Posts Tagged With: Sorgen

Endlich angekommen

Hallo ihr Lieben!

Erstmal vielen Danke, dass ihr uns trotz längerer Abwesenheit die Treue gehalten habt. Wir sind jetzt auch endlich in unserer neuen Wohnung angekommen- die Kisten sind ausgepackt, die Zimmer eingerichtet, die alte Wohnung abgegeben und wir fühlen uns hier richtig wohl. Das hasenkind hat sein eigenes, schönes Zimmerchen und wir alle einen ruhigeren Nachtschlaf 🙂

Der Umzug selbst war sehr stressig- leider waren wir nur zu viert, hatten nebenbei auch noch einen Hund und ein Baby zu versorgen und einen Transporter nur für 8 Stunden gemietet. Das war eine Schlepperei kann ich euch sagen. So oft bin ich bei einem Umzug noch nie die Treppen rauf und wieder runter gerannt…. Paulchen war natürlich auch nicht sehr gut drauf, sodass die Oma sich zu einem Spaziergang mit ihm aufmachte- und so waren es nur noch drei. Sowas mach ich echt nie wieder,  das könnt ihr mir glauben! Der nächste Umzug wird besser geplant und vor allem werden mehr Leute rekrutiert! Aber egal, wir sind nach dem Umzug und der Renovierung der alten Wohnung zwar total erledigt, aber nach einer Woche sind wir jetzt auch mit allem durch 🙂

Paule hatte einen Tag nach dem großen Umzug auch seinen verschobenen Krankenhaustermin. Ich war ziemlich aufgeregt, da wir ja seit zwei Monaten keine Kontrolle mehr hatten und ich wirklich gespannt war, wie sich die Sache entwickelt hatte. Außerdem sollten wir ja bei diesem Termin auch gleich einen Termin für die Nierenfunktionsdiagnostik bekommen. Also gings gleich morgens ins Krankenhaus, das jetzt nur noch fünf Minuten Fußweg von uns entfernt liegt. Nach einer guten Stunde Wartezeit lag das hasenkind dann auf der Untersuchungsliege, fand alles sehr spannend und ließ sich ohne weinen oder strampeln untersuchen. Nach der ersten Niere meinte der Oberarzt: “Na, da war das Problem wohl auf der anderen Seite…”- nein, eigentlich waren beide Nieren ziemlich gestaut gewesen- aber jetzt sah die erste Seite super aus! Keine Spur mehr von Nierenbeckenerweiterung, eine gesunde, kleine Niere war da auf dem Ultraschall zu sehen. Die andere Seite war zwar nicht ganz so gut, aber trotzdem weitaus besser, als bei der letzten Kontrolle! Wegen dieser tollen Ergebnisse haben wir uns auch erstmal entschlossen, keine Nierenfunktionsdiagnostik zu machen und in sechs Monaten zur weiteren Kontrolle zu kommen. Die Harnleiter sind immernoch sehr erweitert, deshalb bekommt der kleine Mann auch weiterhin Antibiotikum zur Vorsorge, aber selbst der Oberarzt denkt nicht wirklich, dass es damit noch Probleme geben wird. Also drückt uns die Daumen fürs Frühjahr!

die hasenfrau

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Geduld, Geduld

Am Freitag rief uns früh morgens das Krankenhaus an- sie hatten wohl schon vor einiger Zeit eine Karte mit einer Terminänderung fürs Paulchens Kontrolluntersuchung geschickt. Eigentlich sollten wir ja am 13.7., also kommenden Freitag einen Termin haben, aber aus irgendwelchen Gründen wurden alle Termine dieses Tages eine Woche vorverlegt- leider kam die Karte mit der entsprechenden Meldung nie bei uns an und daher konnten wir natürlich auch nicht letzten Freitag im Krankenhaus auftauchen. Jetzt haben wir einen Termin für Mitte August bekommen- dadurch verschiebt sich natürlich auch der Termin für die Funktionsuntersuchung der Nieren nach hinten…. So langsam kann ich einfach nicht mehr geduldig und ruhig abwarten- ich  möchte endlich wissen, wie es um unseren Sohn steht. Wieder ein Monat länger ohne ein Ergebnis. Ich war so froh, dass wir vor unserem Urlaub nochmal in die Klinik kommen sollten, um einen weiteren Ultraschall zu machen- irgendwie hätte mich das beruhigt. Jetzt muss ich mich wieder gedulden- darin bin ich ja auch wahnsinnig gut *grml*

