir dann wieder bei unserem Schatz- der war inzwischen wach und hatte auch gleich seine erste Mahlzeit komplett verputzt- ich konnte mein Grinsen garnicht aus dem Gesicht bekommen, so gl├╝cklich war ich! Unsere Tage hier waren gez├Ąhlt! Der Kleine machte sich super und ich schmiedete Entlassungspl├Ąne. Bis der Oberarzt der Kinderchirurgie kam- der er├Âffnete uns dann n├Ąmlich, dass sie gern noch eine Kontrastuntersuchung machen wollen, bei der geschaut wird, ob ein R├╝ckfluss aus der Blase in die Harnleiter besteht. Aus meiner Zeit in der Kinderchirurgie wei├č ich, dass Termine f├╝r eine solche Untersuchung schwer zu kriegen sind und der Kinderchirurg wollte, dass Paulchen solange unter Antibiotikaschutz in der Klinik bleibt. Weg war die gute Laune mal wieder…. Ich sehe ja ein, dass wir eine solche Untersuchung brauchen, aber muss man dem kleinen Mann denn innerhalb k├╝rzester Zeit drei Vollnarkosen zumuten, wenn das Ergebnis dieser Kontrastmitteluntersuchung wahrscheinlich zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich so wenig aussagekr├Ąftig ist, dass wir sie in drei bis vier Wochen eh nochmal wiederholen m├╝ssen? Ich finde nicht. Au├čerdem hab ich jetzt auch einfach die Nase voll von der Klinik, von dieser Station, dem Gepiepse, dem 12 Stunden hier sitzen und au├čer Stillen nichts machen k├Ânnen. Antibiotika kann ich ihm auch zu Hause geben und zu Ultraschallkontrollen fahr ich jeden Tag gern in die Klinik- aber deshalb noch ewig hier zu bleiben, seh ich nicht so ganz ein. Gl├╝cklicherweise war der Neonatologe auch meiner Meinung- er will die Untersuchung auch erst in ein paar Wochen, da sich das Gewebe erstmal von dem hohen Druck, der die ganze Zeit geherrscht hat erholen muss. Au├čerdem ├Ąndere sich in den ersten Wochen noch so viel, dass man eine definitive Aussage erst bekommen kann, wenn der Kleine ca. 6 Wochen alt ist. Er m├Âchte ab morgen nochmal Ultraschallkontrollen machen und wenn die sich nicht verschlechtern, d├╝rfen wir so schnell wie m├Âglich nach Hause- mit Antibiotika zum Schlucken ­čÖé Ende gut, alles gut- hoffentlich k├Ânnen wir uns jetzt auf diese Aussage verlassen…

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The day after

Gestern hatte unser Paulchen also seinen gro├čen Tag.
Gegen halb acht gings los in den OP, wir sollten dann um halb zehn anrufen um zu erfahren, wie alles gelaufen war. Nat├╝rlich war ich ab halb acht glockenhellewach und konnte an nichts anderes mehr denken- als es dann endlich halb zehn war, rief der hasenmann auf der Station an, leider ging niemand ans Telefon. Kurz darauf wurde uns nur gesagt, dass der Kleine noch nicht wieder zur├╝ck sei- weiter nichts. Kein Grund, keine weitere Auskunft, ob es vielleicht Probleme gegeben hatte…. einfach nichts. Also mussten wir noch ne ganze Stunde warten, bis endlich die erleichternde Nachricht kam: Paulchen ist wieder auf der Station und es geht ihm ganz gut. Dann hie├č es nat├╝rlich schnell Sachen packen und los Richtung Klinik. Inzwischen hatte ich auch eine SMS von der Kinderchirurgin bekommen, die Paulchen mit operiert hatte- auch sie gab Entwarnung, die OP sei gut verlaufen und er habe einen Blasenkatheter liegen.
Auf der Station angekommen konnte uns leider niemand sagen, ob die Chirurgen eine Klappe gefunden hatten oder nicht. Aber die Erleichterung war riesengro├č als wir sahen, dass der Kleine alleine atmete, zwar ein bisschen blass um die Nase war, aber ansonsten wirklich gut aussah. Den Vormittag hat er dann noch sch├Ân mit Hilfe eines leichten Schmerzmittels verpennt- ich war so erleichtert, ich konnte keine Minute von seinem Bettchen weg. Als ich dann doch mal Milch abpumpen musste, kam die Ober├Ąrztin zum hasenmann und erkl├Ąrte ihm, dass die Chirurgen eine Klappe gefunden und auch gelasert hatten- der Blasenkatheter m├╝sste zur Schienung liegen bleiben, bis die Chirurgen Anfang n├Ąchster Woche nochmal eine Blasenspiegelung zur Kontrolle gemacht hatten- wenn da dann alles ok ist, die Klappe komplett weggelasert ist und der Kleine gut pullern kann, d├╝rfen wir vielleicht auch schon im Laufe der n├Ąchsten Woche nach Hause!