Die letzten Tage hier zu Hause waren leider auch nicht besonders nett. Der kleine Mann mag momentan einfach nicht alleine sein- also trage ich ihn den ganzen Tag mit mir herum, habe ihn neben mir auf dem Sofa liegen und komme so zu nichts. Aber sobald ich ihn in seinen Laufstall legen möchte, schreit er herzzerreissend. Und das auch ziemlich ausdauernd. Irgendwann kann ich ihn dann einfach nicht mehr weinen lassen- selbst wenn ich weiß, dass er eigentlich nichts haben kann, weil die Hose frisch gemacht ist und er gefüttert wurde. Also nehm ich ihn eben raus und dann ist auch alles wieder gut. Wahrscheinlich verwöhne ich ihn zu sehr, aber vielleicht gibt es auch manchmal Phasen, in denen die Kleinen eben nicht gut alleine sein können. Ich sage mir dann immer: “Das ist nur eine Phase, das geht vorbei”- aber auf Dauer ist es eben leider doch ziemlich anstrengend.

Ende der Woche fahren wir nach Süddeutschland zu meinen Eltern. Hoffentlich übersteht Paulchen die Fahrt und die ganzen Veränderungen gut- wir werden leider nicht viel Zeit zum Entspannen haben, da meine Schwester heiratet und wir noch einiges zu organisieren haben. Momentan wünsche ich mir manchmal wirklich meinen Unialltag zurück- da hatte ich Abends wenigstens das gute Gefühl, etwas geleistet zu haben….

eine etwas traurige hasenfrau

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Paulchen in Bewegung

Hallo ihr Lieben,

tut mir wirklich leid, dass ich es noch immer nicht geschafft habe, die Diagnoseerklärungen online zu stellen, aber ich muss sagen, ich hab grad ziemlich viel anderes zu tun. Meine Schwester heiratet in zwei Wochen und ich muss noch die Hochzeitszeitung fertig stellen, alles zehn Sekunden das hasenkind vom Bauch zurück auf den Rücken drehen und nebenbei das Jamie Oliver Kochbuch rauf und runter kochen. Ihr seht- einiges los hier. Aber eins nach dem anderen.
Das hasenkind dreht sich inzwischen alleine auf seinen Bauch, leider geht das noch nicht rückwärts, was bedeutet dass ich alle Nase lang mein auf dem Bauch liegendes, wimmerndes Baby zurück in eine angenehme Körperhaltung bringen muss- das nervt auf Dauer ziemlich, vor allem da er es besonders gerne macht wenn
a) gerade Essen auf dem Herd steht
b) jemand an der Tür klingelt
c) der hasenmann mich anruft oder
d) alles zusammen passiert

Aber ich liebe den kleinen Mann natürlich und daher komme ich jedes Mal wieder und drehe ihn auf den Rücken. Leider hindert ihn seine neue Bewegungsfreiheit auch an so manchem Schläfchen, da er sich in der Einschlafphase immer wieder hin und her wälzt und früher oder später doch wieder weinend auf dem Bauch landet. Also nicht viel Schlaf für das hasenkind tagsüber.  Dementsprechend sehen unsere Tage aus. Der hasenmann verkrümelt sich auf die Arbeit und macht sich damit keinen Stress…. Männer!
Erfreuliches gibt es aber auch zu berichten: mittags gibt es keine Flasche mehr, sondern nur noch Brei 🙂 Und das Beste: Mama’s selbst gekochter Brei schmeckt viel besser als der aus dem Gläschen *stolzbin*

Und trotz all der Fortschritte, die Paule so macht, mache ich mir doch immer wieder Sorgen um seinen Gesundheitszustand: manchmal überlege ich, wie ich denn bemerken soll, ob der kleine Mann nicht doch einen Harnwegsinfekt ausbrütet…. Er bekommt zwar seine Prophylaxe, aber sagen dass es beim pullern brennt kann er ja nicht. An manchen Tagen hat er auch mal erhöhte Temperatur, aber das kann ja auch am Zahnen liegen- manchmal schreit er  ohne Grund, aber vielleicht hatte er da grad nen schlechten Traum oder es zwickt grad was anderes? Wenn ich eine andere Mama wäre, und meinen Paule sehen würde, würde ich wahrscheinlich nie auf die Idee kommen, dass dieses Kind vielleicht grad nen Harnwegsinfekt hat, aber ich bin in der Hinsicht eben ziemlich vorsichtig und weiß, wie sehr wir auf seine Nierchen aufpassen müssen. Jedenfalls mach ich ab und an nen Urinstix (Papierstreifen, den man in den Urin hält und der die ersten Entzündungszeichen im Urin erkennt), aber der ist im Windelmilieu natürlich auch nicht sehr aussagekräftig- aber wenn der nicht gut aussieht und der kleine Mann dazu noch erhöhte Temperatur hat, geh ich in die Klinik- das ist mein momentaner Kompromiss.

Am 13.7. haben wir auch den nächsten Kontrolltermin. Hoffentlich hat sich alles weiter gut entwickelt und wir bekommen endlich den Szinti-Termin. Ich möchte schon gern wissen, wie sehr diese blöde Klappe die Nieren geschädigt hat und was so in den nächsten Jahren auf uns zukommt- außerdem braucht man ja auch endlich mal ein handfestes Ergebnis um den Verlauf über die Jahre zu vergleichen. Er tut mir nur so leid, der kleine Kämpfer- schon wieder Krankenhaus, schon wieder pieksen und schon wieder Medikamentendröhnung. Ich würd ihm das so gerne abnehmen. Warum ist mein Baby krank? Warum sind Babies überhaupt krank? Aber darüber darf ich nicht nachdenken, sonst werd ich noch ganz traurig. Und alles in allem hatten wir ja noch Glück- man hat früh genug erkannt, das Paulchen ein Problem hat und behandelt es jetzt- es wird schon alles gut werden, das ist unsere Devise!

So, jetzt schau ich mir noch an, wer Europameister wird und dann genieße ich meinen Nachtschlaf, den ich dank des hasenmanns (er kann jetzt auch Flaschen machen und füttern) und des hasenkindes (er schläft im Schnitt 10 Stunden durch) jetzt wieder zurück habe 🙂

In diesem Sinne wünsche ich euch noch nen schönen Abend, man liest sich,

die hasenfrau

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Das Ergebnis

Hallo ihr Lieben!

Vielen Dank für eure gedrückten Daumen und lieben Gedanken für unseren kleinen Mann. Tut mir auch leid, dass ich euch eine ganze Woche auf das Ergebnis warten lasse, aber mit dem Besuch von Paulchens (Ur)Großeltern, dem Garten und Kinderarztterminen war alles ziemlich stressig…

Letzten Freitag war also der große Tag. wir gingen gegen halb zehn mit (Ur)Oma, Paulchen und hasenmann in die Kinderklinik. Leider mussten wir wieder ziemlich lange warten, aber der kleine Mann hat das auf meinem Arm sitzend ziemlich gut gemeistert- eine Stunde Wartezeit ist für ein drei Monate altes Baby ziemlich lang. Als wir dann endlich dran waren, benahm Paul sich vorbildlich. Er lachte mit mir und ließ sich ganz problemlos schallen. Der erste Kommentar des Arztes: “jetzt sieht es ja aus, als seien die Harnleiter ziemlich erweitert”….. wtf???? Ich konnte nicht anders als zu erwidern: “Ja, das waren sie ja auch schon von Anfang an”. Jedenfalls hat sich an ihrem Durchmesser nicht wirklich was geändert- weder besser noch schlechter also. Die Nieren sind auf beiden Seiten gewachsen- das ist schonmal ein sehr gutes Zeichen- und die Nierenbeckenerweiterung ist auf beiden Seiten von 8mm auf 4 und 5mm zurück gegangen! Als ich diese Werte gehört habe, ist mir ein riesen Stein vom Herzen gefallen! Und der doofe Arzt konnte sich nicht einfach mal mit uns freuen! Natürlich ist damit noch nichts überstanden, aber immerhin geht die Entwicklung in die richtige Richtung-  die Nieren wachsen, die Nierenbeckenerweiterung nimmt ab und die Harnleiter werden auch nicht weiter und bewegen den Urin immer noch in die richtige Richtung. Jedenfalls müssen wir jetzt in zwei Monaten wieder zur Ultraschallkontrolle und dann kriegen wir einen Termin zur MAG3-Clearence. Das ist eine Nierenszintigraphie, die die Nierenfunktion darstellt und mit der man sehen kann, wie sehr dieser Defekt Pauls Nieren geschädigt hat. Außerdem braucht man diese Untersuchung, um den Verlauf der nächsten Jahre objektiv beurteilen zu können. Leider bedeutet das wieder Sedierung und Strahlenbelastung mit radioaktiv markierter Infusion- aber ich sehe ja ein, dass man endlich mal eine verbindliche Aussage braucht. Wir bekamen dann auch noch ein neues Antibiotikum verschrieben, leider verträgt der kleine hase das garnicht, man muss es in der Milch auflösen und jede Mahlzeit mit diesem Medikament spuckt er restlos wieder aus…. da müssen wir uns noch was Schlaues einfallen lassen.
Am Ende des Gesprächs meinte der Arzt auf drängendes Nachfragen meiner Oma noch, dass die Chance besteht, dass wir das Ganze einfach nur beobachten müssen und Paulchen keine weitere OP braucht und auch keinen gravierenden Nierenschaden davon getragen hat. Das war einfach das tollste Geburtstagsgeschenk, das eine hasenmama bekommen konnte!