Inzwischen ist der Kleine auch schon wieder fast der Alte. Nat├╝rlich ist er noch ein bisschen m├╝de, aber er trinkt wieder flei├čig an der Brust und liebt es, auf meinem Arm zu kuscheln. Heute soll eine weitere Ultraschallkontrolle seiner Nieren erfolgen und man verspricht sich, dass man 24 Stunden nach der OP vielleicht schon einen Effekt auf die Stauung sehen kann. Zur letzten Abendrunde um halb neun bin ich ja wieder in der Klinik, ich bin mal gespannt, was die ├ärzte dann sagen- ich halte euch auf dem Laufenden ­čÖé

die hasenfrau

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Und wenn man schon kein Gl├╝ck hat….

…. kommt manchmal auch noch Pech dazu.

Wir waren gestern Abend beim Feindiagnostiker, eigentlich ja nur zur Kontrolle. Eigentlich hatten wir ja auch ein gutes Gef├╝hl, weil der Kleine merklich gewachsen ist und es uns auch ansonsten gut ging. Also gings wieder auf die altbekannte Liege, dieses Mal ohne lange Wartezeit. Der Nierenbefund hat sich auf beiden Seiten verschlechtert, auf einer deutlicher als auf der anderen- aber leider sind sowohl die Nierenbecken als auch die Harnleiter mehr gestaut als beim letzten Mal. Die Harnblase ist gef├╝llt, was bedeutet, dass Paulchens Nieren noch arbeiten- das ist schonmal ein gutes Zeichen. Fruchtwasser ist auch noch gen├╝gend vorhanden was bedeutet, dass er zumindest ein bisschen pullern kann, denn ansonsten w├╝rde er das ganze Fruchtwasser einfach nur trinken und nicht mehr auspullern k├Ânnen und dann w├Ąre irgendwann keins mehr da und der kleine Mann w├╝rde auf dem Trockenen liegen. Gewachsen ist er wirklich, gesch├Ątzt momentan auf knapp ├╝ber 2500g und der Bauchumfang liegt jetzt endlich im Normalbereich- ein s├╝├čes 3D-Bild von seinem Gesichtchen haben wir auch bekommen. Soviel von Paule- keine besonders guten Nachrichten, aber auch nicht besorgniserregend schlecht.
Dummerweise geh├Âren zu so einer Schwangerschaft ja immernoch zwei. Bei der weiteren Untersuchung stellte sich heraus, dass sich das Venennetz um meine Geb├Ąrmutter ziemlich stark ausgebildet und ├Ąhnlich wie bei Krampfadern erweitert hat- das ist wichtig, falls es doch noch zu einem Kaiserschnitt kommen sollte, denn dann ist besondere Vorsicht geboten, um diese Gef├Ą├če nicht zu verletzen und keinen zu gro├čen Blutverlust zu riskieren. Ob deswegen ein Kaiserschnitt nur in Vollnarkose m├Âglich ist, konnte uns der Feindiagnostiker leider nicht sagen. Zu allem ├ťbel ist auch die Durchblutung meine Geb├Ąrmutter nicht mehr ausreichend- zwar noch nicht besorgniserregend, aber doch soweit eingeschr├Ąnkt, dass der Feindiagnostiker eine Entbindung kurz nach der vollendeten 37. Woche empfiehlt. das w├Ąre also morgen in einer Woche. Wir sollen jetzt erstmal in unsere “Flitterwochen” fahren, am Freitag haben wir dann einen weiteren Termin bei meiner Frauen├Ąrztin. Dort wird dann auch das weitere Vorgehen gekl├Ąrt. Ich pers├Ânlich w├Ąre sehr daf├╝r, den Kleinen in der n├Ąchsten Woche zu holen, denn dann ist die 37. Woche vollendet, er ist mit 2500g nicht mehr besorgniserrregend leicht und┬áich kann einfach nicht mehr von Arzttermin zu Arzttermin bangen, nur um jedes Mal eine weitere Diagnose zubekommen- jetzt sind schon eine Handvoll Sachen nicht in Ordnung und ich soll trotzdem einfach abwarten? Das halte ich wirklich nicht mehr aus. Aber vielleicht folgt das Krankenhaus ja auch der Empfehlung des Feindiagnostikers und versteht meine Sorgen und ├ängste und leitet die Geburt ein.