Mein Geburtstag war dann auch noch richtig toll- ich hab eine Hängematte für unseren Garten, Gartenstühle, Blumen und eine Leder-Laptoptasche bekommen 🙂 Abends waren wir dann noch in einem sehr guten Restaurant essen und Paule war das liebste Baby auf der ganzen Welt!

Am Dienstag standen dann die zweiten Impfungen an- mein armer hase hat schon angefangen zu schreien, als die Arzthelferin ihn festgehalten hat. Er ließ sich danach auch kaum beruhigen und bekam natürlich auch gleich am Nachmittag Fieber. Viel war da also nicht mehr mit ihm anzufangen. Aber schon am Mittwoch war wieder alles in Ordnung. Gestern und heute hatten wir dann wunderschöne Sonnentage in unserem Garten. Der kleine Mann genießt die Sonne an den nackten Füßchen, seine bunte Gardine die zum Schutz vor Insekten an seinem Kinderwagen baumelt und Spuckebläschen machen- das ist nämlich neben lachen gerade seine absolute Lieblingsbeschäftigung!

Wir wünschen euch ein schönes, sonniges Wochenende,

die glückliche hasenfamilie

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Morgen kommt’s drauf an

Morgen ist es also soweit: das kleine hasenkind geht zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder zur Ultraschallkontrolle ins Krankenhaus. Die hasenfrau und der hasenmann sind ganz schön aufgeregt deswegen- hoffentlich bekommen wir keine schlechten Nachrichten, jetzt wo sich das Familienleben zu Hause so schön eingespielt hat….

Seit zwei Tagen sind Paulchens Urgroßeltern zu Besuch. Denen musste ich gestern Abend erstmal sehr anschaulich und mit vielen Bildern aus dem Prometheus erklären, was ihr kleiner Urenkel denn eigentlich hat. Dabei ist es mir auch nochmal richtig bewusst geworden. Im Alltag verdrängt man das gerne, da man ja ein munteres und augenscheinlich gesundes Kind vor sich sieht- aber als ich gestern nochmal den Arztbrief gelesen und meinen Großeltern den Sachverhalt erklärt habe, wurde mir wieder schlagartig bewusst, dass mein Paulchen eben doch kein gesundes Kind ist. Natürlich wollten die Großeltern auch wissen, was das denn nun für ihn bedeutet und wie seine Prognose aussieht- es ist wirklich nicht schön, wenn man erklären muss, dass das eigene Kind vielleicht nur 30 Jahre alt wird und wenn es schlecht läuft bis dahin noch viele Operationen und Krankenhausaufenthalte vor sich hat…

Hoffentlich können wir heute Nacht gut schlafen- der hasenmann wird nach dem heutigen Vatertagsausflug damit eher keine Probleme mehr haben 😉 – und ich glaube einfach ganz fest daran, dass man einer Mama an ihrem Geburtstag keine schlechten Nachrichten überbringen darf 🙂

Also drückt uns die Daumen, ich werde berichten

die hasenfrau

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Flaschen-Fiasko und Still-Scherereien

Hallo ihr Lieben,
ich habe mich eine ganze Weile schon nicht mehr gemeldet- zum einen gab es vom kleinen Paule-Mann nierentechnisch nichts Neues, zum anderen war es hier auch ziemlich stressig.
Eigentlich hatte ich mich ja entschieden, weiter so gut es geht voll zu stillen, leider ist das nicht so einfach wie erhofft. Der kleine Mann ist zwar glücklich, wenn er an die Brust darf, aber mindestens genauso unglücklich, wenn da nicht so viel rauskommt, wie er gerne hätte. Zwischendurch müssen wir also doch immer mal wieder zur Flasche greifen. Manchmal nimmt er sie ohne Probleme, trinkt und grinst dabei und wirkt auch ziemlich glücklich- aber manchmal schreit er wie am Spieß, sobald die Flasche nur seine Lippen berührt. Dann ist es auch fast unmöglich, ihn zum trinken zu überreden. Durch die ganze Aufregung und das Schreien spuckt er dann meist auch die paar Milliliter, die er dann vielleicht doch getrunken hat auch wieder aus. Das ist natürlich weder für ihn noch für mich schön. Dummerweise ist er ja eh schon zu leicht und zu klein, das heißt, er braucht seine Kalorien und natürlich vor allem auch die Flüssigkeit für seine Nieren. Ich bin manchmal wirklich verzweifelt. Jetzt trinke ich wie blöd Stilltee, in der Hoffnung, dass sich die Milchproduktion wieder etwas steigert und wir die Flasche weniger häufig brauchen.
Diese ganze Situation macht mir sehr zu schaffen…. ich fühle mich schuldig, weil ich nicht mehr genug Milch für meinen kleinen Jungen habe und er deshalb aus der Flasche trinken muss. An der Brust ist er glücklich und die Flasche ist manchmal für ihn einfach nur der Horror- wenn ich noch genug Milch hätte, könnte ich das vermeiden. Das tut einfach weh und baut natürlich noch mehr Druck auf, was sicherlich auch nicht förderlich für die ganze Situation ist.

Insgesamt bin ich momentan ziemlich nah am Wasser gebaut. Wenn ich morgens aufstehe und an Paulchens Bett stehe und dieser kleine Kerl mich zahnlos angrinst und sich freut, dass ich da bin, zerreist es mir fast das Herz. Ich liebe ihn so sehr, dass es weh tut. Der Kontrolltermin im Krankenhaus rückt näher und näher und ich mag mir garnicht ausmalen was passiert, wenn wir schlechte Nachrichten bekommen. Ich würde alles tun, um alle diese Probleme von meinem kleinen Sohn fern zu halten, aber das kann ich nicht und das macht mich wirklich fertig. Manchmal mehr, manchmal weniger- im Moment ist es einfach unerträglich…

die hasenfrau 

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Das erste Loslassen?

Wir stehen momentan vor einer entscheidenden Frage: abstillen oder nicht?

Natürlich denkt ihr euch jetzt bestimmt: “Stillen, ist doch gar keine Frage”- aber mal kurz zur Erklärung:
Ich hatte ja schonmal einen schlimmen Milchstau auf beiden Seiten mit hohem Fieber und allem drum und dran. Danach war meine Milch fast weg und es war für Paulchen und auch für mich nicht leicht, wieder zurück zu einem normalen Trinkverhalten zu kommen. Aber mit viel Stilltee und Geduld haben wir das hinbekommen. Jetzt hatte ich wieder einen Milchstau, allerdings nur auf einer Seite und ohne Fieber- aber auch jetzt hab ich wieder weniger Milch. Paulchen findet das überhaupt nicht toll und ist jedes Mal ziemlich gefrustet, wenn er am Ende seiner Mahlzeit noch nicht pappsatt ist. Jetzt ist meine Überlegung, ob ich die Produktion nochmal mit Stilltee und ähnlichem ankurbeln soll, oder ob ich nicht gleich abstille. Paul ist jetzt drei Monate alt, stillen wollte ich eigentlich voll bis er vier Monate alt ist und dann langsam abstillen… Lohnt es sich dann überhaupt noch für diesen einen Monat?
Paule macht mir diese Entscheidung auch nicht leicht. Als ich ihm gestern eine Flasche machen musste, weil der Hunger einfach zu groß war, schaute er mich total entgeistert an. “Ihhh, Plastik- das mag ich nicht, außerdem schmeckt die Milch da drin ganz komisch…. ” Hätte er ohne Probleme die Flasche genommen, wäre mir die Entscheidung vielleicht leichter gefallen- aber er war abends an der Brust einfach viel glücklicher und zufriedener. Als ich ihn dann so beim Trinken beobachtete, hatte ich ein ganz komisches Gefühl ums Herz- das soll also bald der Vergangenheit angehören? Irgendwie bin ich noch nicht bereit für die Flasche, glaub ich. Ich genieße das Stillen, natürlich wäre es auch manchmal nett, wenn der hasenmann mal die Fütterung übernehmen könnte, aber alles in allem liebe ich das Stillen…. und da Paulchen wahrscheinlich unser einziges Kind bleiben wird, möchte ich das noch nicht aufgeben. Wow, ich glaub, ich hab mich grad entschieden 🙂 Danke fürs Zuhören und die Entscheidungshilfe 🙂