Jetzt packen wir mal unseren kleinen Koffer und hoffen auf drei erholsame Tage ohne gr├Â├čere Probleme- und dann werden wir weiter sehen.

die hasenfrau

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Nachtrag zum gro├čen Tag

In den letzten Tagen war hier wirklich einiges los- so kurz vor der Geburt gibt es noch sooo viele Termine, die man unbedingt noch vorher “abarbeiten” muss… Daher erst heute ein Nachtrag zum Gespr├Ąch mit dem kinderchirurgischen Chefarzt am Dienstag.
Eigentlich hat er uns nicht viel Neues berichtet, allerdings war das ganze Gespr├Ąch und die Athmosph├Ąre ganz anders und viel angenehmer als bei der Fetalkonferenz. Die Sekrat├Ąrin brachte uns in einen Besprechungsraum mit Fotos an den W├Ąnden, Kaffee und bequemen Sesseln. Der Chefarzt kam direkt aus dem OP, begr├╝├čte uns sehr freundlich und las sich den Befund nochmal durch. Dann erkl├Ąrte er uns, dass der Grad der Stauung noch nicht so besorgniserregend sei, dass Paulchens Nieren Schaden nehmen, wenn wir jetzt noch die drei Wochen bis zur Geburt abwarten. Was genau das Problem mit dem Harnabfluss ist, kann er nat├╝rlich auch erst mit Sicherheit sagen, wenn der Zwerg auf der Welt ist- aber immerhin konnte er uns ein wenig die Angst und vor allem diese schreckliche Ungewissheit nehmen. Wenn der Kleine auf der Welt ist und gut pullern kann, darf ich ihn vielleicht sogar noch auf der W├Âchnerinnenstation haben und er muss erst bei meiner Entlassung auf die Kinder-Intensivstation zur OP und Diagnostik. Falls das mit dem pullern aber nicht klappt, muss er gleich einen Katheter bekommen und auf ITS, da die Diagnostik mit Blasenspiegelung und OP dann in den ersten drei Lebenstagen stattfinden soll. Wenigstens wissen wir jetzt ein bisschen besser Bescheid- nach Hause nehmen werden wir ihn dann also erstmal nicht k├Ânnen….
Aber die Art und Weise, wie dieses Gespr├Ąch geplant und gef├╝hrt wurde hat uns schon ein gutes Gef├╝hl gegeben. Endlich f├╝hlte man sich ernst genommen mit den ganzen Sorgen als werdende Eltern. Wir warten jetzt den Kontrolltermin beim Pr├Ąnataldiagnostiker am Samstag ab und wenn dort alles gut ist- wovon wir jetzt einfach mal ausgehen ­čÖé – fahren wir am Sonntag in unsere “Flitterwochen”, aber nur bis Dienstag und dann kann unser kleiner Mann gerne kommen ­čÖé Wir k├Ânnen es kaum noch erwarten, die Freude auf ein Leben mit ihm ist trotz der Sorgen in den letzten Wochen unendlich gro├č!

die hasenfrau

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