die hasenfrau

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Halbzeit

Momentan tut sich bei uns nicht allzu viel… Eigentlich stimmt das ja nicht, denn es tut sich jeden Tag Gewaltiges- allerdings glaube ich kaum, dass sich außer mir noch jemand den ganzen Tag darüber freuen kann, dass der kleine Paul anfängt zu lächeln und zu erzählen 🙂 Das tut er jetzt nämlich mit ganzer Hingabe- und ich sitze vor ihm und schmelze dahin 😉

Meistens geht es ihm auch ziemlich gut- schreien muss manchmal noch sein- aber wir Erwachsenen haben ja auch nicht jeden Tag gleich gute Laune. Meist bekommen der hasenmann und ich  auch ziemlich schnell raus, was das Problem ist und können es beheben- und wenn wir mal ratlos sind, hilft singen und beruhigend auf ihn einreden ziemlich gut.
Morgen hat er wieder einen Termin bei der Ergotherapeutin, ich möchte sie auch mal auf seine Fehlhaltung ansprechen, denn er hat eindeutig seine Schokoladenseite, auf die er sich immer dreht- jetzt wird das Köpfchen sogar schon ganz platt auf der Seite. Wir versuchen schon alles, damit er sich auch mal zur anderen Seite dreht- wir hängen Spielzeug auf, drehen seinen Laufstall um und doch liegt er zu 90% auf seiner Lieblingsseite. Hoffentlich kann uns die Ergotherapeutin einen Tipp geben.

Außerdem waren wir schon seit vier Wochen nicht mehr in der Klinik und wissen daher auch nicht, wie sich die Situation entwickelt hat. Irgendwie hab ich auch ziemlich Angst vor der nächsten Kontrolle- Angst, dass sich der Befund verschlechtert hat, Angst dass sich dieses Nierenproblem auf Paulchens Leben oder sogar seine Lebenserwartung auswirkt, Angst dass er wieder operiert werden muss…. Wir haben noch vier Wochen Zeit, uns Sorgen zu machen- denn erst dann steht der nächste Kontrolltermin an- also erst Halbzeit….

die hasenfrau

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Frohe Ostern!

Paulchen wünscht allen seinen treuen Lesern ein wunderschönes Osterfest!
Hoffentlich war der Osterhase brav und hat viele Ostereier versteckt- der kleine Paul darf nachher auch noch suchen 🙂

Ansonsten ist es hier gerade ziemlich schwierig. Der kleine Mann ist von dem ganzen Besuch und Herumgereiche auf fremden Armen total durcheinander. Letzte Woche war es dann soweit: drei Tage lang hat er nur geschrien- nicht geweint, sondern richtig geschrien. Gerne auch mal vier Stunden am Stück. Er war durch nichts zu beruhigen, ich wusste nicht mehr weiter und so kam die Hebamme nochmal vorbei. Nach meinem Milchstau mit Fieber hatte ich immer noch die leise Angst, nicht genug Milch zu haben- aber das war nicht der Fall, wir fütterten ihn mit genügend eingefrorener Muttermilch und trotzdem hörte er nicht auf zu schreien. Schließlich empfahl uns die Hebamme, zu einer Ergotherapeutin zu gehen, die auch Osteopathie für Babys anbietet. Eigentlich war ich immer gegen Osteopathen- von wegen Geburtsstress und so, außerdem habe ich in meinem Bekanntenkreis schon sehr schlechte Erfahrungen mit Osteopathen gemacht. Aber nach diesen drei Tagen war ich so am Boden zerstört, dass mir jedes Mittel recht. Wir bekamen auch gleich für den nächsten Tag einen Termin und ich bin total begeistert von dieser Frau. Sie kann toll mit Kindern umgehen- vor der Behandlung hat Paul mit ihr gelacht und geflirtet. Von der eigentlichen Behandlung verstehe ich ja nichts- aber danach hat er erstmal vier Stunden geschlafen. Das Beste war, dass sie uns das Gefühl gegeben hat, uns zu verstehen- sie kam nicht mit diesen abgedroschenen Phrasen wie “der hat bestimm Hunger”, “der muss doch auch mal schreien” oder “dem ist bestimmt kalt”. Laut der Therapeutin ist der Kleine einfach nicht im Gleichgewicht. Der Stress seiner ersten acht Wochen macht sich jetzt bemerkbar, wo er mehr mitbekommt und wacher ist. Damit ist er total überfordert und angespannt. Jetzt gehen wir einmal wöchentlich zu ihr und hoffen, dass es ihm hilft. Nach der ersten Behandlung hab ich auch schon das Gefühl, dass es nicht mehr ganz so schlimm ist- er schreit zwar immernoch, aber nur noch sehr kurz- minutenlang- und lässt sich ziemlich gut beruhigen. Jetzt bin ich auch schon wieder etwas beruhigter. In den nächsten Tagen werden wir die Besuche und Ausflüge auf das Nötigste reduzieren, damit Paulchen die Möglichkeit bekommt, endlich in seinem Leben anzukommen. Aber der Osterhase kommt heute trotzdem 🙂

die hasenfrau

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Zu Hause

Heute ist also unser dritter Tag zu Hause.
Am Mittwoch gegen halb fünf nachmittags war der große Moment gekommen- ein dick eingepackter Winzling verließ mit seinen stolzen Eltern die Neo-Intensiv und machte sich auf, die große weite Welt zu entdecken. Leider war ihm diese Welt zu kalt und viel zu leise, so ganz ohne Intensivstationsgeräusche…. Daher konnte der kleine Krieger in der ersten Nacht auch keinen Schlaf finden und musste alle zwei Stunden zu Mama an die Brust- eher kuscheln und beruhigen als trinken.
Am Donnerstag stand dann der erste Besuch der Hebamme an und danach gings zu den Großeltern und ganz kurzfristig noch ins Fotostudio. Es sind tolle Bilder entstanden und Oma und Opa waren überglücklich, ihren Enkel endlich auf dem Arm halten zu können, aber anstrengend war auch dieser Tag. Der Kleine konnte seine Augen nicht mehr aufhalten und so schlief er doch tatsächlich ganze vier Stunden in der Nacht durch- welche eine Wohltat nach der ersten Nacht 🙂
Gestern mussten wir dann zum Kinderarzt und zur Ultraschallkontrolle in die Klinik. Die Kontrolle ergab keine Verschlechterung, allerdings auch keine Verbesserung. Jetzt müssen wir jeden Freitag zum Ultraschall und falls alles so bleibt, muss Paulchen im Alter von 6-8 Wochen doch noch die Kontrastmitteluntersuchung bekommen, die dann darüber entscheidet, ob er nochmal operiert werden muss oder nicht. Glücklicherweise kann man diese Untersuchung ambulant durchführen lassen und wir hoffen ja noch immer, dass sich seine Nieren im Laufe der Zeit erholen und keine weiteren OPs nötig werden. Pullern kann er gut (Bilanz der ersten drei Tage: vier vollgepullerte Bodies und zwei Strampler :)) Stillen klappt auch super, heute war die Hebamme da und hat ihn gewogen: stolze 2820g! Leider macht ihm sein Antibiotikum die Darmflora kaputt und er hat schlimme Blähungen. Manchmal sogar so schlimm, dass er zwischen den Mahlzeiten garnicht zum Schlafen kommt :/ Unsere Hebamme hat uns jetzt probiotische Tropfen empfohlen- wir werdens mal ausprobieren, schaden kann es ja nicht.

Insgesamt sind wir überglücklich, endlich zu Hause zu sein- auch wenn man jede Woche wieder die Angst hat, dass man ohne Kind wieder aus der Klinik zurück kommt, weil sich die Werte verschlechtert haben und man doch gleich eingreifen muss…. Jetzt genießen wir unser erstes Wochenende zu dritt- und pünktlich dazu lässt sich auch die Sonne blicken 🙂

Ein schönes Wochenende wünscht euch
die hasenfamilie

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